Schon lange Zeit ohne Führerschein unterwegs

Heiligenhaus / Ratingen (ots) – Am frühen Dienstagmittag des 31.08.2010, gegen 11.35 Uhr, befuhr eine 20-jährige Berufsschülerin aus Heiligenhaus, mit ihrem PKW Suzuki Swift, die Homberger Straße in Ratingen-Mitte, aus Richtung Innenstadt kommend, in Fahrtrichtung Brachter Straße. Im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle wurde sie dabei eher zufällig in Höhe des Hauses Nr. 38 von einem Polizeikradfahrer des Verkehrsdienstes Mettmann angehalten und überprüft. Befragt zum Führerschein und Fahrzeugschein, gab die junge Frau an, ihren Führerschein zu Hause in Heiligenhaus vergessen zu haben. Die noch an Ort und Stelle durchgeführte Personalienfeststellung und eine sofortige Führerscheinüberprüfung beim Straßenverkehrsamt in Mettmann ergaben dann aber ein ganz anderes Ergebnis.
Die Überprüfung ergab, dass der Schülerin schon vor zwei Jahren, nur kurze Zeit nach Aushändigung ihres Führerscheines im Alter von 18 Jahren, die Fahrerlaubnis nach Trunkenheitsfahrt bereits wieder entzogen worden war. Da die damalige Blutprobe der jungen Fahrerin 1,8 Promille Alkohol im Blut nachgewiesen hatte, musste die Schülerin zum Neuerwerb der Fahrerlaubnis Wochen später zur medizinisch psychologischen Untersuchung (MPU). Deren Anforderungen hatte die Heiligenhauserin aber nicht bestanden. Nach eigenen Angaben konnte die junge Frau dies vor Ihren Eltern, bei denen sie immer noch wohnhaft ist, bisher erfolgreich verheimlichen. Damit der Verlust der Fahrerlaubnis aber nicht auffiel, benutzte die Schülerin ihren PKW, wie am Tag der aktuellen Verkehrskontrolle, immer wieder und über viele Monate hinweg für ihren Schulweg und wahrscheinlich auch für weitere Fahrten.

Am Dienstagmittag war die Zeit der führerscheinlosen Fahrten und Lügen aber hoffentlich endgültig vorbei. Am Anhalteort wurde sie auf eigenen Wunsch von ihrem Vater abgeholt, dem sie ihren schon zwei Jahre zurückliegenden Führerscheinverlust notgedrungen beichtete. Gegen die 20-jährige Berufsschülerin aus Heiligenhaus wurde ein Strafverfahren wegen wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Die Beschuldigte muss jetzt mit einer hohen Geldstrafe und einer weiteren langjährigen Fahrerlaubnissperre rechnen.

12 Kommentare

  1. Marc Richter
    Sep 1, 2010

    Richtig so !!!!! In meinen Augen zudem fällig: Präventive KFZ-Sicherstellung und ebenso präventiver auferlegung einer Fahrtenbuchpflicht für Mama und Papa! :)
    Aber das sieht unser Rechtssystem ja mal wieder nicht vor …

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  2. Maxi
    Sep 1, 2010

    Was haben Mama und Papa damit zutun wenn Töchterchen ohne Fahrerlaubnis fährt die Dame ist schließlich volljährig und darf sogar wählen gehen! Jetzt kann Sie nur noch wählen welchen Bus Sie nimmt. Vielleicht lernt sie ja was draus.

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  3. ich
    Sep 2, 2010

    Warum konnte sie ihren Eltern nicht beichten, dass sie ihren Führerschein abgeben musste? Würde mich in diesem Zusammenhang eher interessieren.

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  4. Lindsay
    Sep 2, 2010

    Also wer diesen Artikel liest merkt doch wohl sofort, wie mal wieder die Sensationsgeilheit der Medien befriedigt wird. Und dann noch in einem Kuhdorf wie Heiligenhaus, wo ja sonst nichts passiert, da muss man das Ganze doch noch so richtig aufbauschen. Man hätte diesen Artikel durchaus bringen können, aber die Details, die hier mit veröffentlicht werden,grenzen an einer absoluten Unverschähmtheit, man sollte sich auch mal über die Zukunft der jungen Dame Gedanken machen. In jeder Großstadt wäre das vielleicht einen Zweizeiler wert gewesen! Der Reporter dieses Artikels sollte erstmal Nachhilfe in korrekter Berichterstattung nehmen, bevor er völlig unüberlegt schreibt!!!!

