Wir setzen weiterhin auf Ausbildung
Unternehmen aus dem Verein Die Schlüsselregion e.V. bieten unverändert Stellen an oder haben sogar aufgestockt
Ob als Werkzeugmechaniker, Mechatroniker, Industriekaufmann oder Maschinen- und Anlagenführer – noch immer suchen Unternehmer aus Velbert, Heiligenhaus und Wuppertal im Ausbildungsportal das-mache-ich.de geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze für dieses und das kommende Jahr. Denn den zehn Firmen, die ihre Stellen auf der Website das-mache-ich.de anbieten, ist klar: Unternehmen brauchen Nachwuchskräfte, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können. Und Nachwuchskräfte brauchen gute Ausbildungsbetriebe, um sich eine berufliche Perspektive zu schaffen. Deshalb bilden die Unternehmen Woelm, WITTE Automotive, Beyer & Müller, EMKA und Brose weiterhin in gleichem Umfang aus wie in den Vorjahren. Die CES-Gruppe, Vitz, Mühlhause und SAG haben ihr Ausbildungskontingent sogar aufgestockt.
“Wir setzen weiter auf Ausbildung.” Darin sind sie sich einig. Damit stellen sie sich gegen den Trend, Ausbildungsstellen abzubauen. “Generell sind die Ausbildungszahlen deutlich rückläufig im Arbeitsamtsbezirk Niederberg”, sagt Claudia John von der Bundesagentur für Arbeit. So wurden im April in Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath 350 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 11,6 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Demgegenüber stehen 907 Bewerber, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Oftmals kritisieren die Unternehmer mangelnde theoretische Fähigkeiten bei den Bewerbern. “Die Mathe- und Physikkenntnisse könnten bei dem ein oder anderen besser sein”, sagt zum Beispiel Matthias Kohl, Geschäftsführer der Heiligenhauser Firma Beyer & Müller. Im Großen und Ganzen ist er aber zufrieden mit den eingegangenen Bewerbungen. “Wir haben regen Zuspruch gehabt, mehr als im Vorjahr.” Das bestätigt auch Ausbildungsleiterin Anja Amling von WITTE Automotive. “Viele Azubis haben sich gut auf die Ausbildung vorbereitet und sind hochmotiviert.” Alle Stellen seien gut besetzt worden. Besonders erfreulich sei die Resonanz auf die Ausbildungsplätze, die gekoppelt seien an ein Studium an der Fachhochschule in der Region Velbert/Heiligenhaus. Dirk Mühlhause, Geschäftsführer der Mühlhause GmbH, lädt jeden Bewerber persönlich zum Gespräch. “Eine Bewerbung ist ein Stück Papier – und nicht jedem liegt das, eine formvollendete Bewerbung zu schreiben.” Er hat festgestellt, dass im Gespräch oft ein viel besserer Eindruck von dem jeweiligen Anwärter entsteht. Dann merke man, ob sich ein Jugendlicher zum Beispiel über das Unternehmen schlau gemacht habe. Engagement und Flexibilität sind bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen wichtig. Dabei sei die Qualität der Bewerbungen besser geworden als im vorherigen Jahr, berichtet Ausbildungsleiter Wolfgang Struth von der Wuppertaler Firma Brose Schließsysteme GmbH & Co. KG. “Die Bewerber wissen einfach besser, was sie wollen und was genau angeboten wird.” Struth führt diesen Wissensvorsprung auch auf die Ausbildungsbörse das-mache-ich.de zurück, die von dem Verein Die Schlüsselregion e. V. gemeinsam mit 10 Unternehmen der Region betrieben wird. Denn auf der Website werden jugendnah und leicht verständlich Fragen beantwortet wie zum Beispiel: Was kann ich machen? Wo gibt’s offene Stellen? Was sind das für Unternehmen, die ausbilden? Wo kann ich ein Praktikum machen? Welche Aufgaben erwarten mich im welchem Beruf? Die Website wurde von dem Verein Die Schlüsselregion e.V. entwickelt – einem Unternehmensverband, dem rund 75 Firmen angehören.
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