Herzlich Willkommen, Gast!
Möchtest Du dich anmelden?




Platz für die A44 entsteht


19. November 2009 - Von Ralf in Verkehr | Druckversion | Versandversion

Abriss an der Ratinger Straße

Foto2

An der Ratinger Straße finden derzeit umfangreiche Abbrucharbeiten an diversen Gebäuden statt. In diesem Bereich soll zukünftig die Trasse der geplanten Autobahn A44 entstehen und auch ein dafür vorgesehenes Anschlussstück. Die Häuser sind teilweise schon längere Zeit nicht mehr bewohnt gewesen und gehörten zum einstigen Neuenhof. Bereits vor einigen Wochen erläuterte der Technische Beigeordnete, Harald Flügge, dass die Stadtverwaltung eine Abrissgenehmigung erteilt hätte. Wann allerdings der Baubeginn für die A44 erfolgt, ist indes immer noch offen.

Oberes Bild Ralf Jeratsch und die untere Bildergallery von Marcel Quoos.

94 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

1. Postal schrieb am 19. November 2009 um 13:10

Hallo zusammen,

die Bilder in der unteren Bildergallery sind am 2ten Tag gemacht worden. Leider war das Wetter sehr bescheiden. Daher sind die Bilder, wie gewohnt wieder sehr Spielerisch ausgefallen ;)

2. Dede schrieb am 19. November 2009 um 14:27

Ich habe schon vor Jahren in einem Stadtprospekt (etwa DIN A4 groß) den geplanten Verlauf der A44 gesehen. Man könnte diese Karte vielleicht auch hier unterbringen.
Nur kreuzte die Autobahn dort die Ratinger Straße in Höhe der Gaststädte “Zum grünen Jäger”. Die Abrißstelle hier liegt aber ein gutes Stück weiter südlich.
Bedeutet das jetzt, daß der grüne Jäger doch nicht abgerissen wird ?

3. sophist schrieb am 19. November 2009 um 14:41

Jedenfalls wird die Gaststätte nicht wegen des Autobahnbaus abzubrechen sein.

Die Stadt Heiligenhaus hat das Gebäude gekauft. Die Anbauten sind ähnlich marode einzuschätzen wie die Hauptstraße 142. Das Vordergebäude wird man erhalten können. Doch mit welcher Nutzung direkt neben der Autobahn?

Geträumt wird von einem attraktiven Einstieg an dieser Stelle in das noch zu planende und zu entwickelnde Gewerbegebiet “Innovationspark Grüner Jäger”.

Vielleicht findet sich aber auch irgendwann ein großes goldenes “M” auf dem Dach des Fachwerkhauses wieder?

4. Ralf schrieb am 19. November 2009 um 21:33

Wenn man diesen Stadtteil einmal unter die Lupe nimmt, dann kommt einem auch der Ausbau vom Flugplatz Meiersberg in den Sinn – hin zu einem Shuttle-Service für Geschäftsreisende oder für MDBs aus der Region;-)

Direktflüge:

Meiersberg – Berlin – Meiersberg

Natürlich mit dem Flieger der den Namen
“Stadt Heiligenhaus” trägt. Die Piloten könnten Flugstunden sammeln…. ;-)

5. VRR for ever schrieb am 19. November 2009 um 22:38

Nette Idee, man könnte auch über eine U-Bahn nachdenken, Fluhafen – Autobahnausfahrt -Rathaus :-)

6. sophist schrieb am 20. November 2009 um 09:38

Wieso Ausbau? Es soll ja auch Flieger geben, die direkt auf der Autobahn landen. Ein asphaltierter Mittelstreifen müsste doch genügen …..

Im Sinne kürzester Wege wäre aber sicher ein Hubschrauberlandeplatz auf dem Rathausdach zu bevorzugen!

7. amarillyon schrieb am 20. November 2009 um 11:56

Wenn wir schon dabei sind, sollten wir dringenst unsere Schiffahrtswege ausbauen! Eine direkte verbindung in die Ruhr ist ja 2010 eh obsolet. Aber ohne eine Direktanbindung an den Duisburger Hafen wird unsere Wirtschaft nicht mehr konkurenzfähig sein!

Ich fürchte, all diese Pläne der “Infrastrukturausweitung” werden nicht ausreiochen, wenn im nächsten Jah erst GANZ Europa in die “Kulturhauptstadt” Heiligenhaus kommen.

Aber ach, Heiligenhaus wird bei den Verantwortlichen der ruhr2010 gar nicht mehr erwähnt? Kein “local Hero”?
Und “heimische Wirtschaft” gibt’s bald auch nicht mehr?

Na dann…

8. amarillyon schrieb am 20. November 2009 um 12:03

@ Jenen, der schon weiß, wer gemeint ist:
Eins will ich noch hervorheben: Der Abriss der Häuser zählt NICHT als erster Spatenstich zum Bau der A44.
Unsere Wette bleibt davon unberührt und die 10,-€ stehen mir immernoch zu!

9. Ralf schrieb am 20. November 2009 um 14:01

@ An alle Leser

Hier ,meldet sich mal der Oberlümmel zu Petrus, VRR for ever und Obi-Wan Kenobi

Ich habe gerade mal in den Tiefen des Servers geforscht. Neben wirklich seriösen, honorigen und bekannten Persönlichkeiten der Stadt, die den Blog nutzen gibt es hier auch so etwas wie Tarnung und Täuschung:

Petrus, VRR for ever und Obi-Wan Kenobi sind ein und dieselbe Person.
Immerhin wird die gleiche Mailadresse benutzt.

Also: Nix drum geben und ignorieren.

10. amarillyon schrieb am 20. November 2009 um 17:36

ich hab ein deja vu…

11. AB schrieb am 23. November 2009 um 11:12

Hallo zusammen,

ich finde es jedesmal sehr belächelnd wie hier über den Bau der A44 diskutiert wird.

Hier kommen die komischsten Argumente gegen den Bau der A44 zusammen.

Eines möchte ich aber auch dazu sagen, als beführworter der Autobahn.

Hier benutzt bestimmt jeder Autobahngegner eine Autobahn oder?
Jeder möchte gern schnell woanders hin kommen…
Jeder der hier gegen die Autobahn ist sollte nur noch durch die Stadt bzw über die Landstraße fahren.
Ihr werdet schnell wieder auf die Autobahn wollen.

Davon ab…Lieber die Autobahn und ein schönes Stück Natur entfernen und dafür mehr Sicherheit auf den Straßen (weniger LKW´s und PKW´s in der Stadt).

“Jedes Fahrzeug weniger in unserer Stadt, ist mehr”!

Und die Verkehrsberuhigung tut der Stadt bwz. den Unternehmen und Geschäften auch ganz gut.
Dies sind in meinen Augen die wichtigen Punkte für den Bau, alle weiteren möchte ich nicht auch noch dalegen.

12. sophist schrieb am 23. November 2009 um 14:28

@ Anrufbeantworter (AB)

Die vorgetragene Argumentation ist mir zu oberflächlich. Ich selbst habe im Stadtrat für die A 44 gestimmt.

Dennoch kann es auch für Befürworter der/einer Autobahn diskussionswürdig sein, eine neue Autobahn in einer umwelt- und naturschonenden Trassierung zu bauen, statt allein die Interessen der Kalkwerke an den Kalkvorkommen im Heiigenhauser Süden zum Maßstab der Trassierung zu machen und die Trasse in dieser Konsequenz mit geringst möglichem Abstand an den Ortsrand zu legen.

Gerade als Befürworter der Autobahn sollte man sich dann verpflichtet sehen, für den bestmöglichen Lärmschutz der am Ortsrand wohnenden Bürger einzutreten, statt geplante Überschreitungen der gesetzlichen Lärmgrenzwerte schon von vorn herein zu akzeptieren.

Bei den Autobahnbefürwortern, die nicht bereit sind, sich auf eine derartige differenzierende Argumentation einzulassen, frage ich mich immer, ob das nur Rücksichtslosigkeit ist, die man sich zu leisten können glaubt, weil man selbst nicht von den Beeinträchtigungen betroffen ist.

Im Übrigen scheint man in manchen Kreisen nicht zu erkennen, dass die Autobahn eine höhere Akzeptanz in der Gesamtbevölkerung incl. der Betroffenen erhalten würde, wenn man sich z.B. an Lärmschutzregeln halten würde, die vor 30 Jahren schon in der ersten A 44-Planung Maßstab waren, die man sich aber heute nicht mehr leisten zu können glaubt.

Davon abgesehen ist eine Heerschar von Gutachtern völlig unterschiedlicher Meinung, wie groß die Verkehrsentlastung der Heiligenhauser Innenstadt durch die A 44 wohl einmal sein wird. Sicher ist dagegen, dass eine große Menge zusätzlicher Verkehre (Entlastung der A 42) mit entsprechenden Emissionen unser Stadtgebiet belasten wird, ohne dass hier irgendjemand einen Vorteil davon hat.

Und die Sorgen mancher Geschäftsleute gehen eher dahin, dass Autofahrer, die künftig an der Heiligenhauser Innenstadt vorbei fahren werden, gleichzeitig auch verlorene Kunden des dortigen Einzelhandels sein könnten.

Jede Medaille hat eben zwei Seiten!

13. Dede schrieb am 23. November 2009 um 14:28

Auch wenn ich mich damit bei vielen unbeliebt mache; ich bin absolut für den Lückenschluß der A44.
Was soll´s – Bin halt Kraftfahrer und stamme aus einer Kraftfahrerfamilie.

14. Elchfanbahlmann schrieb am 23. November 2009 um 18:10

Es ist wie immer im Leben, jede Medallie hat zwei Seiten.
Und auf die erste meinung folgt die Zweite.
Die A 44 ist für viele ein Entlastung und die Emission sind bei geringen Geschwindigkeiten weitaus höher als bei einer höheren.
Wenn man nur allein bedenkt was jeden Morgen auf der pinner Strasse los ist in Höhe möbel Rehmann, der weiss wovon ich spreche. Wenn da ein Wohngebiet wäre, gäbe es diese Diskussion garantiert in einer anderen Form. Die emissionswert dort liegen garantiert höher. Allein schon Morgens ab 7.00 Uhr stinklt es da schon zum Himmel.
einfach mal drüber nachdenken.

