KIEKERT AG lüftet den Schleier um die unterirdischen Gänge

Verfüllung der Stollenanlage ist notwendig

Bunker Kiekert Heiligenhaus

Bunker Kiekert Heiligenhaus

Die KIEKERT AG hatte kürzlich, in Kooperation mit der Stadtverwaltung, zu einem Pressetermin geladen. Gekommen waren Bürgermeister Dr. Jan Heinisch und zahlreiche Pressevertreter. Kräfte der freiwilligen Feuerwehr Heiligenhaus waren zur Sicherheit bei der Begehung mit dabei. Bevor es dann in die Unterwelt von Heiligenhaus ging, bedankte sich Dr. Heinisch für diesen Termin. Worum ging es nun? Wir bekommen die Kopie einer Karte, mit dem Grundriss der Stollenanlage, zur ersten Orientierung.  Auf dem Gelände des heutigen Mitarbeiterparkplatzes werden neue Häuser entstehen.

Bunker Kiekert Heiligenhaus

Ab dem 30. September gehört das Gelände der LEG. Auf dem Parkplatz werden umgehend Baumaßnahmen beginnen, um die alten Stollen mit Flüssigbeton zu verfüllen. Diese Stollengänge befinden sich unter dem Parkplatz. Die Presse ist eingeladen worden, um über das Stollensystem zu berichten. Seit Jahrzehnten halten sich zahlreiche Gerüchte über angebliche Geheimgänge, Bunkeranlagen und Verbindungswege, die es unter dem Werksgelände der KIEKERT AG geben soll. Der Abriss der Gebäude der Fa. KIEKERT wird am 25. Oktober 2007 beginnen.

Bis dahin ist der Umzug zum Standort Höseler Platz abgeschlossen. 

Dr. Heinisch: „Der heutige Tag soll dazu beitragen mit diversen Gerüchten, Legenden, Spekulationen und Geschichten aufzuräumen, die es seit Jahrzehnten um diese Stollen gibt! Die Gänge haben ein Volumen von 8.500 Kubikmeter, sie befinden sich in 19 bis 21 Metern Tiefe, unter dem Parkplatz. Die Verfüllung wird 370.000 Euro kosten. Eine Verfüllung dieser Stollen ist aber erforderlich, um für die nötige Standsicherheit der neu zu bauenden Gebäude zu sorgen.“  

Herr Dude (Firma KIEKERT):
„Mit dem Bau des Stollens wurde erst  im Jahr 1944 begonnen. Er wurde nicht fertig gestellt, weil der 2. Weltkrieg bereits im April 1945 beendet war. Das Ende des Krieges machte einen weiteren Ausbau dann überflüssig. Der Stollen war als unterirdische Produktionsstätte gedacht, aber dann war der Krieg vorbei. Wir haben nur wenige Informationen und Aufzeichnungen über die Geschichte dieses Stollens. Am Anfang ist der Stollen mit Beton verschalt, aber schon einige Meter weiter führt er durch gewachsenen Fels. Man sieht an mehreren Stellen deutlich, dass die Arbeiten für den weiteren Ausbau damals eingestellt wurden.“

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Mit festem Schuhwerk und Taschenlampe ging es in die Tiefe. Zuvor hatte es noch Sicherheitsinstruktionen gegeben. Ziemlich steil führt eine Steintreppe nach unten. Links neben der Treppe ist eine alte Lorenanlage zu sehen, die dazu gedient hat, Material zu befördern. Sie verläuft parallel zur steilen Treppe. Ein Schild weist auf die Belastung von maximal 150 kg hin. Die Metallteile dieser Anlage sind sehr stark verrostet. An der Decke verlaufen Rohre und Leitungen. Das elektrische Licht ist zwar vorhanden, aber stellenweise düster. Man muss aufpassen wohin man tritt. Am Fuß der Treppe angekommen, ist die Luft sehr feucht. Der Hauptgang ist gut beleuchtet.
Auf den ersten Metern ist er mit Beton verschalt, aber schon bald sieht man nackten Fels. Der Eingang zum ersten Seitenstollen ist fast bis an die Decke zugemauert. Bis in das Jahr 1993 hat dieser Seitenstollen als Wasservorratsbecken gedient.

