Von Rathausplatz und Dom – Weihnachtsmarkt in Heiligenhaus

Als gut sortiert boten sich die Angebote auf und um den 34. Heiligenhauser Weihnachtsmarkt. Bereits nach der Eröffnung, am Donnerstagabend, gab es einen ersten Besucherandrang. Wegen der kalten Witterung, waren warme Getränke wie Glühwein, Feuerzangenbowle und Chlorwasser sehr beliebt. Am Samstag hielt sich der Andrang von Besuchern etwas zurück, was sicherlich am kalten Wind gelegen haben wird. Die Außentemperaturen lagen um die 0 Grad, aber die gefühlte Temperatur war kälter, weil der Wind ordentlich wehte. Außerdem zogen andere Weihnachtsmärkte in den benachbarten Großstädten wie Essen oder Düsseldorf sicherlich auch Besucher ab. Heiligenhaus hielt dagegen und punktete mit einem speziellen Angebot für Kinder, im Rathaus-Innenhof. Hier hatte sich die Evangelische Jugend einiges einfallen lassen. Lebende Tiere, Zauberwald, Fotoaktion, Vorlesezelt, mittelalterliches Marktgeschehen und eine Lebendkrippe sorgten für Abwechselung.

Auf dem Vorplatz der St. Suitbertuskirche wurden am Samstag 10 Pavillons errichtet. Neben vielen anderen Ständen, präsentierte sich auch die „Aktion Tschernobyl“ wieder und auch Pastor Alfons Demand fungierte an einem anderen Stand als Verkäufer. Wer hier nach einem passenden Geschenk suchte, wurde sicherlich fündig. Im „Heljens-Dom“ wurden am Samstag Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Auch Bürgermeister Dr. Jan Heinisch beteiligte sich als Gastredner und las ein Kapitel aus dem Buch „Das fliegende Klassenzimmer“, von Erich Kästner. Musikalisch abgerundet wurde der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz durch den Gesang der Heiligenhauser Chöre (Frauenchor MUSICA, MGV Frohsinn, MGV Concordia, MGV Heimatklänge) und dem CVJM Posaunenchor.

In der Rathauspassage hatte das Art-Haus geöffnet. Ferner präsentierte sich das Stadtmarketing mit einem Stand in der Rathauspassage. Eine Weihnachtbäckerei zog am Samstag die Neugierde der Kinder auf sich. Hier machten sich die Kinder ans Werk, um eigene Plätzchen zu formen und zu backen. Ein Spaß für die ganze Familie, denn viele Kinder wurden dabei von ihren Eltern tatkräftig unterstützt. Das Angebot an den sonstigen Verkaufsständen war für hiesige Verhältnisse sicherlich gut sortiert. Besucher stöberten an den Ständen und manch Standbetreiber wird mit dem Umsatz zufrieden gewesen sein. Am Sonntag lockte Sonnenschein noch einmal viele Besucher an und auch der Weihnachtsmarkt um den „Dom“ schien davon zu profitieren.

Bei sonnigem und klaren Wetter kletterte die Temperatur auf etwa 7 Grad. Fast zu warm für Glühwein und eher Bierwetter. Ab 12:00 Uhr war der Sonntag für den Einzelhandel verkaufsoffen. Das zog weitere Besucher in die Innenstadt. Der Weihnachtsmarkt ging am frühen Abend seinem Ende entgegen und gegen 19:00 Uhr wurde bereits angefangen die ersten Stände zu räumen. Auch die Standbetreiber aus der Partnerstadt Zwönitz wollten noch am Sonntagabend den Heimweg antreten. Während sich der Weihnachtsmarkt langsam leerte, gab es ein volles Haus im „Heljens-Dom“. Denn in der St. Suitbertus-Kirche verzauberte Frickelsome Amsel, in einem fast zweistündigen Benefiz-Konzert, die Besucher. Vorgetragen wurden weihnachtliche Lieder aus England, Irland und Schottland. Mit tollen Stimmen traf die Gruppe das Herz des Publikums und zauberte eine musikalische Weihnachtskulisse in das Gotteshaus. Für diesen tourneeverdächtigen Auftritt gab es stehende Ovationen und die Gruppe wurde erst nach zwei Zugaben vom Publikum entlassen. Das war der Abschluss eines Weihnachtsmarktes, der insgesamt harmonisch verlief.

Die nachfolgenden Fotos in der Bildergalerie zeigen einige Eindrücke vom Wochenende.

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