15. Fabian Ratschke schrieb am 24. November 2009 um 16:14

@sophist
Wenn einer eine Diskussion hier oberflächlich führt, sind Sie das wohl. Ich habe mir ein paar Stunden Zeit genommen und die auf der Homepage des Bundesverwaltungsgerichtes veröffentlichten Entscheidungen zu den Klagen gegen die A 44 durchgelesen. Für mich wird hier mehrmals eindeutig zum Ausdruck gebracht, das alle angewandten Berechnungsverfahren bezüglich Lärm- und Schadstoffemissionen anerkannt sind und somit den Regeln der Technik entsprechen. Mehrmals nimmt das Gericht Bezug darauf, das die hiermit prognostizierten Emissionen deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten bleiben. Einzig im Bereich der L 156 können diese Grenzwerte im Einzelfall überschritten werden. Die Kammer erläutert sogar explizit, das der geplante Lärmschutz sogar über den gesetzlichen Vorgaben liegt.
Ich frage mich allen Ernstes was dieses ständige polemische Rumnörgeln überhaupt soll. Wenn sich die Lärmschutzgrenzwerte in den letzten 30 Jahren tatsächlich negativ verändert haben, was ich jedoch tatsächlich unter Beachtung anderer technischer Weiterentwicklungen nicht glaube, so können wir uns heute bei all denjenigen bedanken, die jahrelang dieses Projekt aus purem Eigeninteresse zu verhindern gewusst haben. Ich bin jedenfalls froh, das die Autobahn kommt und zwar schnell.

16. sophist schrieb am 25. November 2009 um 00:54

@ Fabian Ratschke

Also, wenn hier jemand polemisiert, dann wohl Sie! Obendrein outen Sie sich als zugehörig zu der Gruppe von Rücksichtslosen, denen der schnelle Bau der A 44 wichtiger ist, als alle anderen Interessen.

Ich stelle nur ein paar Fakten ganz sachlich fest:
1. Zitat:”Einzig im Bereich der L 156 können diese Grenzwerte im Einzelfall überschritten werden.” Nach den Planfeststellungsunterlagen waren es 157 Gebäude, für die die gesetzlichen Lärmgrenzwerte nach den anerkannten Berechnungsverfahren überschritten sind. Wieviel Wohneinheiten sind pro Gebäude im betroffenen Bereich anzuhalten, wieviel betroffene Menschen?

Richtig: Diese können sich, die Lärmeinwirkungen herabmindernd in ihre Häuser und Wohnungen – bei geschlossenen Fenstern und Türen – zurückziehen. Denn das ist die Basis der geltenden Gesetze, die die Bürger dieses Landes überall dort, wo aktiver Lärmschutz nicht ausreicht, auf den passiven Lärmschutz verweist. Wie hoch ist die Minderung der Lebensqualität, wenn Balkone, Terrassen und Gärten nicht mehr ohne gesundheitsschädliche Lärmeinwirkung genutz werden können? Die Frage bleibt unbeantwortet.

2. In der 30 Jahre alten Planfeststellung war diesem Problem besser Rechnung getragen, indem in dem genannten Bereich die Lärmwerte durch eine Halbabdeckelung schon im aktiven Lärmschutz deutlicher gesenkt wurden als mit der heutigen Planung. Abdecklung? Aus Kostengründen gestrichen. (Durch den damaligen Bundesverkehrsminister Wissmann.)

Im Übrigen würde sogar ein schlichter sogenannter “Flüsterasphalt” weiter helfen, mit dem der Lärm für den überwiegenden Teil der betroffenen Häuser unter den Grenzwert gedrückt werden könnte. Ebenfalls als zu teuer abgelehnt.

Wie hoch wären die Mehrkosten für Flüsterasphalt?
Wie hoch wären die Mehrkosten für eine Abdeckelung?
Jedenfalls im einstelligen Prozentbereich der Kosten für Maßnahmen, wie man sie anderen Orts besichtigen kann: Zum Beispiel auf der A 4 bei Jena, wo kilometerlange Tunnel künstlich mit überirdischen Gewölben geschaffen werden. Und zwar allein aus Lärmschutzgründen.

Darf man da nach Gleichbehandlung fragen?
Darf man fragen, ob Gesetze richtig sein können, die Bürgern heute weniger Lärmschutz bieten als vor 30 Jahren?
Als Ratsmitglied bin ich gefordert, für einen Interessenausgleich zu sorgen. Daher setze ich mich sowohl für den Bau der A 44 im Interesse der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt ein, als auch für einen angemessenen Lärmschutz der durch diese Autobahn betroffenen Bürger.
Wem zu Letzterem nicht mehr einfällt, als dies mit “Rumnörgeln” zu bezeichnen, soll dies gern weiter tun. Es herrscht ja schließlich Meinungsfreiheit!

17. Dede schrieb am 25. November 2009 um 01:34

@ sophist:

Ich muß den Hut ziehen vor Ihrer differenzierten Sichtweise. Selbstverständlich würde ich es begrüßen, wenn es denn letztendlich zu einem wirklichen Interessenausgleich bei dieser Baumaßnahme käme. Die täglichen Staus an der Anschlußstelle Velbert-West und die geplante nahe Trassenführung im Heiligenhauser Süden sind zwei gegensätzliche Pole von denen ich in beiden Fällen betroffen bin. Hier ein Ergebnis zu finden, welches beidem Rechnung trägt kann man sich nur wünschen. Ich drücke Ihnen hier für Ihre zukünftige Ratsarbeit beide Daumen.
In diesem Sinne…

18. Fabian Ratschke schrieb am 25. November 2009 um 13:16

@sophist
Rücksichtslos bin ich keunesfalls und polemisch schon gar nicht. Ich orientiere mich nur an Fakten. Fakt ist, das Heiligenhaus die Autobahn schon längst haben müsste, damit unsere heimische Wirtschaft konkurenzfähig sein kann. Was mit nicht konkurenzfähigen Firmen in Heiligenhaus passiert ist ihnen als Ratsmitglied denke ich ausreichend bekannt. Das BVG spricht in seinen Entscheidungen im Übrigen nicht von 157 Gebäuden im Bereich der L 156, sondern nur von im Einzelfall möglicherweise überschrittenen Grenzwerten, die jedoch bei durchschnittlicher Betrachtung eines definierten Zeitraumes wiederum innerhalb des höchstzulässigen Grenzwertes liegen. Das entlang der L 156 keine 157 Gebäude stehen und schon gar nicht im Nahbereich der Autobhnzu- und abfahrten, denke ich ist ihnen bekannt. Diese höchstrichterliche Fesstellung der Kammer des BVG, die sich auf gängige Gesetze, Regeln der Technik und sonstige anerkannte gutachterliche Methoden stützt, müssen auch Sie als Ratsmitglied und somit als Vertreter der Heiligenhauser Bürger zur Kenntnis nehmen und als abschließend beurteilt anerkennen. Polemisch wird es nämlich dann, wenn man dies nicht macht weil man sich einfach nicht mit den Tatsachen abfinden will. Nur dieses immer wieder und wieder sich wiederholende Rumnörgeln und Nachtrauern an vergangene Zeiten bringt Heiligenhaus und auch Sie im Stadtrat sicherlich nicht weiter. Wenn der Lärmschutz früher vielleicht besser war, dann müssen wir das hinnehmen. Ändern können wir es nicht. Zu verdanken haben wir es und da bleibe ich bei, den Egoisten von damals, die den Bau der A 44 zu damaliger Zeit verhindert haben.

19. sophist schrieb am 25. November 2009 um 16:15

@ Fabian Ratschke

(Es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, wenn eine Konjunktiv-Aussage als Fakt bezeichnet wird. Normalerweise ein Widerspruch in sich!)

Dann ist aus Ihrer Sicht wohl auch unser Bürgermeister, Herr Dr. Heinisch, polemisch, denn der will sich ja auch nicht mit den von Ihnen benannten Tatsachen abfinden. Vielmehr hat er im Stadtrat versprochen, unabhängig vom Gerichtsurteil und außerhalb des Planfeststellungsverfahrens mit dem Landesbetrieb über Verbesserungen beim Lärmschutz zu verhandeln.

Selbstverständlich akzeptiere ich das Ergebnis einer höchstrichterlichen Rechtsprechung als Tatsache. Aber daneben muss doch in einer Demokratie zweierlei möglich sein:
1. Neben oder im Rahmen dieser Rechtsprechung verbleibende Spielräume zu Verbesserungen in der Sache zu nutzen. (Z.B. durch Verhandlungen, wie vom BM angekündigt.)
2. Die Gesetze, auf deren Grundlage die Richter Recht gesprochen haben, hinsichtlich der Angemessenheit ihrer Regelungen zu hinterfragen. (Schon viele Gesetze haben der Überprüfung durch das Verfassungsgericht nicht Stand gehalten.)

Gerade die sog. “allgemein anerkannten Regeln der Technik” sind ja nicht gottgegeben, sondern immer ein politischer Kompromiß zwischen dem technisch Machbaren und dem Finanzierbaren. Gerade beim Thema Lärmschutz läßt sich dies gut ablesen: Zu Zeiten, wo die öffentlichen Kassen noch besser gefüllt waren, war ein besserer Lärmschutz mit Abdeckelungen technischer Standard. Heute, wo die öffentliche Verschuldung extreme Ausmaße angenommen hat, wird dieser technische Standard abgesenkt, obwohl zwischenzeitlich die Erkenntnisse über Gesundheitsgefahren durch Lärm gewachsen sind. Wo die Kompromißlinie des gesetzten Standards verläuft, ist folglich immer Ergebnis eines gesellschaftspolitischen Aushandlungsprozesses. Wer den aktuell gesetzten Standard nicht für richtig hält, darf und muss sich daher mit Kritik zu Wort melden. Das hat wenig mit “Nachtrauern an vergangen Zeiten” aber viel mit Verbesserungen für die Zukunft zu tun.

Zu den bestrittenen Fakten: Die Autobahn soll im Bereich des Stadtteils Nonnenbruch im Abstand von lediglich 80 bis 100 m vom Ortsrand geführt werden. Allein in diesem Stadtteil liegt die genannte Anzahl von Gebäuden, die von erhöhten Lärmwerten betroffen sind. (Nicht nur in der ersten Reihe zur Autobahn hin, sondern auch in der 2. und 3. Reihe.- Siehe Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren.) Im Bereich der Anschlussstelle Ratinger Straße wird die Abfahrt bis auf 40 m an die Häuser “Am Werkerhäuschen” heran geführt.

Zuletzt: Leider sind in den letzten Monaten einige Heiligenhauser Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Teilweise völlig unverschuldet aufgrund der Rahmenbedingungen in der weltweiten Wirtschaftskrise. Allerdings ist mir kein Fall bekannt, in dem die mangelhafte Verkehrsanbindung eine entscheidende Ursache gewesen wäre. Für die Frage der Konkurrenzfähigkeit einer Firma sind ganz andere Faktoren weitaus entscheidender als die Frage, ob der nächste Autobahnanschluss in 2 oder in 10 km erreicht werden kann. Eine größere Bedeutung gewinnt dieser Faktor dann allerdings bei der Frage von Neuansiedlungen von Unternehmen und der Vermarktung von Gewerbeflächen. Hier hat Heiligenhaus noch Nachholbedarf!

