Eingänge in die Unterwelt von Heiligenhaus
Erinnerungen an Bunker, Stollen und Schutzeinrichtungen

Nachdem im letzten Herbst Einzelheiten über den Kiekert-Stollen bekannt wurden, sind sie wieder da. Die Diskussionen um Bunkeranlagen und Luftschutzbunker, im Stadtgebiet. Immer noch gibt es in der Bevölkerung die abenteuerlichsten Gerüchte. Von Stollenanlagen und Gängen, die halb Heiligenhaus untertunneln sollen, wird immer wieder erzählt. Darum ist es angezeigt etwas Licht in das Dunkel zu bringen.
Um zunächst einmal realistisch zu bleiben, muss man einmal die Einwohnerzahl zur Zeit des zweiten Weltkrieges betrachten. Im Jahr 1945 (nach Kriegsende) hatte Heiligenhaus ca. 10.000 Einwohner. Heute sind es ca. 27.400 Menschen, die in Heiligenhaus leben. Wohngebiete wie Wassermangel, Nonnenbruch, Hahnholz, Unterilp, Oberilp, Heide und Migua-Viertel gab es damals noch nicht. Auch der Innenstadtbereich war flächenmäßig nicht so ausgedehnt, wie es heute der Fall ist. Die Stadt begann erst nach dem 2. Weltkrieg zu wachsen, weil viele neue Arbeitsplätze entstanden. Die Schloss- und Beschläge- Industrie boomte.

Brahmstr./Kettwiger Str.
Natürlich gab es während es Krieges Schutzräume, aber sicherlich nicht in einer solch großen Dimension, wie es immer wieder vermutet wird. Benötigt man für 10.000 Menschen wirklich sehr ausgedehnte Bunkeranlagen, wie es gemeinhin angenommen wird? Wohl eher nicht. Zumal damals Schutzräume in den Kellern privater Häuser vorgeschrieben waren. Man darf davon ausgehen, dass die meisten Bunker als einfache Luftschutzbunker dienten, um den Menschen in ihrer direkten Umgebung Schutz zu bieten. Größere Bunkeranlagen, die in kleineren Städten errichtet wurden, hatten meistens einen militärischen Nutzen. Der bauliche Aufwand ist für solche Bunker auch aufwändiger. Zwar wird immer wieder erzählt, dass angeblich viele Bunker in Heiligenhaus unterirdisch miteinander verbunden sind. Aber mit den Mitteln der damaligen Zeit, hätte es Jahrzehnte gedauert, um kilometerlange Gänge voran zu treiben.

John-Steinbeck-Park
Sehr lange Stollengänge, die viele heute noch unter dem Stadtgebiet vermuten, erscheinen als eher unrealistisch und wären auch dem erwünschten Zweck (Luftschutz) nicht sonderlich dienlich gewesen. Wer heute mit offenen Augen durch die Umgebung von Heiligenhaus geht oder über entsprechende Ortskenntnisse verfügt, der findet noch diverse Eingänge von Schutzeinrichtungen und Stollen. Aber alle Zugänge sind längst zugemauert und / oder verschüttet. Viele Stollen haben nicht sehr weit in den Berg geführt. Spätestens Anfang der siebziger Jahre wurden noch offen stehende Eingänge verschlossen. Viele Stollen und Luftschutzbunker hatten sich zu Abenteuerspielplätzen für Kinder und Jugendliche entwickelt. In Heiligenhaus gab es auch Hinweise aus der Bevölkerung, wenn irgendwo ein offen stehender Eingang entdeckt wurde. Im Stadtarchiv finden sich dazu Informationen. Eine Ausnahme bildete der Bunker, dessen Eingang sich am Südring befindet. Dabei handelt es sich ursprünglich um einen alten Wehrmachtsbunker des damaligen Luftgaukommandos VI. In alten Aufzeichnungen wird dieser Bunker als Gefechtsstand bezeichnet. Gebaut im Jahre 1943 -1944, wurde er ab 1967 völlig modernisiert. Nach Fertigstellung war er auf einem modernen Stand der Technik. Gegen Kriegsende diente er der Bevölkerung noch als Luftschutzbunker und wurde nach dem Krieg von ortskundigen Personen ausgeschlachtet. Reste eines weiteren Eingangs finden sich auf dem Spielplatz zwischen der Nonnenbrucher Straße und der Gartenstraße, hinter dem heutigen Fiat-Autohaus, am Südring.
