Eingänge in die Unterwelt von Heiligenhaus
18. April 2008 - Von Ralf in Es war einmal.., News, Reportagen | Druckversion | Versandversion
Erinnerungen an Bunker, Stollen und Schutzeinrichtungen

Nachdem im letzten Herbst Einzelheiten über den Kiekert-Stollen bekannt wurden, sind sie wieder da. Die Diskussionen um Bunkeranlagen und Luftschutzbunker, im Stadtgebiet. Immer noch gibt es in der Bevölkerung die abenteuerlichsten Gerüchte. Von Stollenanlagen und Gängen, die halb Heiligenhaus untertunneln sollen, wird immer wieder erzählt. Darum ist es angezeigt etwas Licht in das Dunkel zu bringen.
Um zunächst einmal realistisch zu bleiben, muss man einmal die Einwohnerzahl zur Zeit des zweiten Weltkrieges betrachten. Im Jahr 1945 (nach Kriegsende) hatte Heiligenhaus ca. 10.000 Einwohner. Heute sind es ca. 27.400 Menschen, die in Heiligenhaus leben. Wohngebiete wie Wassermangel, Nonnenbruch, Hahnholz, Unterilp, Oberilp, Heide und Migua-Viertel gab es damals noch nicht. Auch der Innenstadtbereich war flächenmäßig nicht so ausgedehnt, wie es heute der Fall ist. Die Stadt begann erst nach dem 2. Weltkrieg zu wachsen, weil viele neue Arbeitsplätze entstanden. Die Schloss- und Beschläge- Industrie boomte.

Brahmstr./Kettwiger Str.
Natürlich gab es während es Krieges Schutzräume, aber sicherlich nicht in einer solch großen Dimension, wie es immer wieder vermutet wird. Benötigt man für 10.000 Menschen wirklich sehr ausgedehnte Bunkeranlagen, wie es gemeinhin angenommen wird? Wohl eher nicht. Zumal damals Schutzräume in den Kellern privater Häuser vorgeschrieben waren. Man darf davon ausgehen, dass die meisten Bunker als einfache Luftschutzbunker dienten, um den Menschen in ihrer direkten Umgebung Schutz zu bieten. Größere Bunkeranlagen, die in kleineren Städten errichtet wurden, hatten meistens einen militärischen Nutzen. Der bauliche Aufwand ist für solche Bunker auch aufwändiger. Zwar wird immer wieder erzählt, dass angeblich viele Bunker in Heiligenhaus unterirdisch miteinander verbunden sind. Aber mit den Mitteln der damaligen Zeit, hätte es Jahrzehnte gedauert, um kilometerlange Gänge voran zu treiben.

John-Steinbeck-Park
Sehr lange Stollengänge, die viele heute noch unter dem Stadtgebiet vermuten, erscheinen als eher unrealistisch und wären auch dem erwünschten Zweck (Luftschutz) nicht sonderlich dienlich gewesen. Wer heute mit offenen Augen durch die Umgebung von Heiligenhaus geht oder über entsprechende Ortskenntnisse verfügt, der findet noch diverse Eingänge von Schutzeinrichtungen und Stollen. Aber alle Zugänge sind längst zugemauert und / oder verschüttet. Viele Stollen haben nicht sehr weit in den Berg geführt. Spätestens Anfang der siebziger Jahre wurden noch offen stehende Eingänge verschlossen. Viele Stollen und Luftschutzbunker hatten sich zu Abenteuerspielplätzen für Kinder und Jugendliche entwickelt. In Heiligenhaus gab es auch Hinweise aus der Bevölkerung, wenn irgendwo ein offen stehender Eingang entdeckt wurde. Im Stadtarchiv finden sich dazu Informationen. Eine Ausnahme bildete der Bunker, dessen Eingang sich am Südring befindet. Dabei handelt es sich ursprünglich um einen alten Wehrmachtsbunker des damaligen Luftgaukommandos VI. In alten Aufzeichnungen wird dieser Bunker als Gefechtsstand bezeichnet. Gebaut im Jahre 1943 -1944, wurde er ab 1967 völlig modernisiert. Nach Fertigstellung war er auf einem modernen Stand der Technik. Gegen Kriegsende diente er der Bevölkerung noch als Luftschutzbunker und wurde nach dem Krieg von ortskundigen Personen ausgeschlachtet. Reste eines weiteren Eingangs finden sich auf dem Spielplatz zwischen der Nonnenbrucher Straße und der Gartenstraße, hinter dem heutigen Fiat-Autohaus, am Südring.
Einige Zahlen und Daten* zum Großraumbunker am Südring