20. Rainer Bahlmann schrieb am 25. November 2009 um 23:14

Ich möchte hier mal etwas anbringen!
Der sogenannte Ostfriesenspieß die A 31.
Lange zeit war zwischen Bad bentheim und Haren eine Lücke.
Erst auf Initiative von privaten Firmen. ( u.a. die Meierwerft) wurde der Lückenschluß in Angriff genommen.
Seit dem dieser Lückenschluß fertig ist ist auch eine belebung der Wirtschaft in dieser Region zu spüren. Firmen wie Wavin Meierwerft, Nordlandpaier expandieren auf einmal, weil Sie die Transportweg verkürzen können.
Kleinere und mittlere Betrieb haben sich im Bereich der Autobahn angesiedelt und konnte so sich bessere Wettbewerbsvorteile sichern, oder sogar neue Abteilungen hinzunehmen. Sogar der Tourismus wurde noch verstärkt.
Hier zeigt sich wieder mal ganz klar. 30 Jahre Planung für eine Strasse.
Es gibt ein schönes Beispiel.
Zwei Automblhersteller wollen eine neue Produktionsstätte bauen.
Eine im europäischen Ausland und eine in Deutschland.
Nach eim dreiviertel Jahr treffen sich die beiden Chefs im Hotel und stellen sich gegenseitig die Frage wie weit sie sind. Antwortet der im Europäischen Ausland 4 Wochen noch und das erste Auto läuft vom Band, sgat der in Deutschland bauende: 4 Monate noch und wir haben eine vorläufige Baugenehmigung.

Denkt mal drüber nach.

Das größte Problem ist, wir zerreden alles bis in das kleinste Detail.
Wenn Firmen wie Microsoft, Krupp oder aber auch kleinere Unternehmen so gehandelt hätten, würden wir heute noch mit dem Laufrad unterwegs sein und vom Fliegen träumen.

21. Ming schrieb am 26. November 2009 um 10:19

Nun, kein Zweifel, dass die Unternehmen immer schnellere Verbindungen zu Autobahnen fordern, denn nahezu die gesamte Lagerhaltung wurde dahin verlegt. Aber mal im Ernst, ist Heiligenhaus so schlecht an das Autobahnnetz angeschlossen?

In Hetterscheid gibt es den Anschluss zu A 46 und über die A 44 und Ruhrschnellweg zur A 40. Am Breidscheider Kreuz Zur A53, A 3 sowie nach Krefeld, in Ratingen zur A 3 und A 44. Alle Anschlüsse sind in 10 Minuten erreichbar.

Die Autobahngegner plädierten schon immer für eine kleinere Lösung, die einer gut ausgebauten Landstraße, um Heiligenhaus zu umgehen, wenn nötig, auch Kreuzungsfrei. Außerdem kann man die Stadt auch über Flandersbach umgehen. Das ist aber politisch nicht gewollt.

Im Übrigen habe ich erst vor kurzem einen produzierenden Betrieb im Sauerland besucht, der expandiert, obwohl der nächste Autobahnanschluss über 45 Minuten entfernt liegt. Die Frage nach einer Standortqualität hängt von vielen Faktoren mehr ab, als von Autobahnanbindungen.

Was die Autobahndichte anbelangt, gibt es kein Land, das sich mit Deutschland vergleichen ließe.

Wie dem auch sei, ich sehe in diesem Threat keinen Kommentator, der sich gegen die A 44 ausgesprochen hätte. Nur dass bei der Planung offensichtlich private Interessen dem Gemeinwohl vorgezogen wurden. (S. Kalkwerke in Wülfrath)
Allerorts werden Maßnahmen für einen aktiven Lärmschutz getroffen, nur bei diesem Projekt offensichtlich nicht. Von vier möglichen Trassenführungen wählte man die, die am nächsten zu Wohngebieten liegen, die Lärmschutzwände werden nicht hoch genug sein, kein Flüsterasphalt, keine Abdecklung wo notwendig. Das ist genau das, wo die Kritik ansetzt.

22. Brada schrieb am 26. November 2009 um 11:22

Na hoffen wa mal das es mit der A44 net zu lange dauert, will noch in meinem Leben von der Autobahn profitieren.

23. Rainer Bahlmann schrieb am 26. November 2009 um 12:24

@ming
ich denke mal, bei den anderen Trassenführungen wären zuviel seltene Insekten umgekommen, die auf der roten Liste stehn.

Hier geht es nicht mehr um das eigentliche Thema, sondern meine Förmchen und mein Schäufelchen.

Es gibt überall für und wieder. Die Mischung macht es.
Wenn wir in der Schule in den siebzigern schlechte Noten hatten, waren wir es die dafür Verantwortlich gemacht wurden, heute sind es die Lehrer.
Irgendwie ist das komisch.
Klar gibt es genügend Autobahnen rund um Heiligenhaus, nur egal wo man versucht drauf zu fahren, man steht vorher immer im Stau und verpestet die Luft.
denkt mal drüber nach.

24. sophist schrieb am 26. November 2009 um 13:26

@ 23

Hier geht es darum, dass man das, was man tut, auch richtig machen sollte – und keine halben Sachen. Eine neue Autobahn ohne einen ausreichenden Lärmschutz zu bauen , obwohl dieser sowohl technisch machbar als auch finanzierbar wäre, IST eine halbe Sache!

25. Zugezogen schrieb am 26. November 2009 um 14:24

Man sollte bedenken das vor 30 Jahren die Steuern auch noch viel höher waren als heute. Mit den Einnahmen die jetzt und in Zukunft für die öffentlichen Aufgaben zur Verfügung stehen ist halt nur noch ein geringerer Lärmschutz zu finanzieren.
Es ist eigentlich ja auch kein Problem, da mit den gesparten Staatsabgaben die enstprechenden Grundstückseigentümer privat vorsorgen können – wie heist es so schön: Privat vor Staat.

Zum Projekt A44 als Ganzes für Heiligenhaus ist meine Meinung das die Autobahn überlebenswichtig für die Stadt ist. Heiligenhaus als Produktionsstandort ist auf dem absteigenden Ast. Produktion ist in Asien und Osteuropa billiger als hier. Als Stadt im Grünen für die Angestellten aus den wirtschaftlich auftsteigenden Großstädten in der Umgebung zählt die Zeit für den Weg zum Arbeitsplatz.
Da Heiligenhaus keinen schnellen ÖPNV bietet und nach der Beerdigung der circle-line auch in nächster Zeit nicht bieten wird muss eine schnelle Verbindung für den Individualverkehr her. Sonst locken wir keinen in unsere Stadt zu ziehen. Freiflächen im Innenstadt-Bereich entstehen durch die wirtschaftliche Entwicklung (s.o.) ja im Großen Stil und ausserdem schaffen wir ja noch Bauflächen auf der Grünen Wiese (Grün-Selbeck).

Ob die A44 im Jahre 2017 noch rechtzeitig kommt bevor wir uns Individualverkehr nicht mehr leisten können – hoffen wir es.

26. sophist schrieb am 26. November 2009 um 17:44

@ 25

Mit der LKW-Maut wurde eine enorme Finanzierungsquelle neben den Steuern aufgetan, die eigentlich auch für Verkehrsinfrastrukturprojekte zweckgebunden sein sollte.

Lärmschutz ist übrigens ein gutes Beispiel, wo die neoliberale Ideologie eines “Privat vor Staat” nicht funktioniert:

1. Funktioniert es technisch nicht, da die Maßnahmen direkt an der Quelle, d.h. direkt neben der Fahrbahn, also auf öffentlichem Grundstück ergriffen werden müssen und nicht auf weiter zurückliegenden Grundstücken, wenn man eine hohe Wirksamkeit erzielen will. Außerdem muss eine Lärmschutzeinrichtung lückenlos über eine größere Strecke, also i.d.R. entlang mehrerer privater Grundstücke errichtet werden. Würde ein Eigentümer nicht mitspielen, wäre alles andere nutzlos.

2. Mit der Errichtung aktiver Lärmschutzeinrichtungen wären die “normalen” Grundstückseigentümer i.d.R. finanziell überfordert.

3. Noch immer gilt das Verursacherprinzip. Und da die breite Öffentlichkeit, repräsentiert durch den Staat, der Nutznießer der Autobahn ist, ist es auch staatliche Aufgabe, die notwendigen Maßnahmen gegen den mit der Autobahn verursachten Lärm zu ergreifen.

27. pebbles schrieb am 26. November 2009 um 18:02

@ zugezogen.
auch eine autobahn lässt heiligenhaus nicht billiger produzieren als asien und osteuropa.
ich bin für und gegen die autobahn.

28. zugezogen schrieb am 26. November 2009 um 18:37

@ pepples
Ich bin da ganz deiner Meinung, Heiligenhaus als sterbender Industriestandort wird durch die A44 nicht mehr gerettet.
Heiligenhaus als Wohnstadt im Grünen kann durch die AB wachsen, nicht umsonst hat Grünselbeck die direckte Lage an der zukünftigen AB-Auffahrt.
Lieber wäre mir allerdings ein schneller schienengebundener ÖPNV – der ist aber zur Zeit Utopie, aber warten wir mal ab wenn die Gallone Öl 400 $ kostet was dann passiert. Dann kann sich auch kein A44-Pendler mit Arbeitsplatz in der Großstadt das Wohnen in Heiligenhaus mehr Leisten.

@ sophist
Genau das wollte ich aufzeigen: Der Neoliberale Schwachsinn führt nicht nur für Viele zu weniger Geld in der Kasse, sondern wie du in diesem Fall aufzeigst selbst mit großem privaten Aufwand zu keiner Lösung für die Anwohner.
Allerdings gibt es bei dieser Wirtschaftsform auch ein paar Personen die viel mehr in der Kasse haben – Das hat uns ja das letzte Jahrzehnt neoliberaler Politik gezeigt.

29. Rainer Bahlmann schrieb am 27. November 2009 um 09:42

Verursacherprinzip Hurra, dann müssten auch die Eltern der Kinder, die Kitas besuchen und dort Lärmen für den Schutz dieser Geräuschkullisse bezahlen Lärmschutzwände für Kitas und Spielplätze, Fußballstadien, Public viewing usw.usw.
Leute, ich weise nur darauf hin, das ich alles auch kaputt machen kann.
So viel wie ich weiß, sind den Anwohner die dort in den letzten 30 Jahren gebaut haben, die Grundstücke auch verbilligt angeboten worden. Somit wussten alle, dass da jetzt was kommt. Ist glaube wie Weihnachten ist immer plötzlich am 24.12.
Jeder der dort in den letzten 30 Jahren hingezogen ist, wusste davon, jetzt wo es konkret wird ist die Schreierei groß.
Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das Jemanden zwingt unbeding da wohnen zu müssen. Also, wer sich da nicht mehr wohlfühlt, kann doch gehen. Wir sind ein freies Land.
Und wenn dann irgendwann kein Geld mehr da ist, für wichtige Einrichtungen, wie Senioren Betreuung, Kinderhilfe, Familienhilfe, weil Egoisten und Sturköpfe sich unbedingt durchsetzen müssen. Wird wieder geschrieen und es sind wieder die selben Leute die dann krakehlen.
Peinlich.