Einige Zahlen und Daten* zum Großraumbunker am Südring

Einmann-Schutzraum
Sohlentiefe am Einstieg: 18 m
Sohlentiefe am Lüftungsschacht: 22 m
Länge der Stollengänge: über 330 m
Höhe: je 2,20 m
Wandstärke: je 0,30 m
Breite: je 2 m
Anzahl der Kammern: 11
Lange je: 22,40 m
Höhe: je 3m
Wandstärke: je 0,58 m
Breite: je 3,65 m
Klimakammer-Höhe: 4,90 m
Klimakammer-Breite: 7,60 m
Wandstärke: 0,82 m
Klimakammer-Länge: 13,00 m
Ehemalige Gefechtsstände:
Längen: 15,20 m und 11,65 m
Höhe: je 5,25 m
Wandstärke: je 1,40 m
Breite: je 9,50 m
Fläche der Kammern
und der Großräume: ca. 1250 m²
Geschätztes Fassungsvermögen im
Notfall: 5000 Personen
(*Quellenangabe: Zeitung ZRW vom 7. November 1970 / Stadtarchiv)
Die Eingangstür am Südring ist heute zugeschweißt. Das es von diesem Bunker keine Verbindung zum Kiekert-Stollen gibt, machte eine Besichtigung des Kiekert-Stollens, im Herbst 2007, deutlich. Bei einer Begehung der Großbunkeranlage, die vor einigen Jahren stattfand, stellte man fest das es massiven Grundwassereinbruch gibt. Die örtliche Presse berichtete dazu ebenfalls. Dieser Bunker ist ein Relikt des sogenannten „Kalten Krieges“. Im Stadtarchiv findet sich eine Auflistung über Ereignisse um diesen Großraumbunker. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Ereignissen (aus alten Akten, Schilderungen von Zeitzeugen und Presseinformationen) die der Stadtarchivar Hartmut Nolte zusammengestellt hat. Darin werden die Baukosten mit 5 bis 10 Mio. Reichsmark beziffert.

Nähe Gut Anger

Spielplatz Nonnenbrucher Str./p>
Aber alle anderen Luftschutzeinrichtungen sind inzwischen mehr als 60 Jahre alt. Selbst wenn sie heute zugänglich wären, es wäre viel zu gefährlich sie zu betreten. Einige Eingänge sind bereits eingebrochen oder durch Gelände-Erosion verschüttet. Auch die Feuchtigkeit stellt ein Problem dar, denn sie setzt den Ziegelmauern an den Eingängen sehr stark zu. Die meisten Anlagen waren nur auf den ersten Metern ausgebaut und die Gänge führten durch den nackten Fels. Primitivere Bauweisen waren Abstützungen mit Holzbalken, die längst verfault sind. Solche Bunker sind vermutlich längst eingestürzt. Sichtbare Schäden gibt es auch durch Bäume oder Baumwurzeln, die in die Eingangsbereiche von Stollen eindringen. In all den Jahren nach dem Krieg, hat sich kaum jemand um diese Bunker gekümmert. Sie wurden sich selbst überlassen und wozu hätte man sie sanieren sollen? Mit dem Fall der Mauer war der “Kalte Krieg“ endgültig vorbei.

Stollen im Steinbruch Hofermühle
Einige ehemalige Stollen und Schutzräume befinden sich auf privatem Grund und Boden. So finden sich auch drei sogenannte “Einmann-Bunker“ auf einem privaten Anwesen, im Westen von Heiligenhaus. Sie sind sehr gut erhalten, weisen keine Beschussspuren auf und sind eine kleine Rarität in unserer Stadt. Vermutlich waren sie als Schutz gegen Tieffliegerangriffe gedacht. Andere Bunker und Stollen befinden sich im Eigentum der Stadt Heiligenhaus. Einen großen Stollen gibt es noch im ehemaligen Kalksteinbruch, in der Hofermühle. Der Stollen soll 200 Meter tief in den Berg führen und im Krieg als Luftschutzstollen benutzt worden sein. Der Eingang ist mit Hohlblocksteinen zugemauert. Das Gelände gehört den Kalkwerken in Wülfrath.
