Sammelcontainer für Altpapier sollen weichen

Titelfotoalt

An den öffentlichen Sammelstellen für Altpapier sieht es teilweise chaotisch aus. Die Umgebung dieser Container ist oft verschmutzt. Unrat und größere Karton werden immer wieder neben die Container abgestellt. Kein gutes Erscheinungsbild in allen städtischen Bereichen, wo die Container stehen. Das hat bereits den Bürgerverein Nonnenbruch auf den Plan gerufen. Noch im Jahr 2009 beschloss der Bürgerverein Nonnenbruch eine Abschaffung der Sammelcontainer für Altpapier, um das Erscheinungsbild zu verbessern. Inzwischen hat sich auch die Stadtverwaltung mit diesem Problem beschäftigt. In einem Pressebericht der WAZ-Heiligenhaus hat Bürgermeister Dr. Jan Heinisch die Standorte der Papiercontainer als „Dreckmagnete“ bezeichnet. Die Stadtverwaltung denkt an den baldigen Einsatz von blauen Tonnen und blauen Containern, die bei den einzelnen Haushalten stationiert werden sollen.  Je nach Wohneinheit gibt es entsprechend unterschiedliche Größen, bis hin zu großen Behältnissen für Mehrfamilienhäuser. Wer eine eigene blaue Tonne hat , der kümmert sich auch um Sauberkeit und Ordnung. Das ist anscheinend der Effekt der erreicht werden soll. Der Bürgermeister hat angekündigt das entsprechende Gespräche mit dem Entsorger geführt werden sollen. Wenn diese Gespräche positiv verlaufen, dann soll eine baldige Umstellung von Altpapiersammlung und Altpapierabfuhr eingeleitet werden.

18 Kommentare

  1. PAN
    Jan 26, 2010

    Über diese unsinnige und (wieder einmal) viel zu kurz gedachte Idee habe ich mich bereits vor über einem Monat ausgelassen:
    http://www.pan2009.de/?p=27

    Kurz zusammengefasst:
    Die “Vermüllung” resulitiert in allererster Linie aus ständig überfüllten Containern und unzureichend dimensionierten Einfüllöffnungen.
    Das bei den “Gesprächen mit den Entsorgern” diese wirkliche Ursache nicht angesprochen wird, zeigt wie einseitig diese Sache angegangen wird. Es soll keine “bestmögliche Lösung” gefunden werden, sondern der Wille einiger (SEHR Weniger) durchgeboxt werden.

    Zudem besitzen schon jetzt viele Häuser eigen blaue Tonnen. Und auch ein Abholrhytmus von 14 Tagen (Gleichbedeutend mit einer Erhöhung der Kosten für die Betroffenen Mieter?) löst nicht das Problem, das größere Kartonagen die kleinen Tonnen völlig überfordern.

    Die (im Artikel nicht erwähnte) Option, Papierabfälle zur Grünannahmestelle am Friedhof zu bringen ist für weniger mobile Menschen – insbesondere jene ohne PKW und/oder ältere Menschen – oder Erwerbstätige aufgrund der Entfernung uns der Öffnungszeiten eine Zumutung.

    Und ob durch die Abschaffung der Container überhaupt das Problem gelöst wird, bleibt eh fraglich. womöglich wird der Müll dann einfach breit gestreut wild entsorgt…

    Insgesammt kann man nur sagen:
    Wer die Container entfehrnt, um das “Müllproblem” zu lösen, der würde wohl auch die Feuerwehr abschaffen, weil es dann ja auch nicht mehr brennt…

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  2. heiligenhauser
    Jan 26, 2010

    Da das Sammeln des Altpapiers für die Kommune zurzeit finanziell nicht mehr attraktiv ist, werden nun neue Wege überlegt. Das diese nicht unbedingt für den Bürger attraktiv sind, muss wohl hingenommen werden. Ich stimme PAN voll zu, dass andere Lösungen für das bestehende Problem besser wären und vorallem bürgerfreundlicher wären.

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  3. aha3001
    Jan 26, 2010

    Die Ursache ist also, dass der Container voll, oder der Karton zu groß ist und er nicht durch die Öffnung passt?

    Deshalb vermüllt man also die Umgebung?
    Sorry, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

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  4. Ralf
    Jan 26, 2010

    Ist ein Container bereits voll, dann stellt man nichts daneben. Man sollte seine Sachen wieder mitnehmen oder einen anderen Container-Standort aufsuchen.

    Man kann Kartons mit den Händen oder mit einem Messer verkleinern so das sie in die Container passen. Auch Frauen oder ältere Menschen, die nicht die Kraft haben Kartons zu zerreißen, können ein Messer benutzen.

    Wären die Öffnungen an den Containern größer, dann würde es noch mehr „Luft“ in den Containern geben. Leere Kartons würden dann unzerlegt eingeworfen und würden Stauraum wegnehmen.

