Jungens haben besonderen Förderbedarf

Christina Buschbell CDU

Christina Buschbell, Pressesprecherin des CDU Stadtverbandes:
Seit Jahren sind Projekte zur Förderung von Mädchen im Schul- und Freizeitbereich fester Bestandteil der erfolgreichen Jugendarbeit. Diese Förderung ist unbestritten von großer Wichtigkeit. Durch die medialen Vorbilder ist es für Mädchen oft schwierig, sich einerseits selbstbewusst und emanzipiert, andererseits rücksichtsvoll, bescheiden und fürsorglich zu präsentieren. Während Mädchen sich in solchen problematischen Situationen nach innen kehren, zeigt sich bei Jungen ein eher nach außen gerichtetes Problemverhalten.



Der Förderbedarf des vermeintlich “starken Geschlechts“ erscheint unter diesem Aspekt noch weitaus größer. Die Jungenvorbilder sind immer hart, lässig und cool. Schwächen dürfen nie gezeigt werden. Bei genauerem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass die Jungen fast durchgängig auf der Verliererseite sind. Die Noten sind im Allgemeinen schlechter als bei Mädchen, Jungen stellen die Mehrheit in den Hauptschulen dar und fallen oft durch gewalttätiges Verhalten auf. Auch das Kampftrinken, so genanntes „Flatratesaufen“, ist hauptsächlich ein Jungenproblem. Diese Problemlage wurde vom Kreis Mettmann erkannt, so dass zukünftig zusätzlich zu den Mädchenprojekten auch Gelder für Jungenprojekte bereitgestellt werden. Gefördert werden insbesondere Kurse zum Training der sozialen Kompetenz, zur Gewaltvermeidung sowie zur Prävention von Suchtverhalten. Der CDU Stadtverband Heiligenhaus erwartet von den Schulen und Freizeiteinrichtungen, die bereitgestellten Mittel zu nutzen und entsprechende Jungenprojekte anzubieten.

2 Kommentare

  1. Ralf
    Apr 2, 2007

    Gegen das Flatreatesaufen kann man sehr wohl etwas unternehmen.

    1. Man muss die Finanzämter sensibilisieren, denn die
    rechnen den Gastronomen ganz genau vor, wieviel Gläser
    Schnaps sie aus einer Flasche abfüllen können. Danach
    wird die Steuer berechnet.

    (Ich würde gerne mal wissen wie ein Gastwirt eine
    “Flatrate” abrechnungstechnisch bei den Finanzämtern
    darlegt…… )

    2. Wer Waren unter dem Einstandspreis verkauft, könnte
    unlauteren Wettbewerb betreiben. Bei einer Flatrate
    könnte das der Fall sein. Großhändler und Spirituosen-
    Hersteller verschenken ihre Produkte sicherlich nicht
    nicht und diese Flatratepauschalen in Gaststätten und
    Diskotheken sind somit ein reines Zuschussgeschäft.
    Auch dann, wenn diese Flatrate nur auf bestimmte
    Uhrzeiten eines Tages beworben wird.

    3. Gastwirte haben durchaus eine Verantwortung für ihre
    Gäste, denn es kommt ja auch ein Bewirtungsvertrag
    zustande. So muss ein Gastwirt eigentlich auch
    eingreifen, wenn ein erkennbar angetrunkener Gast noch
    mit dem eigenem Auto fahren will (Fürsorgepflicht).

    4 Das sich junge Menschen in Gaststättenbetrieben bis ins
    Koma saufen und an diesen Folgen sterben, halte ich aus
    den genannten Gründen für einen gesellschaftlichen
    Skandal……

    Mein Eindruck ist:

    Es gibt genügend Gesetze,Vorschriften und Möglichkeiten, um diesem “Flatratesaufen” Einhalt zu gebieten, aber anscheinend traut sich da keiner so richtig ran.
    Außerdem bedeutet es bedeutet für die ausführenden
    Persoinen unangenehme Arbeit!

    Natürlich ist Aufklärung bei den jungen Menschen wichtig.
    Aber das ist eben nicht alles……..

    LG,

    Ralf.

    P.S. Der neuste Trend in Heiligenhaus ist es an scheinend
    an der frischen Luft Wasserpfeiffe zu rauchen.
    Gestern roch es am Rande des Angertales
    (“Granatenwäldchen”) so merkwürdig nach “Gras”
    Da wird man schon als Spaziergänger bekifft, wenn man
    auch nur einige Meter daran vorbei geht….

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