Weil es in Heiligenhaus auch Bergbau (Blei & Eisenerz) gab, kann man vermuten, das frühere Bergwerkstollen – oder Teilbereiche davon – später als Bunker ausgebaut wurden. In vielen älteren Häusern sind sicherlich noch Reste von ehemaligen Luftschutzkellern vorhanden. In den Broschüren des Geschichtsvereines („cis Hilinciweg“ / erhältlich im Heimatmuseum) finden sich Hinweise auf ehemalige Bunker im Bereich des heutigen „John-Steinbeck-Park“ (Volkspark), der Hasselbecker Straße und am „Siepen“. Einige dieser Bunker sind in ihrer Entstehungsgeschichte auf Privatinitiativen zurückzuführen. Viele entstanden erst in den letzten Kriegsjahren, unter großen körperlichen Anstrengungen. Eine interessante Aufstellung hat Kriminalobermeister Neu am 12. Juli 1966 erstellt. Eine schlecht lesbare Kopie von zwei geschriebenen Schreibmaschinenseiten (Quelle: Stadtarchiv) bringt einige Details über Bunker und Luftschutzstollen ans Tageslicht. Kriminalobermeister Neu bekam die Hinweise damals aus der Bevölkerung. Die Liste enthält interessante Angaben über Größe, Ausbauart, Ausgestaltung und Informationen über den damaligen Zustand.
Tiefflieger setzten der Bevölkerung zu
Viele Menschen werden bei Luftalarm in diesen Anlagen ausgeharrt haben, in der Hoffnung das ihnen nichts passiert. Ob es Licht in den kleinen Bunkern und Stollen gab, ist nicht bekannt. Man darf vermuten das die Bevölkerung bei Kerzenschein längere Zeit in den Anlagen gesessen hat. Bekanntlich hatte Heiligenhaus nicht so sehr unter direkten Luftangriffen zu leiden, so dass es bei wenigen Toten blieb. Die Bombenangriffe galten eher den Großstädten in der Umgebung. Die Erschütterungen der Bombenangriffe auf das Ruhrgebiet sollen bis Heiligenhaus zu spüren gewesen sein. In Heiligenhaus gab es Angriffe durch Tiefflieger. Und dabei kamen Menschen um.
Alte Stollen sind gefährlich

Bunker Waldhotel (“Parkhaus”)
Viele eingestützte oder verschüttete Eingänge zeigen uns heute, dass es richtig war, die Eingänge zu verschließen. Die Zeitzeugen, die den Krieg hier in Heiligenhaus erlebt haben, werden immer weniger. Im Stadtarchiv existiert eine Liste über Luftschutzstollen und Bunker in Heiligenhaus, die ebenfalls durch Herrn Nolte zusammengestellt wurde. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es in Heiligenhaus weitere Bunker gibt oder gegeben hat, die vielleicht in Vergessenheit geraten sind. Viele Traditionsfirmen – so muss man vermuten – werden eigene Bunkereinrichtungen gehabt haben. Ob diese Anlagen heute noch existieren, wissen nur Eingeweihte. Im Stadtarchiv gibt es dazu keine weiteren Unterlagen. Im Jahr 2008 gibt es etwas Klarheit, weil über 60 Jahre nach Kriegsende viele Informationen zugänglich sind. Früher waren solche Informationen nicht selbstverständlich zu bekommen und unterlagen teilweise auch der Geheimhaltung. Diese Schutzräume gehören zur Geschichte unserer Stadt und an der vermuteten “Untertunnelung“ von Heiligenhaus, ist sicherlich ein Körnchen Wahrheit dran. Aber man muss die Dinge halt realistisch betrachten und – wie man hier zu sagen pflegt, auch die “Kirche im Dorf lassen“ können.
Quellenangaben und Literaturhinweise:
Stadtarchiv der Stadt Heiligenhaus
Broschüren des Geschichtsvereins Heiligenhaus („cis Hilinciweg“ Nr. 9 & 10 ).
Einen Dank an die Grundstückseigentümer, ohne deren Erlaubnis viele Fotos nicht möglich gewesen wären. Und einen Dank an alle, die mit ihren Auskünften geholfen haben.
Folgende Downloads (PDF-Format) stehen zur Verfügung:
- Erläuterungen und Standortangaben zu den Fotos in der Fotogalerie:
legende-fotogalerie.pdf - Den Lageplan (Quelle: Stadtarchiv) des Großbunkers im Bereich Nonnenbrucher Straße, Südring, Mozartstraße, Schulstraße, Hauptstraße:
lageplan.pdf - Einen Artikel über die Besichtigung des Kiekert-Stollens finden sie hier
- Eine Aufstellung über bekannte Luftschutzstollen und Bunker in Heiligenhaus (Quelle: Stadtarchiv):
bunkerliste.pdf - Eine Abschrift der Liste „Aufstellung der im Bereich Heiligenhaus befindlichen Stollen und Höhlen“ (erstellt im Jahr 1966 von Kriminalobermeister Neu / Quelle: Stadtarchiv):
aufstellung.pdf
Fotogalerie mit Bunkereingängen, Stolleneingängen und sonstigen Schutzeinrichtungen von Ralf Jeratsch:
Saving...





