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Hier wurde Grundwasser als Kühlwasser für die Produktion gesammelt. In einem kleinen Nebenraum gab es eine Wasseraufbereitungsanlage. Am nächsten Seitenstollen angekommen, biegen wir nach links ab. Ab hier gibt es kein Licht mehr und nur die Taschenlampen sorgen für Sicht. Wasser steht auf dem Fußboden und deutlich sieht man Kalkreste, die das Wasser übrig gelassen hat. Teilweise müssen wir uns sehr bücken. Hier ist der nackte Fels zu sehen. Überall ist es feucht oder sogar nass.

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An manchen Stellen stecken Markierungsschilder im Boden, weil der komplette Stollen vermessen werden musste, um das Volumen zu bestimmen. Je weiter wir in den Gang gehen, umso geheimnisvoller wird es.

Am Ende des Ganges angekommen, stoßen wir auf einen Quergang. Im Boden ein offenes Loch. Wir hören Wasser plätschern. Eine Grundwasserquelle. Einige Ziegelsteine sind im Boden zu erkennen.

Das Wasser läuft allerdings unter dem Stollenboden weiter. Vermutlich befinden sich dort Felsspalten. Den weiteren Verlauf dieses kleinen Bächleins kann man nicht bestimmen.

Ein Blick nach links zeigt die andere Seite des früheren Wasserbeckens. Wieder ist zu sehen, dass dieser Gang zu 2/3 zugemauert wurde, um dahinter Wasser zu stauen. Eine alte Leiter steht noch im Geröll. Wir gehen den Quergang weiter. Hier steht viel Grundwasser auf dem Boden. Teilweise reicht es bis an die Fußknöchel. Zwei weitere Seitengänge führen nach rechts, in Richtung Hauptgang zurück. Teilweise liegt Geröll auf dem Boden. Ein Hinweis darauf, dass das Tragen von Schutzhelmen hier unten sinnvoll ist. Vor dem Ende des Querganges, steht das Wasser zu hoch.

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Etwa 10 Meter vor dem Ende des Ganges bleiben wir stehen. Hier befinden wir uns schon unter dem Bereich des Friedhofes, an der Rheinlandstraße. Mit den Taschenlampen kann man sehen, dass der Gang hier endet. Weitere Abzweigungen gibt es von dieser Sackgasse nicht und es gibt auch keine eingestürzten Gänge. Wir gehen zurück und biegen in den letzten Seitenstollen ein, der nun – in Laufrichtung – nach links abzweigt. Hier wird es wieder trockener. Am Hauptgang angekommen, geht es weiter nach links. Im weiteren Verlauf zweigen 3 weitere Seitenstollen nach links ab, aber auch sie enden irgendwann im Fels. Als wir den beleuchteten Hauptgang weiter gehen, gelangen wir an einen Tiefbrunnen. Seitlich versetzt, führt der Hauptgang etwa 20 Meter weiter. Um den Brunnen herum, ist ein Mauerwerk zu erkennen. In der Mitte liegen größere Gesteinsbrocken. Hier läuft Quellwasser als ein Bächlein weiter. Wie tief dieser Brunnen ist, ist nicht zu erfahren.


Am Ende des Hauptstollens entdecken wir eine Ziegelmauer. Weiter kann man nicht, denn diese Ziegelmauer ist eine Sperre.

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Nach über 109 Metern endet hier der Hauptstollen. Der kleine Bach läuft jedoch durch eine Öffnung weiter. Ein Blick über die Mauer verrät, dass der Gang geradeaus endet, aber in Richtung halbrechts führt er weiter. Das ist in Himmelsrichtung Nordwesten. In diese Richtung fließt auch das Bächlein. Wo genau dieser Gang endet, kann nicht geklärt werden. Es wird angenommen, dass er unter dem alten Bahndamm weiterläuft und irgendwann endet. Vermutlich wurde über diesen Stollen der Aushub des ganzen Stollensystems beseitigt. Wir gehen zurück in Richtung Ausgang und diskutieren über unsere Eindrücke. Auf der linken Seite gibt es ein oder zwei kleinere Räume.

