Rotes Kreuz hilft Aktion Tschernobyl

Das drohende Aus der „Aktion Tschernobyl“ ist abgewendet – dank der Unterstützung des Roten Kreuzes. Der DRK-Ortsverein Heiligenhaus übernimmt die Kontoführung der humanitären Hilfstruppe für ukrainische Kinder. Spenden gehen daher künftig auf ein Unterkonto des Roten Kreuzes.

Bisher waren die Finanzdinge der „Aktion Tschernobyl“ von der Kirchengemeinde St. Ludgerus/St.Suitbertus verwaltet worden, unter deren Schirmherrschaft sie seit ihrer Gründung stand. Die Kirche sah sich jetzt nicht mehr in der Lage, diese Unterstützung zu leisten. Die Tschernobyl-Aktiven ihrerseits wollten diese Aufgabe nicht auch noch zusätzlich zu der ganzen anderen zeit- und kraftraubenden Organisationsarbeit übernehmen. So drohte das Ende der Hilfsaktion in der bisherigen Form. Zur Verwunderung und zum Bedauern vieler Besucher gab es denn auch beim Stadtfest in diesem Jahr den beliebten großen Tschernobyl-Stand vor der Suitbertus-Kirche schon nicht mehr, der mit seinen Einnahmen wesentlich zur Finanzierung der Kinderbesuche aus der Ukraine beitrug – und wo sogar Bürgermeister für den guten Zweck Bier zapften. Als Ulf Kruse, der 1. Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Heiligenhaus, vom bevorstehenden Aus der „Aktion Tschernobyl“ erfuhr, reagierte er sofort. So wird es nicht das letzte Mal sein, wenn am 26. Juni eine Gruppe von 20 Mädchen und Jungen aus Kiew zum schon traditionellen Erholungsaufenthalt in Heiligenhaus eintrifft, dem inzwischen 18. Besuch aus der Ukraine seit 1992.

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