30. jaja schrieb am 27. November 2009 um 11:00

Damit hat sich eine sachliche Diskussion wohl erledigt. BTW Kinder “lärmen” nicht!

31. Rainer Bahlmann schrieb am 27. November 2009 um 12:21

Das ist eine Sarkitische Äüsserung von mir gewesen, Man kann nicht einfach hingehn und sagen, das warst Du also sieh jetzt auch mal zu.
Wenn alle nach dem Prinzip denken würden, dann gute nacht.
Es ist Ziel und Sinn einer Diskussion Sichtweisen aufzuzeigen und das gehirn anzuregen, damit ein Konsenz gefunden wird.
Sollte auch nur einer auf die Idee kommen, sich gegen Kinderlärm zu beschweren, weil er in der Nähe einer Kita oder eines Spielplatzes wohnt, ist der in meinen Augen durchgefallen.
Man muß ab und zu etwas provozieren um die Augen zu öffnen.

32. Fabian Ratschke schrieb am 27. November 2009 um 19:15

@Rainer Bahlmann

Ich kann allen Kommentaren von Ihnen nur zustimmen, endlich einer der sein Hirn anstrengt und Klartext spricht.

33. Ming schrieb am 27. November 2009 um 20:18

Aha, so ist das, wir bauen eine Autobahn hier hin, ein Kraftwerk dorthin, auch ein Einkaufszentrum oder eine Fabrik, alle angeblich zum Gemeinwohl, wem dass nicht passt, muss halt umziehen. Wir sind ja ein freies Land.

Meines Wissens stehen die Häuser im Nonnenbruch schon länger als 30 Jahr, so auch die meisten Häuser, die südlich vom Südring stehen und auch in Hetterscheid. Außerdem war diese Nähe der geplanten Autobahn nie ernsthaft in der Diskussion. Es waren immerhin 4 verschiedene Trassen in der Planung.

Aber noch einmal, wir diskutieren hier nicht über das Für und Wieder der A 44. Hier gibt es einen demokratischen Beschluss, der umgesetzt wird. Wir sprechen von einem bestmöglichen Lärmschutz, den wir für die betzroffenen Bürger einfordern. Schließlich geht es auch um die Gesundheit von den Anwohnern und deren Kinder. Dies ist ein höheres Gut, als ein florierender Verkehr.

Außerdem, wo sollen den all diese Bürger hinziehen, wenn es denen an der Autobahn nicht mehr gefällt?

34. Elchfanbahlmann schrieb am 27. November 2009 um 22:35

Natürlich ist auch der Lärmschutz wichtig.
Soll ja keiner mit einem Hörschaden durch eine Autobahn leben.
Nur warum jetzt über etwas gedanken machen was noch gar nicht da ist. Wenn die Haushaltslage so weiter geht und der Soli endlcih abgeschaft wird, ist sowiso kein Geld mehr da, um irgendetwas zu bauen.
Dann hat man sich wieder viel zu früh aufgeregt undalles war umsonst. Wenn angefangen wird zu bauen und die trasse Formen annimmt ist es früh genug zu eskalieren.
Dann aber richtig.
denn dann lohnt es sich.
Jetzt ist erst mal Weihnachten und das sollten wir leiber einmal kritisch betrachten. Den der Geist der Weihnacht ist kaum noch zu spühren!

35. Dede schrieb am 28. November 2009 um 20:31

@ Elchfanbahlmann:
Entspricht es dem Geist der Weihnacht, wenn eine Familie beschlossen hat sich nicht mehr zu “beschenken” sondern mehr Wert auf das Beisammensein zu legen ?
Wirtschaftlich ist das ja eine Katastrophe. (wenn das alle machen würden)

36. Rainer Bahlmann schrieb am 29. November 2009 um 08:50

Da sind wir wieder mal bei dem Verursacherprinzip.
Alle wollen höher schneller weiter und immer mehr.
Dadurch ahben die Konsumer das Szenario auf entwickelt.
Für mich ist es wichtig, das es eine Zeit ist in der man Freude hat. Ob ich jetzt eine Geburtstagsparty mache oder aber besinnlich mich mit dem Thema beschäftige. Wichtig ist, das wir Christen, die dieses Fest begehn, daran denken und es EHRLICH feiern.
@dede
komm am Sonntag den 13.12.09 in den GoDi einmal anders um 11.15 in Suitbert, dann wirst Du sehen was ich meine.
Ausserdem habe ich zu dem Thema einen eigen Text geschrieben. Ich hoffe das der bald veröffentlich wird, denn das Thema Weihnachten ist hier off topic

37. Postal schrieb am 30. November 2009 um 11:05

@Rainer Bahlmann

Ich habe Ihren Artikel “Der Geist der Weihnacht. Wo?” im Forum übernommen. Bei den Blog Artikeln versuchen wir uns hauptsächlich auf Heiligenhaus spezifische Themen zu beschränken. Und das Forum bietet Platz für den Rest ;)

38. AB schrieb am 30. November 2009 um 22:59

Sind 30 Jahre Planung nicht langsam mal genug???
Was möchten die A44 Gegner denn noch???

Ich denke das alle Leute die an der A44 geplant und getüftelt haben alles gewissenhaft gemacht und getan haben.

Und es gibt immer wieder Leute die sich an den kleinsten dingen aufhalten.
Langsam sollte man mal zum Schluß kommen.

Hier ne eventuelle Fledermaus und Kauz, da 10dB zuviel, hier 20 qm zu wenig….

wie gesagt…möchte keinem zu nahe treten und ich möchte auch das jeder fair behandelt wird und jeder das bekommt was Ihm auch zusteht, aber langsam ist Schluß.
Wir leben im 21. Jahrhundert.
Wir brauchen Jobs, schnellen Verkehrsfluss und steigende Wirtschaft…

39. amarillyon schrieb am 01. Dezember 2009 um 09:18

Ob die A44 wirklich Hitzbleck, KiNi und die anderen Insolvenzen wirklich ungeschehen macht, oder gar verhindert hätte?
Ob ein Atobahnteilstück in Heiligenhaus die Weltwirtschaftskriese verhindert hätte?
Ob Kiekert & Co. tatsächlich vom geplanten radikalen Stennenabbau absehen, weil die Befürworter der A44 ihren Willen gegen die Belange der direkt “Betroffenen” durchsetzen?
Ich bin ja mal gespannt, wie viele Jobs die Autobahn bringen wird…

Mal ehrlich , WENN die Leute so “gewissenhaft” geplant und getüftelt HÄTTEN, hätte es wohl nicht 30 Jahre+ gebraucht…
Das in Leibzig noch WÄHREND der Gerichtsverhandlung noch Änderrungen in der Planung vorgenommen wurden, spricht nicht gerade für eine vorausschauende Planung! *lol*

Und gerade WEIL wir im 21. Jahrhundert leben sind die Belange der Betroffenen zu berücksichtigen.
Aber das ist wohl wie die Sache mit dem “Geist der Weihnacht”: Solidarität und Rücksichtnahme auf Andere (Man kann es auch christlich “Nächstenliebe” nennen) existieren wohl für einige nicht mehr…

40. explorer schrieb am 01. Dezember 2009 um 17:55

also ich stehe auf dem Standpunkt,es ist beschlossen und jetzt warte ich mal ab,aber wer wie ich in hofermühle wohnt und jeden tag an einer ruine vorbeifährt fragt sich, wenn denn eine genehmigung vorliegt, warum gehts nicht weiter. Kein geld???, vorauseilender Gehorsam???? Bei diesem anblick brauchen wir uns nicht zu wundern, das einige so schnell wie möglich hier weg wollen.eine visitenkarte für unsere stadt ist so eine ruine auch nicht.

41. Jürgen Tissen schrieb am 02. Dezember 2009 um 23:29

Wie wäre es mit einer einfachen Formel:

“Ja zur A44 bei technisch maximal möglichem Lärmschutz.”

Ist das denn wirklich sooo schwer? Ich denke gerade jetzt sollte es Möglich sein Gelder zu bekommen gerade weil es mehrere Konjunkturpakete gibt – oder hat man versäumt den Antrag dazu rechtzeitig zu stellen?

Irgendwie will mir nicht in den Kopf dass Geld z.b.für die momentane Sanierung des Südrings / Pinner Strasse vorhanden ist, aber für Flüsterasphalt für die A44 nicht…

Ja, ich weiß dass dies unteschiedliche “Töpfe” sind. Daher erneut die Frage ob es versäumt wurde rechtzeitig diese Gelder zu beantragen.

Vielleicht weiß das ja jemand hier undkann mir das ein wenig näher beleuchten, vorallem warum es jetzt so schwer sein soll zusätzliches Geld für erweiterten Lärmschutz zu bekommen.

42. Rainer Bahlmann schrieb am 02. Dezember 2009 um 23:51

weil das größte Problem darin besteht, das kein Geld da ist, aber das Geld was nicht da ist trotzdem ausgegeben wird. Irgendwann ist auch dieses Geld zu Ende
Ist doch einfach oder.
Wer heute etwas ausgibt was er nicht hat, ist morgen in der privat Insolvenz. Kommunen habe jedoch die Möglichkeit wenn kein Geld da ist, einfach die Gebühren zu erhöhen und schon ist wieder Geld da. Wir bezahlen brav, halten die Klappe, gehen weiter arbeiten und haben schlechte Laune, oder streiten uns über Lärmschutz und Flüsterasphalt.
Das eigentliche Übel wird nicht angegriffen, weil es ja auch immer wieder schön durch Nebenkriegsschauplätze vertuscht wird.
Wie kann es sein, das wir zittern wenn in Dubai einer hustet?
Oder nur weil ein paar Spekulanten auf den Oelpreis wetten, müssen wir zahlen und finden das auch noch in Ordnung.
Da ist der Hase im Pfeffer.
Ein Unternehmer hat früher dafür gesorgt, dass seine Angestellten genug in der Tasche hatten um auch seine Produkte zu kaufen, heute ist nur die Rendiete wichtig, damit die Anleger genügend bekommen. Derr Arbeitnehmer ist da völlig nebensächlich, weil ausstauschbar und evtl. durch Produktion im Ausland auch noch billiger Ersetzbar.
Warum machen wir es nicht wie viele andere Länder auch.
Wer seinen Kram in Deutschland verkaufen will, hat ihn gefälligst auch hier komplett zu produzieren, sonst wird es durch eine Abgabe für nicht in Deutschland produzierte Ware teurer.
Oder Autobahngebühr,
Jeder der nicht in Deutschland wohnt aber unsere Straßen nutzt hat dafür gefälligst zu bezahlen, müssen wir ja in den anderen Ländern auch.
So könnte dann auch wieder Flüsteasphalt und Lärmschutz bezahlt werden.
Denk mal drüber nach.