Einmann-Schutzraum
Sohlentiefe am Einstieg: 18 m
Sohlentiefe am Lüftungsschacht: 22 m
Länge der Stollengänge: über 330 m
Höhe: je 2,20 m
Wandstärke: je 0,30 m
Breite: je 2 m
Anzahl der Kammern: 11
Lange je: 22,40 m
Höhe: je 3m
Wandstärke: je 0,58 m
Breite: je 3,65 m
Klimakammer-Höhe: 4,90 m
Klimakammer-Breite: 7,60 m
Wandstärke: 0,82 m
Klimakammer-Länge: 13,00 m
Ehemalige Gefechtsstände:
Längen: 15,20 m und 11,65 m
Höhe: je 5,25 m
Wandstärke: je 1,40 m
Breite: je 9,50 m
Fläche der Kammern
und der Großräume: ca. 1250 m²
Geschätztes Fassungsvermögen im
Notfall: 5000 Personen
(*Quellenangabe: Zeitung ZRW vom 7. November 1970 / Stadtarchiv)
Die Eingangstür am Südring ist heute zugeschweißt. Das es von diesem Bunker keine Verbindung zum Kiekert-Stollen gibt, machte eine Besichtigung des Kiekert-Stollens, im Herbst 2007, deutlich. Bei einer Begehung der Großbunkeranlage, die vor einigen Jahren stattfand, stellte man fest das es massiven Grundwassereinbruch gibt. Die örtliche Presse berichtete dazu ebenfalls. Dieser Bunker ist ein Relikt des sogenannten „Kalten Krieges“. Im Stadtarchiv findet sich eine Auflistung über Ereignisse um diesen Großraumbunker. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Ereignissen (aus alten Akten, Schilderungen von Zeitzeugen und Presseinformationen) die der Stadtarchivar Hartmut Nolte zusammengestellt hat. Darin werden die Baukosten mit 5 bis 10 Mio. Reichsmark beziffert.

Nähe Gut Anger

Spielplatz Nonnenbrucher Str./p>
Aber alle anderen Luftschutzeinrichtungen sind inzwischen mehr als 60 Jahre alt. Selbst wenn sie heute zugänglich wären, es wäre viel zu gefährlich sie zu betreten. Einige Eingänge sind bereits eingebrochen oder durch Gelände-Erosion verschüttet. Auch die Feuchtigkeit stellt ein Problem dar, denn sie setzt den Ziegelmauern an den Eingängen sehr stark zu. Die meisten Anlagen waren nur auf den ersten Metern ausgebaut und die Gänge führten durch den nackten Fels. Primitivere Bauweisen waren Abstützungen mit Holzbalken, die längst verfault sind. Solche Bunker sind vermutlich längst eingestürzt. Sichtbare Schäden gibt es auch durch Bäume oder Baumwurzeln, die in die Eingangsbereiche von Stollen eindringen. In all den Jahren nach dem Krieg, hat sich kaum jemand um diese Bunker gekümmert. Sie wurden sich selbst überlassen und wozu hätte man sie sanieren sollen? Mit dem Fall der Mauer war der “Kalte Krieg“ endgültig vorbei.

Stollen im Steinbruch Hofermühle
Einige ehemalige Stollen und Schutzräume befinden sich auf privatem Grund und Boden. So finden sich auch drei sogenannte “Einmann-Bunker“ auf einem privaten Anwesen, im Westen von Heiligenhaus. Sie sind sehr gut erhalten, weisen keine Beschussspuren auf und sind eine kleine Rarität in unserer Stadt. Vermutlich waren sie als Schutz gegen Tieffliegerangriffe gedacht. Andere Bunker und Stollen befinden sich im Eigentum der Stadt Heiligenhaus. Einen großen Stollen gibt es noch im ehemaligen Kalksteinbruch, in der Hofermühle. Der Stollen soll 200 Meter tief in den Berg führen und im Krieg als Luftschutzstollen benutzt worden sein. Der Eingang ist mit Hohlblocksteinen zugemauert. Das Gelände gehört den Kalkwerken in Wülfrath.
Weil es in Heiligenhaus auch Bergbau (Blei & Eisenerz) gab, kann man vermuten, das frühere Bergwerkstollen – oder Teilbereiche davon – später als Bunker ausgebaut wurden. In vielen älteren Häusern sind sicherlich noch Reste von ehemaligen Luftschutzkellern vorhanden. In den Broschüren des Geschichtsvereines („cis Hilinciweg“ / erhältlich im Heimatmuseum) finden sich Hinweise auf ehemalige Bunker im Bereich des heutigen „John-Steinbeck-Park“ (Volkspark), der Hasselbecker Straße und am „Siepen“. Einige dieser Bunker sind in ihrer Entstehungsgeschichte auf Privatinitiativen zurückzuführen. Viele entstanden erst in den letzten Kriegsjahren, unter großen körperlichen Anstrengungen. Eine interessante Aufstellung hat Kriminalobermeister Neu am 12. Juli 1966 erstellt. Eine schlecht lesbare Kopie von zwei geschriebenen Schreibmaschinenseiten (Quelle: Stadtarchiv) bringt einige Details über Bunker und Luftschutzstollen ans Tageslicht. Kriminalobermeister Neu bekam die Hinweise damals aus der Bevölkerung. Die Liste enthält interessante Angaben über Größe, Ausbauart, Ausgestaltung und Informationen über den damaligen Zustand.
Tiefflieger setzten der Bevölkerung zu
Viele Menschen werden bei Luftalarm in diesen Anlagen ausgeharrt haben, in der Hoffnung das ihnen nichts passiert. Ob es Licht in den kleinen Bunkern und Stollen gab, ist nicht bekannt. Man darf vermuten das die Bevölkerung bei Kerzenschein längere Zeit in den Anlagen gesessen hat. Bekanntlich hatte Heiligenhaus nicht so sehr unter direkten Luftangriffen zu leiden, so dass es bei wenigen Toten blieb. Die Bombenangriffe galten eher den Großstädten in der Umgebung. Die Erschütterungen der Bombenangriffe auf das Ruhrgebiet sollen bis Heiligenhaus zu spüren gewesen sein. In Heiligenhaus gab es Angriffe durch Tiefflieger. Und dabei kamen Menschen um.
Alte Stollen sind gefährlich