An alle Interessierten und heimliche Forscher:
http://www.lostplaces.de
Kommentar bewerten:
0
0
Was nichts daran ändert das die Stadt Heiligenhaus irgendwie nicht existiert.
Boahhhhh!!!
Kommentar bewerten:
0
0
@ Wuppertaler:
In dessen nicht existierenden Bunkeranlagen ich mich in meiner nicht existierenden Jugend hineinphantasiert hatte.
Doppelboahhh!!!
Kommentar bewerten:
0
0
@DEDE
Mein Commi bezog sich auf das Netz im Allgemeinen. Scheinbar hat sich für HH noch keiner wirklich interessiert.
Bei Lostplaces gibt es nur einen Bericht über die “Heidschnucke” und nix anneres.
Scheißkramboaaahhhh
Ansonsten ist im Netz Fehlanzeige.
Kommentar bewerten:
0
0
@Wuppertaler
Nebenbei bleibe ich am Bunker-Thema natürlich dran.
Wenn es etwas Neues zu vermelden gibt, dann tue ich das….
Natürlich gibt es immer noch Gerüchte und wilde Erzählungen.
Teilweise sehr amüsant
– weil an den Haaren herbeigezogen.
@ Wuppertaler:
Mehr als meine weit vorher genannte “Begehung”(siehe 20.) und Erzählungen alter Heiligenhauser “Jungs”(so70plus) über die Funkanlagen in Isenbügel, sowie eine genaue Standortkenntnis des “Granatenwäldchens” habe ich leider nicht zu bieten.
@ Ralf:
Mein Augenzeugnis deckt sich mit den erhaltenen Plänen.
Kommentar bewerten:
0
0
@DEDE
Du schwächelst…..
Ich habe gehört das in der Nähe des Grünen Jägers noch bis vor kurzem
Betonreste mitten im Feld gelegen haben und zwar unter der Hochspannungsleitung auf der rechten Seite Richtung Hofermühle.
Kann mich da schwach dran erinnern…sah aus wie so ein Grabhügel….wurde mir als “Flakstellung” angeboten.
Wer weis was???
THX
Kommentar bewerten:
0
0
@ Wuppertaler:
Wie meinen ?
Kommentar bewerten:
0
0
Soll ich das nochmal Vorlesen?
Kommentar bewerten:
0
0
@ Wuppertaler:
Du phantsierst.
Kommentar bewerten:
0
0
“phantasierst” sollte da eigentlich stehen.
Kommentar bewerten:
0
0
@Dede
Du wirst mir langsam unheimlich.
Was ist denn an dieser Frage so schlimm??
Dieser Hügel war oder ist noch da und wurde mir als Rest einer ehemaligen Flakstellung erklärt.
THX bedeutet Thanks…..oder ist das jetzt auch verboten??
Kommentar bewerten:
0
0
@ Wuppertaler:
Nee, das meinte ich alles nicht. Ich will nur wissen warum ich denn schwächele ? Nur weil ich nicht mehr weiß als da steht ?
Btw. der “Flak-Hügel” ist immer noch da. Allerdings lese ich hier zum ersten mal, daß es eine ehemalige Flak Stellung sein soll.
Kommentar bewerten:
0
0
Eben….das war mir auch neu und ich habe weder im Atlantikwallarchiv noch bei LostPlaces was gefunden…sonst hätte ich ja nicht gefragt.
Außerdem sollten wir diese Anpamperei lassen….OKI???
Kommentar bewerten:
0
0
@ Wuppertaler:
OKI ! Sehr vernünftiger Vorschlag.
Zum Thema “Innenstadtbunker” bin ich noch gespannt auf die Entwicklung. Immerhin hatte Ralf ja erwähnt, daß er vorhat eine Genehmigung für eine Begehung der Anlage zu bekommen.
Da wäre ich, ehrlich gesagt, sehr gerne dabei.