Bunker Kiekert Heiligenhaus

Vermutlich haben sie mal als Lager (Sprengstoff) oder als Schreibstube für Bauleiter gedient. Dann öffnet sich ein größerer Raum. Viel Geröll liegt darin. Ein großer Schacht führt senkrecht nach oben.

Herr Dude: 
„Dieser senkrechte Schacht endet auf dem Parkplatz.  Oben ist er allerdings verschlossen und von außen nicht sichtbar.  Wir vermuten, dass hier einmal ein Aufzug geplant war, um produzierte Teile nach oben transportieren zu können!“


Man erkennt Reste von Metallrohren und Leitungen, aber es ist zu gefährlich weiter zu gehen. Tatsächlich wirkt dieser Schacht wie der Schacht eines Aufzugs.  Die Größe ist etwa 4 x 4 Meter.
Das Geröll liegt hier aber zwei Meter hoch und scheint von einem Teileinsturz zu stammen.
Noch vor dem Geröll liegt ein seltsamer kristallartiger Sand auf dem Boden, der im Licht der Taschenlampe goldfarben glänzt.

Bunker Kiekert Heiligenhaus

Jemand stößt mit dem Fuß gegen eine alte Deckenlampe aus Metall. Sie liegt auf dem Boden und hat schon längst ausgedient. Vermutlich ist das das einzigste Überbleibsel aus der Kriegszeit.
Die Luft im Stollen ist nicht gut. Es ist feucht, nass und man hat den Eindruck dass die Atemluft eher knapp ist, obwohl der Hauptgang an vielen Stellen etwa 2,50 Meter hoch ist. Möglich ist aber auch, dass der Luftdruck hier unten ein anderer ist. Die Breite aller Gänge beträgt etwa 3 Meter, wobei die Deckenhöhe stark variiert. Das ist besonders in den Quergängen der Fall. Wohin man mit der Lampe auch leuchtet, überall ist bizarres Gestein.

Teilweise stecken noch alte Nägel oder sonstige Befestigungen darin. Diesen Stollen zu bauen, muss sehr anstrengend gewesen sein. Allein der Staub bei den Arbeiten muss enorm gewesen sein. Bei einem Baubeginn, ab dem Jahre 1944 wurde hier ein gewaltiger Aufwand getrieben. Die Arbeitsbedingungen waren sicherlich sehr schwierig. Welche Arbeiter diesen Stollen voran getrieben haben, ist unbekannt. Innerhalb eines guten Jahres waren es in etwa 500 Meter Gänge, die entstanden sind. Eine gewaltige Leistung, mit den damaligen technischen Mitteln. Vermutlich wurde auch Sprengstoff eingesetzt. Das Gestein lässt jedoch vermuten, dass das nur begrenzt möglich war. Die Anlage hat kein Belüftungssystem oder Lüftungsschächte und sie ist auch nicht als Bunker ausgebaut. Sitzbänke, Notbetten oder Sanitärräume sind nicht vorhanden. Was es aber auch nicht gibt, sind Verbindungsgänge zum Bunker am Südring oder zu sonstigen Stollen und Anlagen. Auch das Gerücht, dass es eine unterirdische Verbindung zur Villa KIEKERT (jetzige Polizeiwache an der unteren Hauptstraße) geben soll, scheint tatsächlich nur ein Gerücht zu sein. Vermutlich war ein solcher Verbindungsgang eine Planung des Unternehmers. Der Lageplan der Anlage lässt erkennen, dass Hauptstollen, Querstollen und drei Seitenstollen alle im Westen bzw. südwestlichen Teil der Stollenanlage enden. Es gibt in diesem Stollensystem tatsächlich keine sichtbaren Hinweise auf weitere Verbindungsgänge. Die Begehung machte es deutlich.
 
