Johanna Zeul im Club

Ja, ja… wie oft habe ich (zu recht) das musikalische “Kulturangebot” unserer Stadt als “Mut- und Innovationslos” verunglimpft.
Folk, Jazz, Folk… gähn…
Bloß nicht die ausgetretenen Pfade verlassen. Es könnte ja sein, dass man dabei über etwas außergewöhnliches stolpert…
Aber hey, kaum hat unser “Kulturhauptstadtsjahr” begonnen, schlägt im CLUB eine musikalische Neutronenbombe ein!

Johanna Zeul – ein Stern am Himmel der deutschsprachigen “Liedermacherinnen”.
Ein Stern? Na wohl eher eine Supernova!
Der Musikexpress schrieb im Juli 2008:
“Die FAZ verglich Johannas Strahlkraft mit den besten Zeiten der Neuen Deutschen Welle, andere ziehen
z. B. Wir Sind Helden an den Haaren herbei. Eine Unverschämtheit: Nichts davon war je annähernd so heiß, so direkt und so gut.”
Der Tagesspiegel aus Berlin brachte es kürzer und prägnanter auf den Punkt:
“Johanna Zeul ist schneller, lauter, gieriger”
Und vor ziemlich genau einem Jahr ließ die FAZ in ihrem bekannt verquasten Feuilleton verlautbaren:
“…unprätentiös und hinreißend spontan . . Entschlossen und traumwandlerisch sicher balanciert Zeul auf dem Hochseil zwischen Entertainment und Eigensinn.”

Neben all diesen Lobeshymenen aus der Presse könnte man nun natürlich auch noch anführen, dass Johanna nebenbei bereits diverse Kulturpreise abgeräumt hat – gerade erst den Förderpreis der “Liederbestenliste”. Zu dieser Entscheidung meinte die Jury lobend: “Johanna Zeul ist für die deutsche Liederszene ein schriller, gefühlvoller und temperamentvoller Glücksfall.“
Im letzten Jahr gab es für Johanna den Förderpreis für Popmusik Deutschland und 2006 war sie Preisträgerin des Rio Reiser Songpreises.
Dass Johanna einen Bachelor of Arts der Popakademie Baden-Württemberg (mit einem Auslandssemester an der School of Rock in Dublin) und eine Ausbildung an der Schauspielschule Mainz besitzt, fällt da kaum noch ins Gewicht.
All das verblasst aber Angesicht dessen, was man bei ihren Konzerten erlebt…

Inge Wrobel schrieb einmal über die Konzerte von Johanna: “Mir fällt wirklich kein Künstler ein, der eine solche Virtuosität, Spontaneität, eine solche Bühnenpräsenz hat. Sie ist ehrlich. Zu ehrlich? Sie gibt sich auf der Bühne ganz, spontan, schonungslos authentisch.” Und: “Johanna Zeul ist eine Rampensau – das ist das beste Kompliment, das ich einer darstellenden Künstlerin machen kann.”
Johannas poetische Texte werden mit einer Naturgewalt vorgetragen, die einen von der ersten Minute an gefangen nimmt. Mal singt sie noch mit zerbrechlich-betörendem Flüstern von der Liebe, um dann im nächsten Augenblick Füße stampfend, schrill überdreht die Konsumsucht unserer Gesellschaft auf den Arm zu nehmen.
So könnte man die Lobpreisungen auf diese Ausnahmeerscheinung in der deutschsprachigen Musikszene weiter und weiter fortführen.
Nur können diese stummen Zeilen nicht annähernd beschreiben, was man von ihr so auf die Ohren bekommt.
Weitere Appetizer bekommt man auf Johannas Myspace-Profil zu hören.

Wer also von meinen Lobgesängen
(ich mag Johanna – merkt man das?) etwas angefixt ist, sollte sich den
29. Januar ganz dick und rot in seinem Kalender makieren!
An diesem Tag gastiert Johanna (mit ihrer Band “Gold”) nämlich im Club.
Einlass ist um 19:30 Uhr – Los gehts etwa um 20:30 Uhr.
Und das Beste: Der Spaß kostet lächerliche 5,- € Eintritt!!!
Das ist übrigens die vorletzte Chance, Johanna & Band noch einmal Live zu erleben, bevor sie sich Anfang Februar ins Studio zurückzieht um an einem neuen Album zu basteln.
Also nutzt die Chance, und beweist, dass das Heiligenhauser Publikum auch für Dinge außerhalb von Folk, Jazz und Folk ein Ohr und ein Herz hat…
Saving...
Uuhh yeah!
Das wir bestimmt großartig! =)
Ich kann nur sagen, tolle Sängerin und super gute Bühnenpräsenz!
—-Sehenswert—-
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Am 29. Januar ist ja auch der Neujahrsempfang der Stadt.
Würde vorschlagen, die Honoren und ihre Gäste gehen anschließend geschlossen auf einen Absacker in den Club
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Hallo zusammen,
ich habe das verlinkte Video bei Screencast.com hoch geladen und im Artikel eingebunden. So könnt Ihr Euch das direkt anschauen.
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Cool, danke…
Das ist auf jeden Fall für die Leser benutzerfreundlicher als der profane Link.
Kannst du mir für solche Einbindungen ein kurzes Tutorial zukommen lassen (mail)?
Wenn ich das direkt beim Schreiben in den Artikel einbauen kann, würde euch das doch die Arbeit sparen…
Ansonsten gibt’s aber ja auch noch ein paar WS-Plugins zur direkten einbindung von YouTube-Videos. Wäre das nicht einfacher?
Ach ja, und wenn wir schon dabei sind: wie ist das denn mit Soundfiles?
@ postal: Irgendwie ist mit dem Einbetten von Youtube der Wurm ‘drin..
Aber egal:
Man sieht sich heute Abend im Club.
Yeah!
Johanna hat gerockt!
Es wäre zwar im Club noch Platz für 10-20 weitere Gäste gewesen, aber so hatte man zumindest ein paar Zentimeter um sich herum Platz und musste sich nicht beim sich unvermeidlich einstellenden Bewegungsdrang ständig für Rempler beim Nebenman und Nebenmännin entschuldigen.
Schön auch, das einige Gesichter an dem Abend tatsächlich direkt vom Neujahrsempfang in den Club gepilgert sind…