Wie gesagt, als ich 1984 da drin war sahen Teile davon nicht verrottet sondern, ganz im Gegenteil, sehr betriebsbereit aus.
Das ganze hat einen starken Spooky-Faktor.
Kommentar bewerten:
0
0
@Dede
Ich bemühe mich nicht um eine Genehmigung für eine Begehung, sonbdern ich warte genüsslich ab ob sich ein Besichtigungstermin ergeben wird. Spätestans wenn die Zargen der Eingangstür verrostet sind dürfte das der Fall sein….
* grins * Und das kann eigentlich nicht mehr so lange dauern
+ fg *
@ Ralf:
Irgendwie will sich mir nicht erschließen warum bei einer verrotteten Eingangstüre eine Gesamtbesichtigung anstehen würde. Man könnte auch einfach nur die Tür erneuern und es dabei belassen. Immerhin könnte der Abstieg über die Eisentreppenkonstruktion wegen Rost ja auch gefährlich sein.
Vorausgesetzt wir reden hier beide vom Eingang auf dem Südring.
Kommentar bewerten:
0
0
Guten Abend an alle.Auf dem unteren Teil (Schulhof) der Grundschule kuckt ein ca. 160 cm hoher 1 meterring Kanalrohr aus dem Boden (oben ist ein Vogelhaus drauf gemacht )Der gesammte Deckel ist mit einem Schweren vorhängeschloß gesichert . Das ist der eingang und sogenannte Wetterschacht dieser Bunkeranlage.
@ralf
Vorsicht beim betreten einer jahrezentenalten unterirdischen Betonkonstruktion (Radioaktive strahlung) .Das ganze Stollensystem muß erst gelüftet werden !!!
Kommentar bewerten:
0
0
@Dede
Die Tür ist nicht nur abgeschlossen, sondern zusätzlich zugeschweißt. Man kann sie also nicht einfach aufschließen und reingehen. Und wenn eine neue Tär eongesetzt werden muss, weil die alte irgendwann durchgesrostet ist, würde sich ein Besichtigungstermin anbieten.
@MG
Danke für die Info. Es gab immer mal Berichte über einen solchen Schacht. Ein Foto davon würde ich nicht veröffentlichen, denn sonst kommt noch jemand auf “dumme”
Gedanken. Ich kann mich nicht daran erinnern das ich auf dem Schulhof damals eine derartige Konstruktion gesehen hätte.
Vielelicht haben wir es damals auch übersehen, obwohl intensiv gesucht wurde. Vielleicht an der falschen Stelle…..
Ganz toller spannender Bericht und gute Recherche. Endlich mal auch jemand, der sich kümmert.
Ganz großes Lob !
Kommentar bewerten:
0
0
Bunkeranlage
VHS /Musikschule Südring/Mittelstr.
Unter dem Parkplatz, im hinteren südlichen Bereich, war der Schulbunker,
In den wir bei Alarm mussten.
Es wurde versucht, dort weiter zu unterrichten.
Die Konstrucktion war aus Beton; winklige Gangführung.
Omarliese
Kommentar bewerten:
0
0
Radaranlage in Heiligenhaus im 2.Weltkrieg Heidschnucke meldet
Bei Besuch eines höheren Offiziers landete ein Fieseler Storch auf einem Feld hinter dem Henriettenhof an der Heidestrasse.
Der Boden war offensichtlich zu weich. Der Flieger setzte sich auf die Nase. Der Propeller zerbrach.
Wir konnten erleben, dass das Flugzeug einige Tage in Heiligenhaus bleiben musste.
M.E. Ist diese Flugzeuglandung die erste Landung eines Flugzeuges auf Heiligenhauser Boden
Kommentar bewerten:
0
0
Oh ja, schlagwort: Sirenen und Bomben. Hier in Aachen war letzten ein Sirenentest
Muss wohl in ganz DE oder NRW gewesen sein. Jedenfall waren meine Großeltern begeistert
Fliegeralarm?
Gruß, Frederik
Kommentar bewerten:
0
0
@Ralf:
Dieser “etwaige” Besichtigungstermin würde mich sehr interessieren. Ich möchte hiermit ausdrücklich erklären, daß ich bei einer solchen Begehung gern dabei wäre.
Kommentar bewerten:
0
0
@Dede
Was wäre der Mensch ohne seine Neugierde?
Ich weiß aktuell von keinem solchen “etwaigen” Termin und wenn es einen solchen Termin geben würde, dann sicherlich nicht für ein breites Publikum.