Herr Dude:
„Hier ist alles untersucht worden und wir haben nichts gefunden. Der Stollen ist unvollendet und trotzdem halten sich alle möglichen Gerüchte.“

Bunker Kiekert Heiligenhaus

Bevor wir wieder nach oben gehen, sehen wir uns noch zwei kleinere Nebenräume an. Dann geht es wieder die steile Treppe nach oben. Die zwanzig Höhenmeter zu überwinden, fällt schon schwer. Oben angekommen, ist man wieder froh an der frischen Luft zu sein. Dort unten zu arbeiten oder gar eine Produktion laufen zu lassen, scheint nach heutigen Maßstäben unvorstellbar und unwirklich zu sein. Die Feuchtigkeit und das Grundwasser setzen allen Metallen doch sehr stark zu. Ob diese Feuchtigkeit schon immer vorhanden war oder ob sie sich erst später eingestellt hat, bleibt offen.


Obwohl sich der Schleier des Geheimnisses nun gelüftet hat, werden sich die Gerüchte und Geschichten um diese Stollenanlage in der Bevölkerung halten. Und es wird auch Zweifler geben, die das – was hier geschildert und fotografiert wurde – nicht glauben wollen.

Fazit:
Eines ist sicher. Wenn diese Gänge nun verfüllt werden müssen, um neuen Gebäuden eine sichere Standfestigkeit zu geben. Dann werden diese Stollen trotzdem unauslöschbar und für alle Zeit mit der Geschichte der Firma KIEKERT und mit der Stadtgeschichte der Stadt Heiligenhaus verbunden sein.

Lageplan der Stollen der Firma Kieckert:

Kiekert Bunker Lageplan

Legende:

W  – Werksgelände der Kiekert AG (Kettwiger Straße)

1 -  Zugang zum Stollen werksseitig, in Höhe der Telefonzelle auf dem Bürgersteig. Die Treppe führt unter der Kettwiger Straße hindurch
2 – Verlauf des Hauptstollens / Länge ca. 109 Meter
3 – Zugemauerter Seitenstollen (Wasserbecken für Produktion bis 1993)
4 – Querstollen (paralle Führung zum Hauptstollen) nackter Fels, Wassereinbruch
5 – Grundwasserquelle im Boden
6 – Tiefbrunnen im Hauptstollen
7 – Kleiner Seitenraum
8 – Zugang zu senkrechtem Schacht seitlich abgehend / Geplanter Aufzug?
9 – Kleiner Seitenraum / in der Karte nicht eingezeichnet
10 – Seitenraum für Wasseraufbereitungsanlage / genutzt bis 1993
11 – 13 – Fertig gestellte Seitenstollen / nackter Fels    
14 – 16 – Nicht vollendete Seitenstollen / nackter Fels
17 – Ziegelmauer mit Bachdurchführung  

Fotogalerie der Stollenbegehung von Marcel Quoos

Foto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel QuoosFoto: Marcel Quoos

20 Kommentare

  1. torty34
    Sep 24, 2007

    hm habe ich was überlesen ? oder wurde das gold gefunden :-)

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  2. Tonolli
    Sep 24, 2007

    Irgendwie finde ich es schade das der Stollen mit Flüssigbeton versiegelt wird. Wieso wird denn soetwas nicht vom Geschichtsverein geschützt ?

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  3. Brada
    Sep 24, 2007

    Weg damit !

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  4. flippmode
    Sep 24, 2007

    Hi Leute,

    Ich bin sehr neidisch ich hätte gerne selber mit eigenen Augen das gesehen…Dieser Brunnen ist interessant die Zeigelmauer Wand die Wand mit der Leiter… Alles endet danach?!? . Und die vielen Gerüchte schade irgendwie.. slso das mit dem Zu Schütten mit Beton finde nicht gut. Geld Verschwendung!! Ein Museum drauss machen oder so :)

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  5. Purzel
    Sep 25, 2007

    Waren keine flädermeuse da? Die mueßen eijentlich
    jeschützt werden ? Die sind doch immer in hölen und so…

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  6. dennis
    Sep 25, 2007