43. scol schrieb am 03. Dezember 2009 um 16:09

Herr Tissen, mit Ihrem Satz “Ja zur A44 bei technisch maximal möglichem Lärmschutz.” haben Sie die Diskussion doch auf den Punkt gebracht. Fest steht, die Autobahn kommt. Das kann man gut oder schlecht finden. Das ist jetzt aber völlig egal. Was zählt, ist allerdings ein ausreichender Lärmschutz. Hierfür kann man sich noch engagieren. Und hiergegen kann ja nun auch kein Autobahnbefürworter etwas haben, denn es wird das Verfahren Autobahn nicht verzögern

44. sophist schrieb am 03. Dezember 2009 um 20:43

Richtig: Herr Tissen hat es mit seiner Formel auf den Punkt gebracht: “Ja zur A44 bei technisch maximal möglichem Lärmschutz.” Genau das war die Wunschvorstellung der SPD, denn das technisch maximal Mögliche wäre die Abdeckelung gewesen, die im ersten Planfeststellungsverfahren enthalten war.
Aber wir haben ja nicht mal dieses Maximale gefordert, sondern nur, dass der minimale Lärmschutz in Form der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte durch AKTIVE Lärmschutzmaßnahmen sichergestellt wird. Selbst das ist abgelehnt worden mit der Folge, dass die unzureichenden aktiven Lärmschutzmaßnahmen durch PASSIVE Lärmschutzmaßnahmen ergänzt werden müssen.
Wohlgemerkt: Es ist gut, dass die A 44 kommt. Aber ist es nicht traurig, dass eine Bundesrepublik Deutschland als Bauherr einer neuen Autobahn es nicht als selbstverständlich ansieht, mit dem Bau der Fahrbahn auch gleichzeitig einen ausreichenden Lärmschutz für die betroffenen Bürger herzustellen?
Daher ist nochmals dem Bürgermeister für seine angekündigten Verhandlungen Erfolg zu wünschen, damit hier Nachbesserungen erzielt werden.

45. Jürgen Tissen schrieb am 03. Dezember 2009 um 23:05

Zunächst einaml Danke für die bisher gegebenen Kommentare.
Ich vermisse noch ein klares Statement zum Thema : Wurde es versäumt rechtzeitig Gelder zu beantragen ?

Nun, ich denke ein nicht realisierter Lärmschutz wäre zudem rechtlich in dem Sinne zu hinterfragen,wenn der entstehende Lärmpegel -der zweifelsohne dann messbar ist in dbA – bei Überschreiten der jetzt vermuteten Grenzen nicht vorsätzliche Körperverletzung ist.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt und wünsche unserem Bürgermeister genügend Rückgrad und Nervenstärke dieses Thema erfolgreich umzusetzen.

46. Rainer Bahlmann schrieb am 04. Dezember 2009 um 09:16

Ich kann nur dann etwas feststellen wenn es da ist.
Das heißt, die Autobahn ist fertig und die Autos rollen. Dann muß die Strecke bekannt werden, und dann beginnt man mit der Messung.
Also erst Geld ausgeben für den Bau dann Geld ausgeben für die Messung, dann Geld ausgeben für die Sperrung und die nachträglichen baulichen Lärmschutzzusatzmaßnahmen, dann den Belag wieder erneuern, da dieser bei den Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurde., somit zieht sich für die Anwohner der ganze Driss um weitere Jahre mit Unannehmlichkeiten hin.
Keiner ist in der Lage zu sagen:
So wird es gemacht und Basta. Wir machen gleich beim Bau die Lärmschutzwände und gut ist, ist garantiert günstiger, als der normale behördliche Weg.
Das Argument , wir müssen aber erst prüfen ist lächerlioch. bei den ganzen Autobahne die wir allein in NRW habe, gibt es bereits Werte, die man zu Grunde legen kann.
Hier wird doch sicherlich wieder alles zerredet, bzw. in die Länge gezogen und dadurch wiedereinmal verteuert.
Diese Diskussionen sind für mich nur immer wieder ein Zeichen dafür, das wir für die Behörden keine vollwertigen Ansprechpartner sind. Sonst würden die Deutsch reden und sich verständlich äussern. Ich spreche mit Menschen, der Angestellte einer Behörde mit Bürgern.
denkt mal drüber nach.
So und sollte die Bahn mit schönen bunten Lärmschutzwänden gebaut werden.

47. sophist schrieb am 04. Dezember 2009 um 16:26

Aus meiner Sicht wurde nicht versäumt, Gelder rechtzeitig zu beantragen. Der Sachverhalt stellt sich etwas anders dar: Es wurden m.E. unsachgemäße kostensparende Vorgaben gemacht.

1. Die Autobahn wird mit Fahrbahnen und sämtlichen Nebenanlagen, also auch incl. der Lärmschutzmaßnahmen als Einheit geplant. Das geplante Teilstück erhält eine Einplanung in den “Bundesfernstraßenbedarfsplan” und wird, wenn die Einstufung dort dringlich genug ist, auf der Basis der Kostenschätzung mit Mitteln aus dem Bundeshaushalt bedacht. Also ist auch das Geld für die GEPLANTEN Lärmschutzmaßnahmen da.

2. Die Planung der Lärmschutzmaßnahmen basiert dabei auf gutachterlichen Berechnungen sowie bestimmten Annahmen, im vorliegenden Fall u.a. der Annahme von 35.000 Kfz/Tag (die angesichts der im “Integrierten Verkehrsplan NRW” genannten Zahl von 70.000 Kfz/Tag als sehr zurückhaltend und in de Wirkung “lärmschutzmindernd” bezeichnet werden darf).

3. Für die Planung der Lärmschutzmaßnahmen gab es dazu die Vorgabe des damaligen Bundesverkehrsministers, NICHT die beste technisch machbare Lösung zu planen, sondern die kostengünstigste. Dies ist die geplante Steilwand, die aber (nur) in wenigen Teilbereichen den Lärm nicht so abmindern kann, dass die Belastungen unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Die Überschreitung der Grenzwerte liegt allerdings “nur” bei 2 dbA.

4. Dies ist keine “vorsätzliche Körperverletzung”, weil der Gesetzgeber für solche Fälle zuläßt, dass die Betroffenen auf die Durchführung PASSIVER Lärmschutzmaßnahmen (Lämrschutzfenster) verwiesen werden. In der Tat ist die Lärmbelastung der Bürger IN den betroffenen Gebäuden dann unter den Grenzwerten, vorausgesetzt, man hält die Fenster geschlossen und hält sich nicht zu lange auf Balkonen und Terrassen oder in den Gärten auf.

Wenn man dazu nun bedenkt, dass der Lärm um 2 dbA durch sog. Flüsterasphalt bereits an der Lärmquelle gesenkt werden könnte …… Wie sagt mein Vorredner immer so schön: Denkt mal drüber nach!

48. Jürgen Tissen schrieb am 09. Dezember 2009 um 14:23

Es ist ja noch schlimmer als ich dachte…
Es ist also tatsächlich der Tatbestand der Vorsätzlichkeit und der Arglitigkeit erfüllt.
Na Bravo !!! Dazu meinen herzlichen Beifall.

Vielen Dank an sophist für die klare Erklärung!

49. Jürgen Tissen schrieb am 09. Dezember 2009 um 14:24

Es ist ja noch schlimmer als ich dachte…
Es ist also tatsächlich der Tatbestand der Vorsätzlichkeit und der Arglistigkeit erfüllt.
Na Bravo !!! Dazu meinen herzlichen Beifall.

Vielen Dank an sophist für die klare Erklärung!

50. Christian schrieb am 15. Dezember 2009 um 18:49

Hallo an alle,

also ich freue mich auf die A44. Meine Schwester wohnt in Velbert und ich arbeite in Ratingen-Lintorf. Wenn ich nach der Arbeit zu ihr fahre um auf meine kleine Nichte aufzupassen, “gurke” ich erst durch halb Lintorf, dann Hösel (Dauerbaustelle B224), Heiligenhaus mit der tollen Verkehrsführung in Richtung Velbert. Bin ich erstmal bei Remann oder wie dieses Möbelhaus heißt angekommen, sehe ich Licht am Ende des Tunnels. Wenn es die A44 schon 10 Jahre gäbe, wäre ich froh gewesen. Und zum Thema “Lärmschutz” Ich wohne seit 2003 in “Spuckweite der A40. Die zählt zu den meist befahrensten Autobahnen Deutschland. Also ich hör nix davon. Wenn ich die Fenster 10 Min. zum lüften aufmache, dann mache ich halt den Fernseher lauter. Habe mir zwischenzeitlich angewöhnt in den Werbepausen zu lüften. Dabei stehe ich dann am Fenster und rauche mir eine. WO IST DAS Problem??? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und irgendwann hört man die Bahn garnicht mehr. Im Sommer war ne Arbeitskollegin bei mir das erste Mal zu Besuch. Das Fenster war gekippt und wir haben uns ganz normal unterhalten. Es war unter der Woche um 18:00, also Rushhour.
Nach ner halben Stunde sagte meine Arbeitskollegin: Ist aber irgendwie doch schon laut die A40. Ich sagte nur so:” Toll jetzt wo du es sagst höre ich es auch wieder.” Alles halb so wild. Und dieser Bauer aus Ratingen: Möcht nicht wissen ab welchem Geldbetrag der die Fresse hält….

Grüße aus Essen an die Landbevölkerung…..

51. amarillyon schrieb am 16. Dezember 2009 um 00:23

WO IST DAS Problem?!?

Nunja…
Ganz aktuell hat eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes wieder einmal belegt, dass Menschen, die auf längerer Zeit Fluglärm ausgesetzt sind ein ERHEBLICHES Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben (erhötes Herzinfaktrisiko).
Ob DAS ein Problem ist?

Schon bei 48dB stellen sich maximale Effekte ein.
Daher kann diese Studie auch auf die Lärmbelästigung durch eine nahe Autobahn übertragen werden.

Wem die Gesundheit der Betroffenen schon egal ist, kann sich ja mal ausrechnen, in wie weit diese krankmachenden Effekte die Wirtschaft(Krankentage, etc.) oder gar die eigene Tasche (Kosten des Gesundheitssystems) belasten.
Ob DAS ein Problem ist?

“Das vorrangige umweltpolitische Ziel ist
[...] die Lärmvermeidung durch Lärmminderungsmaßnahmen an Fahrzeugen, Reifen und Fahrbahnbelägen, durch Verkehrsbeschränkungen, Verlagerung von Verkehr auf öffentliche Verkehrsmittel und stadtplanerische Maßnahmen. Auf der Grundlage der europäischen Umgebungslärmrichtlinie und der Pflicht zur Erstellung von Lärmkarten sind die Kommunen angehalten, unter Beteiligung der Öffentlichkeit
Lärmminderungspläne zu entwickeln.”
(Zitat aus einer Veröffentlichung des Umweltbundesamtes)
Ob DAS ein Problem ist?