Eher schon für “Presse & Feuerwehr-Begleitung”, so wie es beim Kiekert-Stollen der Fall war.
I’m so sorry
Hallo Ralf
Ja,Dein Bericht ist immmer noch interessant.Als “alte”
Heiligenhauserin, geboren in der Wassermangel sind solche Themen natürlich spannend zu lesen.Zum Beitrag 20 möchte ich folgendes sagen,auch ich war,mit meinem früheren “Freundeskreis” Anfang der 70′er dort unten.Ja,Ihr
Lieben aus dem Nonnenbruch,Ihr auch,smile.Schon damals waren die Sanitäranlagen nur noch ein Trümmerhaufen.In einigen Räumen standen noch alte Bettgestelle rum,aber sonst,nur Müll und Schutt.Wir waren auch durch einen Gulli
runter gegangen.Das Schwimmbad leckte damals noch nicht so doll,grins.Komisch,wieso haben fast nur Leute aus der Realschule gewußt wo der Gulli ist.Ich glaube die Firma Schlechtendahl hat jetzt einen Anbau auf “Unseren” Gullideckel gebaut.So Ihr Lieben,ich hoffe das mein Beitrag Euch geholfen hat.Ich finde es toll das sich doch so viele für das Thema und noch weiteres aus Heiligenhaus interessieren.Ja,wir sind eben doch ein Dorf.Das war nicht abfällig gemeint.Das sagte meine Oma immer,wenn wir einkaufen gingen.
Ich möchte nirgendwo anders wohnen.Liebe Grüße von Paulchen
Kommentar bewerten:
0
0
@Paulchen2010
Dieser Artikel wird immer wieder gerne gelesen und verfolgt.
Gerade im letzten Monat waren die Zugriffe recht hoch.
Es gibt anscheinend eine Verlinkung zu Bunker- und
Stollenfans von einer anderen Internetseite. Die Blog-Redaktion hat das mal zurückverfolgt.
Im gesamten Internet finden sich nur wenig Berichte über Bunker- und Stollenanlagen im Raum Heiligenhaus. Dieser Bericht hier ist vermutlich schon etwas handfester.
Übrigens glaube ich nicht an Wassereinbruch aus dem Pool der
Villa. Das Wasserproblem ist ein altes Problem dieses Bunkers. Schon vor der Sanierung des Bunkers in den frühen
60-ziger Jahren mussten 3000 Kubikmeter Grundwasser abgepumpt werden, um die Anlage überhaupt begutachten zu können. Ich habe dazu einen alten Zeitungsbericht, mit Fotos und einer einfachen Lageskizze.
Das Wasser-Problem wurde auch vor einigen Jahren erneut erwähnt, als es eine Begehung mit der Presse gab. Damals unter dem amtierenden Bürgermeister Peter Ihle. Irgendwo ging es nicht mehr weiter, weil das Wasser zu hoch stand….
Ich werde jedenfalls an dem Bunker-Thema dran bleiben.
Bei meinem “Besuch” im Bunker 1984 habe ich in Höhe des Pools Tropfsteine gesehen. Undzwar NUR dort.
Unter Wasser stand da sonst nix.
Kommentar bewerten:
0
0
Hi Dede, schön dich hier zu finden. @ alle: mein Vater erzählte vo Jahren, dass im Werkerwald eine Flakstellung war. Zum Ende des Krieges hat er mit seinen Kumpels dort gespielt. Weiterhin erzählte er, dass die Brüder Mauer (ALU Mauer), so sie denn noch leben, sich gut “in Bunkern” in HH auskennen würden. Das Thema kam deswegen auf, weil ein Kollege beim Bau seines Hauses am Nordring bei Ausschachtungen auf ein massives Gemäuer stiess, welches einem Bunkereingang nicht unähnlich war. Von dort hätte man in Richtung Innenstadt gelangen können. Frage bei Gelegenheit mal nach, es musste auf Luftbildaufnahmen aus Düsseldorf zurüchgegriffen werden…
Kommentar bewerten:
0
0
Hier wird von dem Stollensystem berichtet: http://www.lostplaces.de/index.php?option=com_fmdb&id=204&typ=0&task=2
Kommentar bewerten:
0
0
An Omarliese:
Was war der Bevölkerung von der Funkmessstaion Heidschnucke bekannt? Die Antennenanlagen waren teilweise sehr hoch und müssten zu sehen gewesen sein. Konnte die Straße nach Hösel benutzt werden oder war sich gesperrt?