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  5. milla
    Sep 2, 2010

    Eigentlich tut mir das Mädel ja einerseits leid. Wirft aber eher ein schlechtes Bild auf die Eltern, wenn das Mädel Angst hatte, die Wahrheit zu sagen.
    Andererseits muss Dummheit ordentlich bestraft werden.

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  6. Grandmaster_H
    Sep 3, 2010

    Also manche Leute hier verstehe ich echt nicht.
    Wie kann man denn bitte mit jemandem Mitleid haben, der
    1. Mit 1,8 Promille noch Auto fährt
    2. Dann dur die MPU rasselt
    3. Nicht das Rückgrat hat, es anderen Leute zu erzählen
    Da kann ich nur meinen Kopf schütteln…

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  7. Speedy
    Sep 4, 2010

    Schade nur, dass sie irgendwann doch den Führerschein machen können wird, und auch, dass es so lange gedauert hat bis es auffiel.

    Es bräuchte mehr Kontrollen, vorallem von Drogen und Alkohol, aber beim lasern is natürlich mehr Geld zu holen.

    Lindsay sollte auch mal Nachhilfeunterricht nehmen, in Kritik. Lächerlich.

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  8. milla
    Sep 4, 2010

    @ Grandmaster_H: Ich hatte nicht damit Mitleid, sondern eher damit, dass sie in dem Alter noch “Angst” vor ihren Eltern hat. Das ist eher traurig.
    Wer mich hier im Blog kennt, weiss, das ich sowas NIEMALS tolleriere und sowas auch bestraft werden muss.
    @ Speedy: Man lernt doch eigentlich aus Fehlern in der Jugend für’s Leben, oder? Manche zumindest.

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  9. Richard
    Sep 5, 2010

    wie sagt der Volksmund: Lügen haben kurze Beine!

    was ich viel erschreckender finde, ist die Tatsache, das das Mädel damals mit 18 Jahren einen Wert von 1,8 Promille hatte und dann noch in der Lage war ein Auto zu fahren. Sicherlich ist das für einen älteren, gewohnten Trinker nicht soooo das Thema, aber für ein 18jähriges Mädel schon. Wer bei 1,8 pm noch auf den Beinen steht, ist das Trinken gewohnt. Die Fahrerlaubnis bekommt sie auf jeden Fall in den nächsten Jahren so schnell nicht wieder. Da werden von ihr im Vorfeld noch einige Auflagen erfüllt werden müssen…

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  10. Ralf
    Sep 10, 2010

    Die jungen Leute bringen einem Führerschein und somit auch
    anderen Verkehrsteilnehmern viel zu wenig Wertschätzung und
    Verantwortung entgegen.

    Immer wieder passieren schlimme Unfälle, die mit Alkohol- und/oder Drogenmissbrauch einhergehen.

    Dadurch entsteht viel Leid und Elend, Kosten für die Krankenversicherungen und letztendlich entsteht auch ein Schaden für die Volkswirtschaft.

    Mein Vorschlag:

    - Führerschein ab 18 Jahre
    (und nicht ab 17 mit einem erfahrenen Beifahrer)
    - höhere Anforderungen bei der theoretischen Fahrprüfung
    - Anzahl der Pflichtfahrstunden anheben.
    - Anhebung der Prüfungsgebühren
    - Bei Blutalkoholwerten von über 1,5 Promille zusätzlich zu
    den bisher geltenden Strafen:

    Medizinisches Gutachten darüber ob ggf. eine
    Alkoholkrankheit vorliegt. Wenn ja – Führerscheinentzug
    bis zum erfolgreichen Abschluss eines Entzugprogrammes.

    (entsprechende Regelungen bei anderen Drogendelikten im Zusammenhang mit dem Führen von Fahrzeugen oder Kraftfahrzeugen)

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  11. moth
    Sep 12, 2010

    @Ralf

    Für meinen Geschmack ist das etwas zu streng.
    Aber Führerschein ab 18 ist okay.

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  12. milla
    Sep 14, 2010

    @ Ralf: Ich stimme Dir ja größtenteils zu, aber dann könnte man ja auch wieder den “Rohrstock” in der Schule einführen.
    So eine Härte hätte ich ja nicht von dir erwartet. ;-)

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