LKW-Führerhaus von Eiche zerschlagen !

fuehrerhaus

Heiligenhaus / Ratingen-Homberg (ots) – Am heutigen Donnerstagmorgen des 26.08.2010, gegen 07.35 Uhr, ereignete sich auf der ländlich gelegenen Straße Hofermühle, in einer Außenbürgschaft der Stadt Heiligenhaus und Grenzlage zu Ratingen-Homberg, ein ungewöhnlicher und zugleich schwerer Verkehrsunfall, der nur mit sehr viel Glück kein Menschenleben forderte.

Ein 38-jähriger Angestellter eines Düsseldorfer Müllentsorgers befuhr mit einem orangefarbenen MAN-Mülllastwagen die abgelegene Straße Hofermühle. Dabei befand sich der Mann aus Mönchengladbach allein im Führerhaus des 18-Tonners, da ein ihn begleitender 36-jähriger Kollege aus Düsseldorf am Heck des MAN L88 auf einem Trittbrett hinter der großen Müllpresse mitfuhr. Als sich der Müllwagen auf dem nur schmal asphaltierten Weg in einem Waldstück hinter der örtlichen Kläranlage befand, kippte plötzlich aus einer hohen Böschung an der rechten Seite eine große Eiche quer über die Fahrbahn, nachdem deren Wurzelwerk, nach bisherigen Erkenntnissen ohne Fremdeinwirkung, wahrscheinlich in Folge der andauernden starken Regenfälle der vergangenen Tage, ihren Halt im Erdreich der Böschung verloren hatte. Der am unteren Stammende auf ca. 80 cm Durchmesser geschätzte Baum stürzte unmittelbar auf das Fahrerhaus des MAN. Der 38-jährige Fahrer, der den stürzenden Baum nach eigenen Angaben erst richtig im Augenblick des Aufpralls wahrnahm, konnte weder ausweichen, noch rechtzeitig genug vor der Kollision zum Stillstand abbremsen. Dass er sich aber in der Fahrerkabine reaktionsschnell nach rechts zur Seite auf die Sitzflächen warf, rettete ihm wahrscheinlich das Leben, denn der Baum zerschmetterte die Fahrerkabine und drückte das Dach bis auf Höhe der unteren Fensterkanten herunter. Dennoch wurde der 38-jährige LKW-Fahrer dabei schwer verletzt und in seinem total zerstörten Führerhaus eingeklemmt. Sein 36-jähriger Kollege am Heck des MAN wurde durch den abrupten Stillstand des Fahrzeugs gegen die Aufbauten des Mülllasters geschleudert und zog sich dabei ebenfalls Kopfverletzungen zu. Er konnte jedoch von alarmierten Rettungskräften schnell versorgt und mit einem Rettungswagen dem Klinikum Niederberg in Velbert zugeführt werden, welches der Patient später nach nur ambulanter ärztlicher Behandlung wieder verlassen konnte.

Die Bergung des 38-jährigen Fahrers aus dem zerstörten LKW gestaltete sich hingegen schwieriger, da der tonnenschwere Baum auf der niedergedrückten Kabine lag. Dennoch konnte die örtliche Feuerwehr den Mann schließlich aus dieser Lage befreien. Nach notärztlicher Erstversorgung am Unfallort wurde der Schwerverletzte in die Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken in Duisburg transportiert, wo er zur stationären ärztlichen Versorgung seiner nicht lebensgefährlichen Verletzungen verbleiben muss.

Die Bergung des teilweise beladenen Mülllastwagens wurde von der Müllentsorgungsfirma selber veranlasst. Der am LKW entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 20.000,- Euro. Die Unfallstraße bleibt auch nach der Räumung weiterhin gesperrt, bis die Standsicherheit weiterer Bäume in der Böschung von verantwortlicher Stelle geprüft wurde und als gesichert erscheint.

1 Kommentar

  1. moth
    Aug 31, 2010

    Da müssen viele Schutzengel mitgeflogen sein. Hab auch den Bericht im Fernsehen gesehen. Ist der Blog nun aus der Ferienzeit erwacht? Es scheint so.

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