Rundfunksprecher “Niederberg – Echo”
6. Januar 2007 - Von Karl- Heinz Mietz in Bürgerportraits | Druckversion | Versandversion

Siegfried Schmitz (78), vielen Heiligenhausern
als Stimme vom Krankenhausfunk „Niederberg – Echo“ im Klinikum Velbert bekannt. Geboren in Ratingen. Kindheit und Schulausbildung in Homberg, dann wurde er Heiligenhauser. Lehre zum technischen Zeichner. Spätere Schulung zum Metallschleifer und nach einer umfangreichen Refa – Ausbildung tätig als .Arbeitsvorbereiter. Eine Leistenbruchoperation mit Aufenthalt im Klinikum brachte ersten Kontakt zum Krankenhausfunk. Seit 21 Jahren sitzt er nun selber vor dem Mikro und gestaltet ehrenamtlich unterhaltsame Sendungen und Konzerte für die Patienten.

25. Juli 1985. Eine Gruppe junger Leute betreibt seit der Gründung am 31.Oktober 1981 recht locker Niederberg Echo, auf dem Hauskanal 3. Siegfried Schmitz erhält den Studio – Ausweis Nr. 10. Durch einen Studiobesuch eines Richters wurden Rechtliche Probleme entdeckt. Folge: Vereinsgründung am 11. Dezember 1999 nach Vorarbeit vom damaligen Stadtdirektor Hans-Günther Steinhauer.


Dreimal in der Woche ist nun Studiozeit für den rüstigen Rentner, um die CD`s zu wechseln, die „Musik am laufenden Band“ täglich von 7 -22 Uhr garantiert. Sonntags werden in unregelmässigen Abständen das „Sonntagsgespräch“ gesendet oder die beliebten „Sonntagskonzerte“ aus der Eingangs-halle übertragen. Weiteres Highlight: „Wunschkonzert“ von 10.30 -13 Uhr, wobei jeder Patient kostenfrei unter 3009 im Studio anrufen kann.
Unter der Telefonnummer 02051- 982-3009 oder Fax 982-1062 kann man auch sonntags in der Zeit von 9-13 Uhr von ausserhalb Wiener Walzer, Heinolieder, Musicals oder Opernarien sowie Genesungswünsche an Patienten bestellen.


Aus dem „Studiogästebuch“: Die singen Bürgermeister vom Kreis Mettmann. Kölner Kardinal Joachim Meissner, Siegfried Schmitz mit Studiotechniker Hans- Joachim Gundlack. Schauspieler Christian Kohlund, NRZ Chef-redakteur Jens Feddersen und Landesvater Johannes Rau.







Zahlreiche Gruppen zu Gastkonzerten, u.a.
„Bandonionfreunde Essen.“
„ Die Bergischen Salonlöwen“
„Bremer Chanty Chor“
Fein säuberlich sortiert: Schallplatten + CD`s.


Zweite Aufgabe von Siegfried Schmitz, meist gemeinsam mit seiner Frau Ingeborg , ist die „Heimatkundliche Sammlung Museum Abtsküche“, wo beide ebenfalls ehrenamtlich tätig sind. Frau Ingeborg fertigt in Handarbeit die bekannten „Museumsmäuse“, die käuflich zu erwerben sind, wobei der Erlös dem Museum zugute kommt. Er ist meist ein fleissiger Helfer von Museums Kustos Reinhard Schneider bei der Beschaffung von Ausstellungstücken, den Zusammenstellungen und anderen Vorbereitungen von Sonderausstellungen.


1 Kommentare
Neuen Kommentar schreiben1. Elmar Zielke schrieb am 03. April 2008 um 01:06
Hallo,
ich finde es bei allem Respekt wirklich beschämend was ich hier lesen muss. Ich war bis 1999 ebenfalls Mitarbeiter des Niederberg-Echos und bin frustriert ausgetreten nachdem. Jede Begeisterung und Eigenkreativität wurde einfach ignoriert. Dieser Sender hatte in all den Jahren immer wieder jungen kreativen Nachwuchs und alle haben frustriert das Handtuch geworfen. Eigene Sendekonzepte und zielgerechte Vorschläge wurden stets abgeleht durch den selbsternannten und sich in diesem Artikel selbstbeweihräuchernden Siegfried Schmitz der seit Jahrzehnten die gleiche Schiene fährt: veraltete billig-Schlager-CD Compilations im Repeat und quasi keinen Wortbeiträgen. Der letzte Musikwunsch auf der hausinternen Telefonnummer 3003 dürfte sicher Jahre zurückliegen. Wirklich schade, wenn man bedenkt, dass ein hausinternes Radio durchaus zur Genesung der Patienten beitragen könnte. Nur tut er dies nicht da die Zuhörerzahlen ca. bei 0 liegen. Wann auch immer man in einen der Aufentaltsräume geht und das Radio an ist: Es läuft Kanal 1,2 aber 3 ist mir zumindest noch nicht untergekommen. Da der ehrenamtlich geführte Sender logischerweise nicht 24h live senden kann ist man auf Playlisten angewiesen. Bereits 1998 wollten Mitarbeiter zu denen auch ich gehörte CDs digitalisieren und als MP3 Archiv aufbauen was individuell auch automatisierte Playlisten ermöglicht hätte. Dies wurde durch Siegfried Schmitz abgeleht da er sich derzeit schon geweigert hat, mit neuen Medien umzugehen. Auch eine Platten-CD Archivierung per PC wurde nie realisiert. Der archivierte Teil ist jetzt noch in Aktenordnern katalogisiert mit der Schreibmaschiene vor 20 Jahren geschrieben. Englischsprachige Musik wurde stets unterdrückt selbst die Beatles oder andere klassische Interpreten wurden höchstens toleriert waren aber durch Siegfied Schmitz nicht erwüscht. Ich bin vor fast 10 Jahren aus dem Niederbergecho ausgetreten und es trifft mich immer noch tief das dieses Potential einfach nicht wirklich genutzt wird. Das einzige, was erfreulich ist sind die Sontagskonzerte, die wenigstens ein paar Live-Zuschauer beglücken. Wenn man sich auch den Aufwand, das Konzert auf Kanal 3 in die Krankenzimmer zu übertragen sparan könnte. Es weiss ja doch niemand, dass es Kanal 3 überhaupt gibt da der Organisator es auch nicht mehr für nötig hält, darauf aufmerksam zu machen. Selbst der Schaukasten ist seit der Renovierung verschwunden. Wirklich schade !