Andere Frage: Auf dem Isenbügler Kopf war dort, wo heute die alte Deponie mit dem Wäldchen ist, ein großer Gebäudekomplex. Was war das?
Kommentar bewerten:
0
0
@Jürgen
Auf dem unter Funkamateuren heute weithin bekannten Hügel, dem Isenbügeler Kopf, befand sich im zweiten Weltkrieg eine Nachrichtentruppe der Luftwaffe. Es wurden Peilgeräte zur Luftaufklärung eingesetzt und diese Anlage soll mit den Funkstellen >>Maibaum <> Heidschnucke << an der Höseler Straße. Bis zum Kriegsende war die Anlage auf dem Isenbügeler Kopf in Betrieb und wurde dann im Mai 1945 von Amerikanern und Engländern in die Luft gesprengt.
So schreibt es Herbert Hetzel in der Broschüre „Cis Hilinciweg“ Nr. 11, ab Seite 50.
(Der Isenbügeler Kopf / Damals und heute. Erinnerungen und Gedanken von Herbert Hetzel)
Die Geschichte des Isenbügeler Kopfes ist hierin umfassend beschrieben, auch andere Themen, wie Geologie, Deponien, Bewohner oder Landschaft werden behandelt. Diese Broschüren werden vom Geschichtsverein Heiligenhaus e.V. herausgegeben. Die Autoren sind überwiegend Zeitzeugen oder zumindest sachkundige Bürger.
Die Broschüre mit umfassenden Informationen (leider keine Fotos der Funkstellen) kann man im Heimatmuseum Abtsküche kaufen. Diese Broschüren erscheinen in loser Folge.
In früheren Ausgaben werden auch andere Themen aus dem 2. Weltkrieg behandelt. Einige Ausgaben sind allerdings vergriffen und werden anscheinend nicht mehr nachgedruckt.
@ Jürgen:
dies ist wohl informativ: http://www.lostplaces.de/forum/viewtopic.php?t=1464&start=230&sid=58bbbad5230caf2f7b1d0bd8dcb0f37d
Kommentar bewerten:
0
0
Oder…
http://www.deutschesatlantikwallarchiv.de
Googlen bringt auch viel Informatives…aber leider nicht über H-Town.
Über die angebliche Flakstellung im Bereich Grüner Jäger
habe ich bisber noch nichts erfahren.
Kommentar bewerten:
0
0
Danke Wuppertaler für den Link. Da müssen ja bis zu 300 Mann in H´haus stationiert gewesen sein…
Werde bei Gelegenheit einen meiner Onkel fragen, ob sich einer an die Flakstellung erinnert.
Kommentar bewerten:
0
0
@Ralf
Danke für die Angaben. Die Beiträge in den früheren Ausgaben von “Cis Hilinci” habe ich im Frühjahr in der Stadtbibliothek in aller Ruhe durchgestöbert. Allerdings bin ich auf den von Dir bezeichneten Artikel nicht gestoßen. Hole ich nach. Ich habe amerikanische Luftbilder der “Heidschnucke” und von Isenbügel aus März 1945. Darauf ist das zur “Heidschnucke” gehörende Jagdschloss gut zu erkennen. Es ergibt sich allerdings kein Anhaltspunkt dafür, dass die Stellung “Maibaum” auf dem Isenbügler Kopf stand. Für mich sieht es eher so aus, als wäre auf dem Gelände des damals dort existierenden Bauernhofes (oder ähnlich) eine Scheinwerferstellung gewesen. In anderen Quellen wird der Standort von “Maibaum” von damals Beteiligten als oberhalb des Kettwiger Stausees angegeben. Da die Anlagenteile teilweise mobil waren, könnte der Standort auch gewechselt worden sein. Zunächst war die Stellung am Flughafen Mülheim aufgebaut, aber wegen Störungen durch den Flugplatzbetrieb dann nach Kettwig oder eben nach Isenbügel verlegt worden. “Maibaum” war unabhängig von “Heidschnucke” und gehörte in der mil. Führung auch in zu einer anderen Einheit. Die Anlagen der Heidschnucke an der Unterilp und das zugehörige Jagdschloss in Isenbügel sind laut Zeitzeugen übrigens am 10.4.1945 beim Anrücken der Amerikaner von deutschen Truppen gesprengt worden. Am selben Tag wurden in Kettwig die Ruhrbrücken gesprengt. Am 11.4.1945 rückten die Amerikaner in Kettwig