  5. Ming
    Jan 26, 2010

    Der Papiermüll ist nun erst einmal da und will entsorgt werden. Zeitschrift, Papier und andere Druckerzeugnisse passen in die Blauen Tonnen, gut. Aber große Kartons sind ein Problem. Die nimmt der Sterrgut nicht mit. Auch die Papiermüllwagen lassen alles stehn, was nicht in die Blauen Tonnen passt.
    Sperrige Teile müssen in die Container, gefalten und zerkleinert. Da stimme ich mit Ralf überein.
    Wenn aber die Abholtfrquenzen nicht oft genug sind, zeigt sich wie auf den Fotos überfüllte Container und Pappen, die unsauber daneben liegen.
    Das ist zwar nicht schön, ist aber immer noch leichter und kostengünstiger zu reinigen, als die Kartons aus unseren Wäldern zu fischen.
    Daher müssen die Container bleiben, häufiger geleert und die Zeiten der Leerung angezeigt werden. Dann können sich auch die Bürger darauf einstellen und den Papiermüll dann entsorgen, wenn die Container noch leer sind.

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  6. sophist
    Jan 26, 2010

    Die Idee ist nicht neu, sondern war ja bereits ein Wahlkampfschlager unseres Bürgermeisters.

    Nach meiner Beobachtung sind die Papiercontainer mehrheitlich kombiniert mit Glascontainern am selben Standort. Mir hat noch niemand erläutern können, was zu der Annahme veranlasst, dass der an den Containern abgestellte Müll nicht weiterhin an den Glascontainern stehen wird. Denn leider halten sich einige Bürger ja nicht an die von Ralf angeführten hehren Regeln einer ordnungsgemäßen Entsorgung. Oder sollen die Glascontainer im nächsten Schritt auch abgeschafft werden und jeder Haushalt erhält eine weitere Abfalltonne für Glas? In vielen Vorgärten ist ja noch Platz für weitere Gefäße mit bunten Deckeln.

    Im Übrigen hat der Bürgermeister auf Anfrage der SPD-Fraktion im Rat erläutert, dass die Bürger selbst in dieser Angelegenheit befragt werden sollen und dann auch eine differenzierte Lösung möglich wird: Die Papiercontainer bleiben, wo die Bürger des Stadtteils dies wollen, wo nicht kommen sie weg. Insofern sind die angekündigten Gespräche mit dem Entsorger nur ein erster vorbereitender Schritt, um Rahmenbedingungen zu klären. Und selbst wenn diese positiv verlaufen sollten (was Kostenneutralität für die Umsetzung bedeuten würde), wird noch lange nichts umgesetzt, bevor nicht Rat und Bürger dazu beteiligt wurden. Warten wir also in Ruhe die Fakten ab, um dann in sachlicher Überlegung eine (hoffentlich sinnvolle) Entscheidung zu treffen.

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  7. PAN
    Jan 26, 2010

    Fragt sich nur, wie diese “Bürgerbefragung” aussehen wird.

    Im Nonnenbruch hat der “Bürgerverein” die Entfernung der Container “beschlossen”.
    Sprich: etwa ein Dutzend – alles andere als “repräsentative” – Bewohner des Nonnenbuchs.

    Ich glaube kaum, das die Verwaltung nun auf die Idee kommen würde, JEDEN Bürger dazu zu befragen.
    Wir sind ja nicht in der Schweiz…

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  8. pebbles
    Jan 27, 2010

    ich finde papiercontainer gut, da bei uns die blauen tonnen immer voll sind. wenn man die paiercontainer mal regelmäßiger leeren würde dann würde sich das müll problem reduzieren.
    nachdem ich manchmal drei oder vier container anfahren mußte um meinen papiermüll zu entsorgen fahre ich automatisch schon nach velbert zum entsorgen.

    ich bin mal gespannt ob nur CDU mitglieder oder Sympatisanten hierzu befragt werden???

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  9. Rainer Bahlmann
    Jan 27, 2010

    Mal ein beispiel zur Mülltrennung in anderen Bundesländern.
    Am Flughafen München wurde bis vor 4 Jahren noch brav getrennt.
    Jetzt nicht mehr.
    Es war teurer den Müll nachzusortieren, als ihn sofort komplett zu sortieren.
    Also wurden wieder normale Mülleimer aufgestellt.
    Ich sehe das Thema Müll als ABM Maßnahme für Bürger an.
    Es sit aufwendig und teuer den falsch sortierten Müll wieder richtig zu sortiern als es aus einem großen Müllberg zu machen.
    Punkt2.
    Die Papiercontainer habe jedoch auch ihre berechtigung.
    Wohin wenn man mal mehr aht?
    Ausserdem, als es noch geld für papier gab, haben sich die Stadtväter darüber aufgeregt, das man die Papierbank in Velbert angefahren ist.
    Da hat der Bürger und bekommt es immer noch Geld für sein Papier bekommen.
    Angeblich ware das nicht gut, so die stadtväter, weil ja mit dem Geld, welches die Stadt aus dem erlös für Altpapier bekommt, die Müllabfuhrkosten, besser regeln könne.