Mehr Infos:

http://home.arcor.de/laerm-macht-krank/Gesundheit/pdf/Greiser-Studie-1_BVF.pdf

http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/index.html

http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/publikationen/verkehrslaerm_ein_risiko_fuer_das_herz.pdf

http://www.hyena.eu.com/default.htm

52. sophist schrieb am 16. Dezember 2009 um 11:14

Herzlichen Glückwunsch an Christian (Nr. 50) für seine Anpassungsfähigkeit und robuste Natur. Leider gibt es aber auch Menschen, deren Gesundheit empfindlicher auf Lärm reagiert. Und oft genug werden die Belastungen anfangs gar nicht wahrgenommen und Schädigungen erst nach Jahren festgestellt. Die gesellschaftlich zu beantwortende Frage lautet: Wer oder was ist dann der Maßstab für die “Zumutbarkeit”?

53. Rainer Bahlmann schrieb am 16. Dezember 2009 um 13:31

Die Frage wurde von einem Politiker bereits in den 50ziger jahren beantwortet.
Das war Ludwig Erhard und der Riet während der Aufschwunges damals:
Maßhalten.
Wie immer ist es eine Gradwanderung.
Doch letztlich muss jeder für sich entscheiden was richtig ist oder was nicht.
Einer der nicht raucht stirbt mit 40 an Lungenkrebs, einer der jahrelang raucht wird über 90 und lebt immer noch.
Alles was über oder unter der eigenen Norm ist ist nicht gut.
Nur heute wird alles noch mehr breitgetreten als sonst.
Damit es sich dann vom Einheitsbrei abhebt wird dramatisiert bis zum geht nicht mehr.
Der größte Film aller zeiten, die schlimmste baustelle des Jahrtausends, Superstar, superstar deluxe oder super super Star.
Keine Ahnung wo das noch hinführt.
Für mich ist jedenfalls eines wichtig.
Wer hat was davon, wem tut es gut, wer muß leiden.
Wenn die gewichtung nicht richtig ist. Ist das Projekt falsch.
Wie bei einem geschäft. beide müssen zufrieden sein. Und wenn ein kompromiss gefunden wurde, dann bitte Klappe halten und weiter machen. Neue Dinge zu finden ist dann nicht okay.
Dafür hat man einen kompromiss gefunden und sich sein Wort gegeben.

54. Tonolli schrieb am 16. Dezember 2009 um 18:24

@ Rainer Bahlmann z.zt. sind wir aber im Abschwung nicht im Aufschwung, ist das Zitat dann wohl noch relevant?

55. Rainer Bahlmann schrieb am 16. Dezember 2009 um 19:01

Jetzt erst recht!

56. Tonolli schrieb am 16. Dezember 2009 um 19:14

Inchallah Herr Bahlmann das wäre schön….

57. gostereo schrieb am 23. Dezember 2009 um 08:48

wird ja mal zeit, das ein “beginn” der a44-bauarbeiten stattfindet.
die autobahngegner gehen mir schon auf den sack… fahren die eigentlich kein auto? und wenn doch, habe sie noch nie eine autobahn genutzt wo vielleicht auch mal einer gegen war?

58. sophist schrieb am 23. Dezember 2009 um 10:40

Noch einer, der seine qualifizierten Ansichten, Wertvorstellungen, Formulierungen und Grammatik ganz offensichtlich aus dem Unterschichtenfernsehen bezieht. Weihnachtlicher Friede sei mit ihm. Die Flamme der Erkenntnis kommt allerdings erst zu Pfingsten, wenn überhaupt.

59. amarillyon schrieb am 23. Dezember 2009 um 17:55

“stereo” heißen und “mono” denken… hihihi…

Und JA, es gibt tatsächlich Menschen, die dem Wahnwitz der heiligen Kuh “freie Fahrt für freie Bürger” noch nicht anheim gefallen sind; Menschen, die ihr Selbstwertgefühl nicht von den PS ihres Gefährts abhängig machen; Menschen, die dem absolut ineffektiven, ressourchenverbrennenden Wahnsinn auf unseren Straßen skepisch gegenüber stehen; Menschen, die es schaffen ihr Leben auch ohne eigenes Automobil zu meistern…

Und ich bin ja mal gespannt, wie all die “Beführworter” von gesundheitschädlichem Lärm und Abgasen reagieren, wenn das Thema ÖPNV (am besten mit einer “Circle Line” statt unfertigem Fahrradwanderweg) auf den Tisch kommt…

Aber wer braucht denn noch alternative Mobilitätsformen, wenn erst einmal die Welt durch ein paar Kilometer Autobahn gerettet wurde…

60. Rainer Bahlmann schrieb am 24. Dezember 2009 um 11:14

@ Amarilloyon
Nur zur Info. nicht mal 10 % der Oel Förderung wird durch Fahrzeuge verbraten. die restlichen 90 % tragen wir am Körper, schreiben damit und sind sonst wo. Das zum Thema Mono Stereo.
Nur weil Autos größer sind als ein Knopf, oder eine Platine eines Computer, sind das die ressourchenverbrennenden Monster?
Noch mal nicht mal 10% der Rohoelförderung geht für Sprit drauf.
Denkt mal drüber nach
und FROHE WEIHNACHTEN

61. Dede schrieb am 24. Dezember 2009 um 23:57

Ich war und bin für die A44. Was ich allerdings nicht wußte – daß beim Lärmschutz geknausert werden soll – macht mich da etwas nachdenklicher.
Warum soll am Lärmschutz gespart werden ?
So gern ich auch die Verbindung hätte, dieser Umstand schmeckt auch mir nicht.

Zur Circle Line: Ob man die nun mit einer Bimmelbahn oder mit dem Fahrad abfährt, der Nutzen dürfte ungefähr gleich sein.
Das Verkehrsmittel macht ja den Weg nicht schlechter.

Nebenbei sind alte Bahntrassen abseits vom Straßenverkehr sogar landschaftlich ideal für Radfahrer geeignet.

62. amarillyon schrieb am 25. Dezember 2009 um 02:08

@ Bahlmann:

“Der Anteil des Erdöls am Primärenergieverbrauch liegt bei ca. 40 % und damit an erster Stelle der Energielieferanten. Der größte Einzelenergieverbraucher ist der Straßenverkehr.
[...]
Aus der weltweiten Fördermenge des Erdöls werden ca. 6–7 % für die chemischen Produktstammbäume verwendet, der weitaus größere Anteil wird einfach in Kraftwerken und Motoren verbrannt.”
[Quelle: Wikipedia]

Ihre Quellen?

@ Dede: Ein DIREKTER Bahnanschluß von Heiligenhaus und Velbert (CircleLine) ist in meinen Augen schon etwas anderes als ein Sonntagnachmittag-Familienausflug-Fahrradweg…
Oder um es auf einen dir näher liegenden Vergleich herunter zu brechen: Ist es auch dasselbe, ob man von Velbert nach Ratingen zu Fuß läuft oder mit dem Bus fährt?

63. Dede schrieb am 25. Dezember 2009 um 02:49

@ amarillyon:
Der Vergleich mit der 771 bzw. 770 hinkt ein wenig. Gerade diese Linien sind stark frequentiert. Die kann eine Circle Line auch nicht ersetzen.
Zumal der Straßengebundene ÖPNV immer noch die Vorteile der näher aneinanderliegenden Haltestellen hat. Kann eine Bahnlinie etwa alle paar Straßen anhalten ? Es sei denn die Circle soll eine Straßenbahn werden.
Eine Schnellbuslinie von Velbert nach Düsseldorf wäre durch die A44 möglich. Und die würde selbstverständlich auch durch Heiligenhaus fahren, weil an der Ratinger Str. auf die A44 aufgefahren werden kann. Nächster Halt: Ratingen Mitte. Über Ausfahrt Schwarzbach anfahrbar.

Mich interessiert jetzt brennend, welche Buslinien Deiner Meinung nach wegfallen könnten, wenn die Circle ab Morgen fahren würde.

64. Rainer Bahlmann schrieb am 25. Dezember 2009 um 11:06

@amarillyon
Meine Quelle ist:
Bundesministerium für Forschung und Entwicklung.
TU München
Helmholz Institut.
Quaks&Co
Noch mal.
der größte Anteil an der Rohoelförderung geht in die technische industrie.
Es werden fast alle Produkte des täglichen Gebrauchs mit Produkten aus der Oelförderung gemacht.
Sämtliche Chemiefasern z.B. Kugelschreiber, Henden, Hosen, also sämtlcihe Bekleidung. Computer würden ohne Oel nichjt funktionieren.
Aber ist es müßig weiter darüber zu reden.
Frohes Fest

65. amarillyon schrieb am 26. Dezember 2009 um 16:15

@ Dede:
GERADE die “stark frequentierten” 771 und 770 würden durch den Bahnanschluss entlastet werden, denn diese sind ja vornehmlich Zubringer zu den S-Bahn-Höfen.
Denn wer braucht schon noch einen Bus zum S-Bahnhof Ratingen bzw. Hösel, wenn man schon in Velbert bzw. in Heiligenhaus in eine Bahn steigen könnte!?!
In Erktath, Mettmann etc. ist man auch nicht traurig über die S28, oder?

Allerdings sehe ich keinen Grund, Linien “wegfallen” zu lassen, wenn es eine schnellere und effektivere Verbindung in die Großstädte der Umgebung gäbe.
Das wäre dann ja so, als ob man in Heiligenhaus Straßen schließen würde weil es eine schnellere und effektivere Autobahn geben wird… ;)

@ Bahlmann:

Leider konnte ich ihre Quellen nicht verifizieren, da eine erste Recherche über die Suchfunktionen der angegebenen Portale kaum relevantes ergab.
Weder beim BMBF noch bei der TU in München noch in einer der Internetpräsenzen Helmholtz-Gesellschaften waren eindeutige Zahlen zu diesem Thema auf anhieb zu finden.

Aber bei “Quarks&Co” wurde ich fündig:
“Pro Jahr werden weltweit etwa 3,5 Milliarden Tonnen Erdöl zu Tage gefördert. Bis zu 7% (!!!) des Öls wird zu petrochemischen Produkten weiterverarbeitet, der Rest dient als Brennstoff zur Energiegewinnung.”
Quelle: http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Erdoel.pdf

Oder:
“Zwar verbraucht die chemische Industrie nur zehn Prozent des gesamten Erdöls, aber immerhin 85 bis 90 Prozent aller Chemikalien werden aus Erdöl gewonnen.”
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0527/005_erdoel.jsp

Es kann ja sein, dass ich mich irre, aber irgendwie WIEDERSPRICHT diese ihrer “Quellen” ihren Aussagen. Und zwar ganz eklatant.