    Ja aber nicht unbedingt 20 Meter unter der Erde. Ausserdem gibt es ja keinen Zugang zum Stollen ausser der durch die Firma Kiekert. Wie sollen die Tiere also dort rein kommen? ;) Nene… zum schützen gibt es da unten nicht viel. Ausser villeicht die gesamte Anlage die meiner Meinung nach schon ein echter Hammer ist. Ich hätte nicht gedacht das wir soetwas unter Heilignehaus finden und die begehung war äusserst interessant. Alleine die Stimmung die aufkommt, wenn man so durch den nackten Stein wandert ist irgendwie einmalig. Das ganze hat wirklich einen Hauch von Abenteuer. Leider konnten wir mit der Kamera nur begrenzt gute Fotos machen da unsere Ausrüstung nicht hier an die Grenzen gestoßen ist. Live war das alles doch viel Größer als auf den Fotos und die Gänge waren ordentlich dunkel und lang :) Alleine würde ich dort nicht unbedingt rumgeistern ;)

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  7. Brada
    Sep 25, 2007

    Wohin zieht KIEKERT jetzt eigentlich hin ?

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  8. Ralf
    Sep 25, 2007

    Ich finde “Flädermeuse” *fg* auch sehr interessant. Zu entdecken waren aber keine. Es gab auch keine Stollen- oder Kellergeister. :) :)

    Es wäre natürlich schön gewesen, dort unten reizende Amazonen ;) an einem Höhlenfeuer zu finden, aber denen wäre es bestimmt zu nass gewesen. :) :)

    Hauptsache ist, dass wir das alles für die Nachwelt dokumentieren konnten. Deshalb haben wir auch den Lageplan etwas “aufgemöbelt” und die Legende angefertigt. Dann hat jeder eine ungefähre Vorstellung darüber, wie es dort unten aussieht. Und der Lageplan wird eben auch der Nachwelt erhalten bleiben.

    Genau so wie ein Gläschen mit Original Kiekert-Stollenerde, das ich mir aufgehoben habe ;)

    LG.

    Ralf.

  9. Tonolli
    Sep 26, 2007

    @Brada, ich meine in das ehemalige Hartmann und Braun Gebäude am Höselerplatz.

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  10. Brada
    Sep 26, 2007

    Ich dachte von da sind sie weggezogen….

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  11. Klaus R
    Sep 27, 2007

    Wir sind nicht vom Höselerplatz nicht weggezogen, sondern dorthin. Im Moment sind nur noch sehr wenige Mitarbeiter auf der Kettwiger Straße, die aber in Kürze auch umziehen. Die Stollen hätte ich auch gern mal gesehen.

    Gruß

    KLaus

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  12. Pletti
    Sep 27, 2007

    Na dann werde ich demnächst ja viel Spass haben, wenn man bei Kiekert demnächst anfängt zu bauen, ich werde mir das gemütlich vom Balkon aus ansehen ;)

    Und mein grenzenloser Neid wird Euch ewig nachschleichen, wäre unendlich gerne mit nach unten verschwunden :(

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  13. Stephanovitsch
    Sep 28, 2007

    Es scheint ja in Heiligenhaus noch mehr Bunkeranlagen zu geben…bzw.gegeben zu haben weiß jemand was daraus geworden ist?? Oder warum alle eingänge zugeschüttet wurden.? Ich selbst interessiere mich sehr für diese “Gerüchte und Geschichten”.

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  14. Ralf
    Sep 29, 2007

    @Stephanovitsch

    Viele Bunkeranlagen und Stollen wurden in den frühen siebziger Jahren zugemauert.

    Das hatte mehrere Gründe:

    1. In den späten sechziger Jahren hatte der Kindermörder Jürgen Bartsch mehrere Jungen in einem alten
    Stollen umgebracht. Das war damals in Velbert – Langenberg.
    Der Fall erregte bundesweites Aufsehen und die Behörden handelten. Viele Bunkereingänge wurden damals fest verschlossen.