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  10. gino
    Jan 27, 2010

    Ich war vor kurzem mit meiner vollen Papierbox da und…
    …musste diese wieder voll zurückschleppen!!!
    Die beiden Papiercontainer sind mal wieder mehr als voll.

    Herr Bürgermeister, wie soll ich alter Mann ohne Auto mit der vollen Papierbox zur einer anderen “zentralen” Sammelstelle kommen?

    Vor meinem Haus habe ich bereits 3 Tonnen stehen: grau, braun u. gelb – mehr Platz ist nicht da!

    Die geniale Lösung ist nicht die Abschaffung der Container… vielleicht sollten man nur den Abholzyklus verändern und häufiger abholen lassen.

    Ich bin sehr dankbar über die großen Container, die das Papier aufnehmen und möchte diese nicht missen.

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  11. amarillyon
    Jan 27, 2010

    Zu “Punkt1″ von Bahlmann:
    Ein weiteres Negativbeispiel ist auch die Bahn (noch nicht) AG.
    Dort wurden vor einiger Zeit auf diversen Bahnhöfen neue Müllbehälter aufgestellt, in denen nach Papier/Glas/Verpackung/Restmüll/etc. getrennt wird.
    Jeder einzelne dieser Müllbehälter kostete an die 1000,- €.
    Doch dann wurde bekannt, das der Müll am Ende doch komplett in EINEN großen Container landete.
    Das Problem war: Die Kunden würden die Mülltrennung nicht mitspielen – daher hätte der Müll noch einmal sortiert werden müssen. Was natürlich überzogen teuer (Menpower) wäre.

    Wie Volker Pispers das so schon benannte: “Getrennt sammeln, gemeinsam entsorgen…”

    Aber das hat mit der Geschichte um die Papiercontainer, um die es hier geht, eigentlich Nix zu tun.
    Denn eine “Müllverunreinigung” durch klassenfremden Abfall in den Containern scheint ja nicht das Problem…

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  12. Moth
    Jan 27, 2010

    In meinem Stadtteil ist es immer ordentlich. Da sorgen wir schon selber für. Das Foto ist ein trauriger Anblick.

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  13. Ralf
    Jan 27, 2010

    Und dann wundern sich die Erwachsenen wenn die Jugend mitunter alles vermüllt.Es fehlt eben an guten Vorbildern. Das wäre doch mal ein pädagogischer Ansatz. Das was Kinder & Jugendliche von ihren Eltern nicht lernen, kann man ihnen im Prinzip später nicht zum Vorwurf machen.

    Vielleicht empfiehtl ich hier der Einsatz von sigenannten !-Euro Kraäften, die den Menschen ghelfen ihr Papier und insbesondere die Kartons ordentlich zu entsorgen. Das müsste man mal überprüfen. Und auch der Vorbildcharakter würde
    gegeben sein.

  14. Ralf
    Jan 27, 2010

    Zu # 13:

    Ich meinte Kräfte auf 400 Euro-Basis

  15. Exil-Heiligenhauser
    Jan 27, 2010

    In vielen Stadtteilen von Duisburg gibt es weder zentrale Mülltonnen noch eine für jeden Haushalt. Der Papiermüll wird einfach vor die Tür gestellt und dann abgeholt. Sieht bei viel WInd natürlich nicht so toll aus. Mittlerweile ist es mir aber egal, wir fahren grundsätzlich zu den Wirtschaftsbetrieben und geben dort alles ab. Problem erkannt, Problem gelöst.

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  16. amarillyon
    Jan 27, 2010

    @ Exil-Heiligenhauser:
    Ohne eigenen PKW ist das mit dem “Problem gelöst” so eine Sache…
    Fragen sie sich doch mal selbst, ob sie ZU FUSS ebenso selbstverständlich iohren Papiermüll zu den Wirtschaftsbetrieben tragen würden…

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  17. Rainer Bahlmann
    Jan 28, 2010

    @ amarilloyon
    Schon mal was von öffentlichen Verkehrsmitteln gehört. Die halte sogar da.

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  18. amarillyon
    Jan 28, 2010

    Nein, öffentliche Verkehrsmittel waren MIR bis dato völlig fremd :D

    Leider ist “halten die da” etwas sehr wage ausgedrückt.
    Tatsächlich ist die naheste Bushaltestelle “Werkerwald”, und von da sind es – an der Feuerwehr vorbei und die Friedhofsallee entlang – noch min. eine Zigarettenlänge bis zur Annahmestelle.
    Und so manches Ömmchen mit Rollator kommt wohl auf der Strecke auf gut eine halbe Packung.

    Oder sagen wir es einmal so: Wenn die CDU-Jugend schon regelmäßig Fahrten zu den Friedhöfen anbieten MUSS, weil die Verbindungen des ÖPNV vor allem Senioren so unzureichend sind – ob dann die Strecke auch noch mit kiloweise Zeitschriften oder riesigen Waschmaschinenkartons unter dem Arm plötzlich zumutbar wird?

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