Ok, es gibt auch andere Zahlen:
“Etwa 15 Prozent des Erdöls werden nicht in Motoren oder Heizungen verfeuert, sondern dienen der chemischen Industrie als Basis für ungezählte Produkte.”
http://www.nzzfolio.ch/www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/a5654dbe-c7ec-46bd-8351-d5e53005c741.aspx

Sicher ist es müßig, darüber zu streiten ob es 7, 10 oder 15 Prozent der geförderten Rohölmenge ist, die NICHT verfeuert wird (zumindest nicht im ersten Produktionszyklus).
Aber die von ihnen angeführten 90% bleiben in jedem Maße unbestätigt. Es ist wohl eher anders herum!?

Ach ja, ein Computer würde DURCHAUS ohne Rohöl funktionieren. Metall und Silizium sind die Hauptbestandteile von Chips und Schaltkreisen…

Und was die Kunststoffverarbeitende Industrie (Kunststoffverpackungen, etc.) angeht, so gibt es längst Alternativen zu Poymerverbindungen aus Rohöl. Z.B. aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrüben.
http://www.pyraplast.com/d-html/d-3-1.htm

66. Dede schrieb am 26. Dezember 2009 um 16:45

@ amarillyon:
Superidee, das Angebot durch eine zusätzliche Bahnlinie zu bereichern. Und daß die anderen Linien dadurch “entlastet” werden ist wohl auch wahr. Nur, daß sie dadurch irgendwann als unrentabel eingestuft werden könnten.
Nicht, daß ich was gegen so eine Bahnlinie hätte.

Sie scheitert aber leider an der Ökonomie, wie die Geldgeber sie sehen würden. Hier sind ja mit einem erheblichen Teil die Kommunen beteiligt. Die Verkehrsbetriebe finanzieren sich nämlich nur zu ca. 45% aus eigenen Mitteln. Der Rest wird staatl. subventioniert.

Schlußendlich müssen die Gemeinden darüber nachdenken, wieviel sie für eine Erhöhung des ÖPNV-Angebots pro Kopf für ihre Bürger ausgeben wollen.

Und weil zur Zeit die Stadtsäckel überall nicht so voll sind, denke ich, daß eine zusätzliche Circle Line wenig populär ist.
Die Politik ist nämlich heutzutage so populistisch wie nie zuvor !!!;-)

67. amarillyon schrieb am 26. Dezember 2009 um 21:09

Naja, ist ja nicht so, dass die 150 Millionen Euro für das Stückchen A44 vom Himmel fallen würden. ;)

Ob Kommunel, Land oder Bund – das Geld kommt immer irgendwie aus “unserer” Tasche. Da bleibt es Marginalie, aus welchem “Topf” es kommt – es ist und bleibt Steuergeld. Geld des Steuerzahlers.

Wie “ökonimisch” ein Projekt der Mobilität ist, errechnet sich aber nicht nur aus den direkten Kosten für den Bau. Nicht nur aus den Unterhaltskosten (fairerweise müsste man die Kosten für die verfahrenen Kilometer auf der A44 ebenso mit einberechnen wie die Erlöse aus dem Verkauf von Fahrkarten).

Jeder Volksökonom weiß, dass mittelfristig der Individualverkehr in Ballungsgebieten wie bei uns ein Auslaufmodell ist.
Und dabei geht es nicht einmal alleine darum, dass die Technik der Verbrennungsmotoren alleine aufgrund der Rohölknappheit nicht einmal so lange weiter bestehen kann wie die Planung unseres A44-Teilstücks gedauert hat.

Errechnet man die Energieeffizienz von Bahnverkehr gegenüber des Individualverkehrs ist die Frage der “Ökonomie” schnell geklärt.
Erinnere dich doch einfach an die Aufkleber am Heck deiner Kollegen: “Statt meiner könnten 40 PKW vor ihnen herfahren…”

68. Tonolli schrieb am 27. Dezember 2009 um 12:32

jetzt könnte ich ja wieder mit einer Jahresvignette kommen um diese kosten zu decken. Schade das Deutschland in dieser Sache so dumm ist. Also ich wäre bereit Geld für eine Vignette auszugeben wenn ich die Deutschen Autobahnen benutzen will/muss. Somit hätte man recht schnell Geld beisammen von allen Deutschen und Ausländern die die Autobahn in Deutschland benutzen.

69. Rainer Bahlmann schrieb am 27. Dezember 2009 um 13:05

Stimmt, dafür zahlen di ja auch in den anderen Ländern weniger Steuern.
Auch der Sprit ist dort günstiger.
Es würde schon reichen, wenn, die die nicht aus Deztschland kommen, eine Autobahngebühr bezahlen. Denn sie nutzen ja unsere Autobahnen. Wenn wir deren Starssen benutzen müssen wir ja auch bezahlen.
Ich habe nichts gegen die Gebühr für Autobahenen, nur gibt es in Deutschland auch eine regel:
Steuern müssen für den Zweck verwendet werden, für den Sie erhoben werden. Unsere KfZ Steuern werden aber ncht nur für die KfZ Sache benötigt, sondern auch schon anderweitig verbraten.
Also, wir sind wieder an dem Punkt wo wir schon mal waren.
Der Fishc stinkt vom Kopf her.

70. Jürgen Tissen schrieb am 29. Dezember 2009 um 15:57

Ich finde es nach wie vor eine Frechheit dass man einfach davon ausgeht, dass der Bürger sich schon “gewöhnen” wird.
Dieser vorsätzliche und arglistige Vorgehensweise ist entschieden entgegen zu treten. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns überall solch einen Unfug “aufdampfen” lassen?
Ist denn dann auf der Autobahn die ja an dicht besiedeltes Gebiet führt nicht auch eine grüne Plakette wegen der Feinstaubverordnung verpflichtend ? Oder macht der Feinstaub automatisch einen Bogen um Wohngebiete ?

Mir scheint dass hier einmal den dafür Verantwortlichen – by the way : Wer ist das eigentlich? – gehörig in die Parade gefahren werden sollte/muss!

71. Rainer Bahlmann schrieb am 29. Dezember 2009 um 16:44

Ja Feinstaub, war gestern noch ein toller bericht im Fernsehn zu dem Thema.
Die meiste Belastung durch Feinstaub sind nicht die PkW´s sondern die Industrie.
dann, Feinstaub wird von Dieselfahrzeugen produziert. In Norddeutschland ist die Plakette nicht Pflicht.
Weiß ich, weil meine utter da wohnt, und nicht so eine fiese Plakette braucht.
Feinstaub tritt zwar auf, aber diesmal sind es nicht die PKW oder LKW, sondern die Industrie und die Heizungen.
Noch was, ich muß noch was richtig stellen,
Es sind ca. 40 % die für den PKW/LKW bereich drauf gehen.
und nicht weniger als 10%. das war so nicht von mir Richtig wiedergegeben worden.
Nur hier mal als Info eine Auflistung, wo wir sonst das Oel wiederfinden.
Lippenstift, Computergehäuse, Hemden, Unterwäsche, Lebensmittel, Kunststoffverpackungen, Kugelschreiber, Strassenbau usw.
Quelle. Wickipedia als Bergiff Erdoel, Raffenerie
Meine Schlußfolgerung daraus ist:
Wir sind alle, egal ob Autofahrer oder nicht vom Oel abhängig. Nur auf eine Gruppe wird draufgehauen, den Rest lässt man in Ruhe, weil da müssten ja dann ausnahmslose ALLE zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie wäre es mit einer Ökosteuer für Lippenstifte die Anteile aus der Rohoelgewinnung haben,
Oder für Computer.
Mal drüber nachdenken!

72. Tonolli schrieb am 29. Dezember 2009 um 17:18

@ Beitrag 69 die Steuern sind dort geringer? Wie kommst Du denn darauf ? Im Kanton Appenzell vielleicht aber nicht hier bei mir im Kanton Bern. Natürlich ist der Sprit günstiger aber auch nur deshalb weil wir hier nicht diese dämliche ÖKosteuer haben, dafür zahlen wir aber anderweitig.
Steuervergleich siehe hier : http://www.linker.ch/eigenlink/steuervergleich.htm
und jetzt denke Du mal darüber nach nach, bevor Du mit Deinen Lippenstiften kommst :-)

73. Rainer Bahlmann schrieb am 29. Dezember 2009 um 21:25

Ja und was ist mit den Gerücht das man nur das Hubraumstärkste Auto versteuert. Das bedeutet ich habe zwei Autos eins mit 2,3 ltr. Hubraum und eins mit 1,8 ltr.
Wenn ich jetzt mit dem Großen fahre, mache ich die Kennzeichen an den großen und wenns mal nur mit dem Kleinen losgeht, dann halt eben an den kleine.
Nicht wie hier bei uns jedes Auto anmelden und für jedes Auto die Steuern zahlen, sondern der zweitwagen läuft mit.
Machen viele bei uns im Forum unserer Autogemeinschaftz au Österreich, die lachen sich auch immer über unsere Spritpreise. Laut deren Aussage haben die auch eine Ökosteuer.

74. Dede schrieb am 29. Dezember 2009 um 22:15

Zum außerverbrennungsmotorgetriebenefahrzeuge – Ölverbrauch:

Für die Bekleidungsindustrie wäre Hanf ein betrachtenswerter
Ersatz für Öl.
Und das ist nur EIN Beispiel.
Objektiv betrachtet ist die Verwendungsmöglichkeit dieses rasendschnell nachwachsenden Rohstoffes potentiell höher als
jede andere Energiequelle.

Das Hanföl soll übrigens sehr gesund sein.
Man kann es Essen und prima Lebensmittel draus machen.
(nur falls einer darauf kommen sollte es zu verfeuern)

Und damit keine Mißverständnisse entstehen:
Ich rede hier ausschließlich von NUTZHANF, daß auch der Klempner benutzt.
Nicht dieses Kifferzeugs.

Wie gesagt, es geht um Öl.

75. Dede schrieb am 11. Januar 2010 um 01:39

Jetzt ist es raus !
“Der Bau der A44 zwischen Velbert und Ratingen wird in diesem Jahr beginnen, der symbolische erste Spatenstich soll am 1. Februar erfolgen.” schreibt der Stadtanzeiger Niederberg.

Weiter heißt es: “Begonnen wird an der L156 in Heiligenhaus in Richtung Velbert…Nach Auskunft (von Alfred Lützler, Leiter des Planungs- und Baucentrums Ruhr von Straßen NRW) kann mit dem Bau gestartet werden, auch wenn das Bundesverwaltungsgericht im vergangenen Jahr der Klage eines Homberger Landwirts gefolgt ist. “Solange wir die Interessen dieses Klägers nicht berühren, können wir anfangen.” so Lützler.”
“Belastungen durch den Bau (..) werden vor allem auf die Bewohner der Wülfrather Str. und eines Teils des Wohngebiets Heide zukommen.(..) Der Bodenaushub (für den Bau) wird über den Heiligenhauser Weg im Wülfrather Ortsteil Flandersbach abgefahren. Die leeren LKW werden über die B227 und die Wülfrather Str. die Baustelle ansteuern, die vollen rollen in Richtung Flandersbach ab.”