    2 Sicherheitsgründe. Einfache Luftschutzbunker gab es in Heiligenhaus sehr viele. Es gibt sie auch heute noch. Die Eingänge sind aber entweder zugemauert und/oder durch Erdrutsch eingestürzt. Selbst wenn sie heute offen wären, wäre es viel zu gefährlich sie zu betreten. Gerade Kinder und Jugendliche trieben sich damals in der Nähe solcher Eingänge herum. Solche Eingänge zogen eben magisch an.
    Heute ist das Freizeitverhalten von Jugendlichen völlig anders.

    Einige Bunkereingänge sind auch bereits irgendwelchen Baumaßnahmen zum Opfer gefallen. Ich erinnere mich dunkel an einen Eingang in der Oberilp……..

    Die noch bestehenden Bunker und Luftschutzstollen sind nun über 60 Jahre alt und sie dürften in einem schlechten Zustand sein. Der einzigste Bunker in Heiligenhaus, der instandgesetzt wurde, ist der Bunker mit dem Eingang am Südring. Die Eingangstür ist allerdings fest verschlossen und zugeschweißt. Aber auch diese Anlage steht angeblich unter Grundwasser. Ich erinnere mich an einen Pressebereicht, von vor einigen Jahren. Demnach soll auch dieser Bunker in einem schlechten Zustand sein. Nachdem der kalte Krieg endgültig vorbei war, wurde kein Geld mehr investiert.

    Als Junge hab ich mich für diese Bunker auch interessiert. Wir waren als Kinder ja viel an der frischen Luft. Aber heute sollte man diese Anlagen in Ruhe lassen.
    Brauchen tun wir sie sicherlich nicht mehr. Das hoffe ich jedenfalls…..

    Wo nun diese Eingänge sind oder waren, gerät immer mehr in Vergessenheit. Und anscheinend gibt es auch keine ausführlichen Pläne, die allgemein zugänglich sind. Und das ist sicherlich auch gut so. Zeitzeugen, die den Krieg noch miterlebt haben, werden auch immer weniger.

    Und selbst über den großen Kiekert-Stollen weiß man nur sehr wenig.
    Die Kopie des Lageplans war von 1983!

    Die angeblichen “Geheimnisse” und “Legenden” werden sich in Heiligenhaus halten. Dafür werden schon genügend Geschichtenerzähler sorgen. Man kann natürlich nicht ausschließen, dass es irgendwo noch Stollen oder Anlagen gibt, die gänzlich in Vergessenheit geraten oder unbekannt sind. Solche Entdeckungen werden dann aber eher Zufälle sein….

    LG,

    Ralf.

  15. Pletti
    Jan 16, 2008

    Gibt es den Plan für meinen ganz privaten Gebrauch auch in grösserer Ausführung?

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  16. Ralf
    Jan 16, 2008

    @Pletti Schicke mir bitte  mal eine PM mit Deiner E-Mail Adresse. LG, Ralf.

  17. Rodger
    Nov 30, 2008

    Super Bilder.

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  18. Ralf
    Dez 8, 2008

    Der Artikel wird auch noch sehr oft gelesen. Hab mal in die Statistik gesehen….. ;-)

  19. Westerhoff
    Okt 1, 2009

    Hallo zusammen, zu dem Thema Bunkeranlagen kann ich nur sagen das wir als Kinder Ende der sechziger einen Zugang (Kanaldeckel) hinter dem Schulgelände “Schulstrasse” gefunden hatten. Unter dem Schulgelände befindet sich der Hauptraum mit Stromgenerator einer ziemlich großen Bunkeranlage. Ein Gang endete zum Beispiel an dem Spielplatz an der Nonnenbrucher Strasse. In diesem Bunker passten bestimmt einige Tausend Menschen rein. Wie es heute aussieht weiss ich nicht, es ist ja auch über 35 Jahre her.
    Gruß Joachim

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  20. Ralf
    Okt 1, 2009

    @Westerhoff

    Dieser Bunker ist in einem anderen Artikel erwäjnt und es gibt auch einen Lageplan. Bitte mal unter dem Suchbegriff
    “Bunker” die Suchfunktion – oben links – benutzen.
    Es sollte eigentlich funktionieren.

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