Gemeinsamer Vorschlag für den FH-Standort: Studieren auf dem Kiekert-Areal

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Kiekert AG an der Kettwiger Straße in Heiligenhaus soll Standort der Fachhochschul-Niederlassung in der Region Velbert/Heiligenhaus werden. Dies gaben die Stadtspitzen am Dienstag bei Huf Hülsbeck & Fürst in Velbert gemeinsam mit dem Vorstand der Schlüsselregion e.V. bekannt.
Bis zu 300 Studierende sollen dort künftig ein duales Bachelor-Studium in Mechatronik, Elektrotechnik oder Informatik absolvieren, das parallel mit einer betrieblichen Ausbildung verbunden ist. Ermöglicht wird dies durch die Hochschule Bochum, die nach dem gemeinsamen Erfolg mit der Schlüsselregion im Landeswettbewerb „Ausbau der Fachhochschulen in NRW“ eine Niederlassung in der Region Velbert/Heiligenhaus eröffnen wird.

Für diese Niederlassung erwies sich die ehemalige Kiekert-Verwaltung als perfekt geeigneter Standort. Der Heiligenhauser Bürgermeister Dr. Jan Heinisch fasst die Vorzüge zusammen: „Das ehemalige Kiekert-Areal bietet mit der früheren Hauptverwaltung an der Kettwiger Straße ein bestehendes Gebäude in zentraler Lage, das sofort für die Nutzung als FH-Standort verfügbar ist.“ Hierzu befinde man sich bereits in Gesprächen mit der LEG Stadtentwicklungsgesellschaft des Landes NRW, die das Objekt verwaltet. „Hinzu kommt“, so Heinisch weiter, „dass wir an diesem Standort nach dem bereits erfolgten Abriss der übrigen Gebäude sehr flexibel planen können. So ist es möglich, auch auf spezifische Standortanforderungen der Hochschule Bochum individuell eingehen zu können.“ Man sei daher optimistisch, dass der Standortvorschlag auch bei der Hochschule Bochum und dem Land NRW auf Zustimmung stößt. Hierzu werde man nun zeitnah gemeinsam in die konkreten Planungen einsteigen.
Alle Beteiligten betonten, dass die Entscheidung für den Standortvorschlag Kiekert im Einvernehmen beider Städte und der Unternehmen im Vorstand der Schlüsselregion getroffen worden sei. Velberts Bürgermeister Stefan Freitag: „Kern unseres Erfolgs mit der Schlüsselregion ist die regionale Strategie im Schulterschluss von Wirtschaft und beiden Kommunen.“ Daher sei auch die FH-Niederlassung vor allem eine Bildungseinrichtung für die Region. Dass der vorgesehene Standort nun auf Heiligenhauser Stadtgebiet sei, passe ins Gesamtkonzept: „Wir haben mit dem Institut für Sicherungssysteme der Bergischen Universität Wuppertal mit Sitz in Velbert und mit der geplanten Niederlassung der FH Bochum künftig gleich zwei Hochschuleinrichtungen in der Region. Beide zusammen bilden den „Campus Velbert/Heiligenhaus“ als regionale Klammer zweier Standorte, die gemeinsam zur wissenschaftlichen Innovationsschmiede der Region werden sollen.“
Dem stimmt auch sein Amtskollege Heinisch zu: „Wir wollen drei Dinge erreichen: Technische Studienangebote in der Region etablieren, den Fachkräftenachwuchs der hiesigen Unternehmen sichern und Innovationspotenziale aus der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft generieren. Dabei können sich Institut und FH-Niederlassung ganz hervorragend ergänzen.“ Man werde daher von Beginn an mögliche Kooperationsfelder der Bergischen Universität und der Hochschule Bochum am Standort Velbert/Heiligenhaus identifizieren und fördern.
Beide appellierten an die Unternehmen, jetzt auch trotz Konjunkturkrise die erforderlichen Ausbildungsplätze für das duale Studium zur Verfügung zu stellen, damit sie im nächsten Aufschwung auf qualifizierte Nachwuchskräfte zurückgreifen können.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Die Schlüsselregion e.V.
Dr. Thorsten Enge
Tel. 02051 607104
t.enge@schluesselregion.de
Bildmaterial: Geplante Standorte des Campus Velbert.Heiligenhaus
1. Institut für Sicherungssysteme der Bergischen Universität Wuppertal: Talstraße in Velbert
2. Standortvorschlag für die Niederlassung der Hochschule Bochum: Kettwiger Straße in Heiligenhaus (Visualisierung)
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