ein. Die mil. Bedienungseinheiten der Heidschnucke waren nach der Aufgabe der Stellung nach Lüdenscheid verbracht worden. Wahrscheinlich sind diese dann den Truppen der hier im Ruhrkessel eingeschlossenen Heeresgruppe B zugeteilt worden. Über das weitere Schicksal ist nichts bekannt. Die Luftwaffenhelferinnen wurden teilweise vorher entlassen und heimgeschickt. Ebenso wie die meisten einer Gruppe von ca. 15 für den Hilfseinsatz zur Luftwaffe eingezogenen 17-18 jährigen Angehörigen der Hitlerjugend aus verschiedenen Gegenden Deutschlands, die speziell für die Bedienung der Funkmessgeräte ausgebildet waren und am 21. März 1945 zur Jagsdschlossanlage in Isenbügel bzw. in die Stellung Maibaum kamen. Die einzelnen Jugendlichen haben versucht, sich nach dem 10.4.1945 auf eigene Faust nachhause durchzuschlagen. Viele von ihnen gerieten in Gefangenschaft oder wurden verletzt. Einzelne kamen sogar ums Leben. Ihre jugendliche Begeisterung für Funk und Elektronik wurde zu ihrem Schicksal. Einer der Überlebenden – allerdings nicht in Heiligenhaus eingesetzt- war übrigens nach dem Krieg über lange Jahre der UKW Referent des DARC. Andere bekleideten führende Funktionen in Entwicklungsabteilungen der deutschen Nachkriegsindustrie, z.B. bei Grundig.
Kommentar bewerten:
0
0
@Jürgen
Das sind unteressante Details. Vielleicht machst Du mal einen Abgleich deiner Infos mit dem Stadtarchiv. Herr Nolte wird sicherlich dankbar sein, denn ihm fehlen z.B. Fotos dieser Funkstellen. Da das Stadtarchiv allen Bürgern offen steht, ist das problemlos – während der Öffnungszeiten – möglich.
Diese Stollen begehe ich immer häufiger im Wald.
mir ist noch nichts passiert.
Gruss ´Max
Kommentar bewerten:
0
0
Hier gibt es noch mehr interessante Infos !
http://www.untertage-übertage.de
Kommentar bewerten:
0
0
Vielen Dank für den Link….super !!!!
Kommentar bewerten:
0
0
Ich muss sagen diese Nachforschung ist sehr interessant.
In meiner Jugend habe ich einige dieser Bunker Erkundschafted, wo noch die moeglichkeit bestand diese zu betreten. Die Luftschutz Glocke und Umgebung hatten mein Freund und ich in 1972 entdeckt und es war noch in einem guten Zustand.
Alle “Erkundschaftungen” haben wir natuerlich Geheim gehalten weil wir Angst hatten das unsere Eltern die Behoerden darauf hinweisen wuerden,
schon zu dieser Zeit waren die meissten Bunker und Luftschutzkeller schon schwer beschadigt (Wasser) und meisstens konnte man nur ein paar Meter in Sie vordringen und es war gut das die Behoerden die Eingange zugemauert hatten.
Hochachtungsvoll
Die Tunnel Ratte
Kommentar bewerten:
0
0
Soweit ich mich errinnern kann wurde das Granaten Waeldchen in den 60er Jahren von der Bundeswaehr ausgerauemt nachdem man dort Munition und Granaten gefunden hatte.
Kommentar bewerten:
0
0
Laut einer Veröffentlichung in “Cis Hilinciweg 8″,
2005,erinnert sich die Hetterscheiderin Gisela Majert: “Hinter der heutigen Spedition Weiss in Richtung Velbert gesehen standen auf dem Acker Nückels im zweiten Weltkrieg Funktürme und Scheinwerfer, an deren große Lichtkugeln ich mich noch gut erinnere.”
Über diese Anlage habe ich noch niergendwo etwas gelesen…wer hat Infos???
Kommentar bewerten:
0
0
Hmm, wohne da in der Nähe, wahrscheinlich war das schon Velberter Gebiet. Die Stadtgrenze verläuft ja kurz hinter Weiss. Gibts in Velbert ein Stadtarchiv?
Kommentar bewerten:
0
0
Schieferstollen Wilhelmslust in Mudersbach zu besichtigen oder in gooogle angucken mich anschreiben wer will bis dann und Glück auf
Kommentar bewerten:
0
0