Vom Schwarzen zum Handy

Vom 0003_b.jpgDas „Schwarze mit Wählscheibe“ Typ W 48 Standardtelefon der Deutschen Bundespost bis Mitte der 50er Jahre. Jahrzehnte lang einzig „vorgeschriebenes“ und deshalb verfügbares Modell, während im Ausland in Formgebung keine Vorschriften bestanden, gab’s in USA schon „Mickymaus –Telefone“

„Handvermittelt“ durch das „Fräulein vom Amt“ – wie auf dem Archivfoto von 1902 aus dem Hauptfernsprechamt Dresden – wurden die Gespräche auch in Heiligenhaus bis zum 10. September 1955.

0002_b.jpgIn den Grossstädten wie Berlin, München, Frankfurt, Essen oder Düsseldorf und sogar in der Nachbarstadt Velbert war die Selbstwahl schon möglich.

Erst der Einbau von sogenannten „Steigwählern“, ab Frühjahr 1955 im Postamt an der oberen Hauptstrasse, machte die „Handvermittlungsstelle“ überflüssig.

13.59 Uhr. Samstag 10.September 1955.
Vom Zum letzten Male die Frage der Telefonistinnen:

„Welchen Teilnehmer wünschen Sie bitte? “

Unter den Augen von Oberpostrat Weiland von der Oberpostdirektion Düsseldorf und dem Heligenhauser Stadtdirektor Jochums letzte Aktivitäten der „Fräulein vom Amt“ Brigitte, Friederike und Christel, ehe die Techniker die Leitungen kappten und der Selbstwählverkehr möglich wurde.

0006.jpgVom Nur 50 Jahre später sind auch die Steigwähler des analogen Systems passe’. Digital ist die Zukunft, die auch durch Antennen auf dem Dach von einigen Heiligenhauser Wohnhäusern das Handy in der Hosentasche möglich machen und durch alle möglichen Klingeltöne einen Anrufer an fast jeder Stelle unserer Erde melden.

5 Kommentare

  1. Gumfi
    Aug 10, 2006

    Wie man sieht… es gab auch ein leben OHNE handys ;)

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  2. webmaster
    Aug 10, 2006

    Stimmt!. Ich habe im Keller noch einen alten “Knochen” aus den 70´gern gefunden. Inzwischen haben die Teile mit Wählscheibe ja schon Kultstatus… mal gucken was ich damit anfange :D

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  3. ernie
    Aug 31, 2006

    Heut zu tage kaum vorstellbar das man ohne sein Multifunktionshandy mit organiser usw. die Wohnung verlässt. ich glaub wenn die heutige generation damals gelebt hätte…
    ich glaub den rest erspar ich euch und mir lieber.

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  4. Pletti
    Jan 5, 2007

    Hm…da möchte ich doch einige “Verbesserungen” machen…

    Das W48 gab es auch in weiss mit grünen Ziffern in der Wählscheibe, wodurch man auch heute noch original und “Fälschung” auseinander halten kann.

    Die Steigwähler nannte man im Telekomdeutsch HDW (Heb-Dreh-Wähler), die Ihre Vermittlungsaufgaben in 2 Richtungen, nämlich hoch/runter und in einer Drehbewegung ausführten. Bevor die digitale Technik (Alcatel S12 und Siemens EWSD) eingeführt wurden (heute gibt es noch weitere Hersteller, kamen noch die EMD (Edelmetall Dreh Wähler) zum Einsatz, die nur noch auf einer Ebene arbeiteten.

    Eine recht interessante Seite dazu ist übrigens die folgende (mit der ich nichts zu tun habe):

    http://www.s-storbeck.de/cms/tour_durch_eine_vermittlungsstelle.html

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  5. Günter Weiland
    Apr 29, 2007

    Oberpostrat Weiland war mein Vater. Dieser Hinweis in Ihrem Blog ist das Einzige, was im Internet (bisher) über ihn zu finden ist. Er war Leiter des Fernmeldeamtes in Wuppertal-Elberfeld (in der Briller Straße). Vor seiner Pensionierung wurde er noch zum Oberpostdirektor befördert.

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