Quelle: Stadtanzeiger Niederberg/Bangert

76. Rainer Bahlmann schrieb am 11. Januar 2010 um 12:58

Na ja, wie heißt es doch so schön in einem Lied der Neuen deutschen Welle:
Keine Atempause Geschichte wird gemacht. ES GEHT VORAN.

77. Dede schrieb am 11. Januar 2010 um 23:30

Und somit geht die Diskussion in die nachste Runde.

78. Jürgen Tissen schrieb am 27. Januar 2010 um 11:17

Tjo…hab ich doch gestern gehört, dass die Trasse erneut per Einstweiliger Verfügung gestoppt wurde, da die Trasse wohl doch rechtswidrig sei…

79. amarillyon schrieb am 27. Januar 2010 um 16:03

Der für Anfang Februar geplante “Spatenstich” ist (wieder einmal) verschoben worden.Terminprobleme beim Verkehrsminister oder so.

Auf den April.
Ob am 1. April entzieht sich meiner Kenntnis, wäre aber ob dieser “unendlichen Geschichte” durchaus passend…

80. Moth schrieb am 27. Januar 2010 um 16:06

Mir ist es egal wann die Autobahn gebaut wird. Ich fahre immer über die Meisenburg oder nach Breitscheid.
Die A44 brauche ich nur wenn ich zum Flieger muss.
Und das passiert sehr oft. Dann biege ich aber schon von der 3 ab und bin ruckzuck am Parkhaus und im Terminal.

81. KSFrechdachs schrieb am 27. Januar 2010 um 16:14

@Kommentar 79: Der Blog wusste dies bereits seit Anfang Januar und über einen Termin im April wird “spekuliert”. Einen Termin will das Landesministerium für Bauen und Verkehr aber nicht nennen. ;)

82. zugezogen schrieb am 27. Januar 2010 um 17:44

In der waz steht, das die Finanzierung noch nicht durch ist.
Wer weis, vieleicht wird die A44 noch ein Opfer des Konjunkturbeschleunigunsgesetzes (Ich liebe dieses Wort). Erst wenn das Geld vom Bundestag bewilligt ist will man den Spaten stechen. April wohl deshalb, damit das Landtag-Wahlvolk nicht bis zur Wahl vergisst, wem sie die demnächst (2017) gute Verkehrsverbindung zu verdanken hat.

83. sophist schrieb am 27. Januar 2010 um 22:56

Ich darf die neueste Nachricht aus der WAZ (online) zitieren:

“Mehr als 90 Millionen Euro teurer als erwartet soll der Lückenschluss zwischen Ratingen und Velbert werden, wie gestern ein Sprecher desselben Landesbetriebs bestätigte. Damit würden die Kosten mal eben um fast 70 Prozent steigen. Eine saftige Erhöhung auf rund 222 Millionen Euro, die nun erst einmal den Bundestag passieren muss. Und das ist offenbar der wahre Grund für die erneute Verschiebung des Termins für den Spatenstich. Frühestens im April soll der Symbolakt durchgeführt werden.”

Da werden die Augen beim Lesen immer größer. Satte 90 Millionen Mehrkosten? Wofür? Gibt es dafür neue Elemente innerhalb des Bauvorhabens oder war das bisher schon Geplante nur fehlerhaft berechnet? Für einen kleinen einstelligen Millionenbetrag hätte man schon einen deutlich verbesserten Lärmschutz bekommen, z.B. durch die Verwendung von Flüsterasphalt. Aber selbst das wurde ja als zu teuer abgelehnt. Und jetzt das. Man staunt und schüttelt den Kopf!

Ganz nebenbei bemerkt: Eine offizielle Information an die Stadt, den Bürgermeister oder gar den Stadtrat hält offensichtlich auch niemand für notwendig. Ein Musterbeispiel für Bürgernähe und gelungene Kommunikationsstrategie! Ist Herr Dr. Droste eigentlich nur für die positiven Meldungen zuständig oder könnte er vielleicht auch einmal einen derartigen Vorgang aufklärend erläutern?

Übrigens (zu Nr. 82): Es heißt nicht “Konjunkturbeschleunigungsgesetz”, sondern “Hoteliersbegünstigungsgesetz”!

84. Rainer Bahlmann schrieb am 28. Januar 2010 um 17:36

Wer kombinieren kann weiß eben halt auch, das so ein Gerichtsprozess Geld kostet.
Wenn ich überlege, mir ist mal eine rechnung durchgegangen, waren 3,60 Euro.
Das schreiben vom Rechtsanwalt war denn dann 3,60,–€ Mahngebühren 5,–€ und Rechtsanwaltskosten 35,–€ jetzt kann sich wohl jeder Vorstlelen warum teuerer. Hier verdienen Rechtsanwälte mehr mit als uns lieb ist, denn die freuen sich mächtigst über solche Diskussionen und kassieren fleissig mit.
Hier geht es um Streitwert und je höher der ist um so höher wird die Gebühr und wenn dann noch vergleiche geschlossen werden, freuen sich beide Rechtsanwälte, denn dann kassieren ja auch beide.
Da ist mir das amerikanische Prinzip viel leiber.
Es bekommt nur der rechtsanwalt gelt, der auch gewinnt. sonst gibt es nämlich NULL EURO.
Je höher die gerichtsinstanz um so häher auch die gebühren für den Rechtsanwalt.
Also schön weiter zum Gericht mit der A44 und dann lecker mehr bezahlen, weil wird immer teurer.

85. heiligenhauser schrieb am 28. Januar 2010 um 17:58

Die 90 Millionen werden nicht die Anwälte verdient haben. Die Kosten für Anwälte und Gericht werden sicherlich überhaupt nicht in dieser Kostenkalkulation enthalten sein.

86. Rainer Bahlmann schrieb am 28. Januar 2010 um 21:10

Das glaube ich aber doch, wo sollen die den sonst mit rein, wenn nicht in die Kalkulation:
Das sind dann besondere Ausgaben

87. amarillyon schrieb am 29. Januar 2010 um 00:10

Zunächst einmal: Rechtsanwälte haben “Honorare” und kosten keine “Gebühren”!
Und DEN Rechtsanwalt müssen sie mir zeigen, der bei verlorenen Prozessen kein Honorar fordert…

Und grundsätzlich:
Es war ja wohl abzusehen, dass bei solch einem Projekt die zunächst kalkulierten Kosten nicht ausreichen würden.
Mitlerweile ist es doch fast schon Standard, dass solche Großprojekte “plötzlich” dann doch die ein oder andere Million mehr kosten…

Und die ständigen Verzögerungen beim Thema “A44 Lückenschluß” sind doch auch mittlerweile ein Running Gag.
Da ist die A44 doch schon lange so was wie das “Duke Nukem Forever” der regionalen Straßenbauszene (Gamer verstehen, was ich meine).

Ach und noch etwas: Da ich durch meine Prognosen betreff des “Baubeginns” bisher ganz gut abgeschnitten habe, wage ich mutig eine weitere Wette: Ich gehe davon aus, dass auch die aktuell kalkulierte BAUZEIT nicht unwesentlich überschritten werden wird!
Naja, sooo mutig ist die Wette nun doch nicht, geb ich ja zu. Wenn man nur an die Story um die Sanierung der B277 zwischen Heiligenhaus und Hösel zurück denkt, könnte einem doch das ein oder andere schwanen… ;)
Da wurden aus 4 ja auch mal schnell 8 Monate.
Und das ganz ohne Anwälte :D

88. Rainer Bahlmann schrieb am 29. Januar 2010 um 07:40

Ob nun gebühren oder Honorare, die machen unentgeltlich keinen Handschlag.
In USA ist das so, sollte hier in Deutschland auch eingeführt werden.
Running Gag stimmt allerdings.
Vielleicht kommt ja noch bis April einen neue Species aufs Tablett, dann gibt es Baustop.
Dacht da an die sehr seltene Tibetanische 14 tage Mücke, die rückwärts fliegt und dabei Hoch auf dem gelben Wagen auf Nepalesisch summt.
(lol)

89. heiligenhauser schrieb am 29. Januar 2010 um 11:07

90 Millionen Euro für Anwaltskosten hätten dann tatsächlich amerikanisches Niveau.

90. Jürgen Tissen schrieb am 01. Februar 2010 um 17:07

Mal nur so gefragt: Waren nicht irgendwie auch andere Trassen im Gespräch ? Mich würde interessieren warum genau die jetzige Trassenführung gewählt wurde. Vielleicht erklären sich damit ja auch diese Running-Gags?!

91. sophist schrieb am 02. Februar 2010 um 09:27

Es ist richtig, dass im ersten Schritt nach dem Start des neuen Planfeststellungsverfahrens zur A 44 (insgesamt fünf) Trassenalternativen untersucht wurden. Ergebnis war die Empfehlung der Trasse, die im ersten Planfeststellungsverfahren (aus formalen Gründen) vor Gericht gescheitert war. Es handelt sich dabei um die Trasse, die am dichtesten am Ortsrand von Heiligenhaus entlang geführt wird. Entscheidender Grund hierfür sind die Kalkvorkommen im Heiligenhauser Süden, deren möglichst umfangreicher und problemloser Abbau durch die Wülfrather Kalkwerke gesichert werden sollte. Ansonsten wäre die Trasse zweifellos mit mehr Abstand zum Ortsrand geführt worden. Aber eine Autobahn, die mitten durchs Abbaugebiet liefe, wäre für den geplanten Tagebau schon sehr hinderlich.

Ob es für Heiligenhaus wünschenswert ist, dass die Natur im südlichen Stadtgebiet einem großen Kalksteinbruch und breiten Förderbandtrassen, auf denen der gebrochene Kalkstein direkt ins Wülfrather Werk transportiert wird, weicht, ist natürlich eine ganz andere Frage. Da die Kalkwerke aber über verbriefte Abbaurechte verfügen, waren deren Interessen bei der Trassenwahl von entscheidender Bedeutung.

92. Jürgen Tissen schrieb am 08. Februar 2010 um 11:47

Danke an sophist für den Hintergrund…
Aktuell gestern steht um Stadt-Anzeiger dass es nun am 01.04. losgehen soll…

93. Rainer Bahlmann schrieb am 08. Februar 2010 um 17:45

Wenn das nicht mal ein Aprilscherz ist.

94. Paul schrieb am 08. Februar 2010 um 17:53

Gegenüber von Rehmann werden die Sträucher gerodet.
Ist das “der” Spatenstich ???

Schreibe einen Kommentar

Zurück nach oben