Bunker Waldhotel (”Parkhaus”)
Viele eingestützte oder verschüttete Eingänge zeigen uns heute, dass es richtig war, die Eingänge zu verschließen. Die Zeitzeugen, die den Krieg hier in Heiligenhaus erlebt haben, werden immer weniger. Im Stadtarchiv existiert eine Liste über Luftschutzstollen und Bunker in Heiligenhaus, die ebenfalls durch Herrn Nolte zusammengestellt wurde. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es in Heiligenhaus weitere Bunker gibt oder gegeben hat, die vielleicht in Vergessenheit geraten sind. Viele Traditionsfirmen – so muss man vermuten – werden eigene Bunkereinrichtungen gehabt haben. Ob diese Anlagen heute noch existieren, wissen nur Eingeweihte. Im Stadtarchiv gibt es dazu keine weiteren Unterlagen. Im Jahr 2008 gibt es etwas Klarheit, weil über 60 Jahre nach Kriegsende viele Informationen zugänglich sind. Früher waren solche Informationen nicht selbstverständlich zu bekommen und unterlagen teilweise auch der Geheimhaltung. Diese Schutzräume gehören zur Geschichte unserer Stadt und an der vermuteten “Untertunnelung“ von Heiligenhaus, ist sicherlich ein Körnchen Wahrheit dran. Aber man muss die Dinge halt realistisch betrachten und – wie man hier zu sagen pflegt, auch die “Kirche im Dorf lassen“ können.
Quellenangaben und Literaturhinweise:
Stadtarchiv der Stadt Heiligenhaus
Broschüren des Geschichtsvereins Heiligenhaus („cis Hilinciweg“ Nr. 9 & 10 ).
Einen Dank an die Grundstückseigentümer, ohne deren Erlaubnis viele Fotos nicht möglich gewesen wären. Und einen Dank an alle, die mit ihren Auskünften geholfen haben.
Folgende Downloads (PDF-Format) stehen zur Verfügung:
- Erläuterungen und Standortangaben zu den Fotos in der Fotogalerie:
legende-fotogalerie.pdf - Den Lageplan (Quelle: Stadtarchiv) des Großbunkers im Bereich Nonnenbrucher Straße, Südring, Mozartstraße, Schulstraße, Hauptstraße:
lageplan.pdf - Einen Artikel über die Besichtigung des Kiekert-Stollens finden sie hier
- Eine Aufstellung über bekannte Luftschutzstollen und Bunker in Heiligenhaus (Quelle: Stadtarchiv):
bunkerliste.pdf - Eine Abschrift der Liste „Aufstellung der im Bereich Heiligenhaus befindlichen Stollen und Höhlen“ (erstellt im Jahr 1966 von Kriminalobermeister Neu / Quelle: Stadtarchiv):
aufstellung.pdf
Fotogalerie mit Bunkereingängen, Stolleneingängen und sonstigen Schutzeinrichtungen von Ralf Jeratsch:






















70 Kommentare
Neuen Kommentar schreiben1. Postal schrieb am 18. April 2008 um 14:11
Hallo Ralf, super Klasse Dein Artikel. THX dafür
2. flippmode schrieb am 18. April 2008 um 15:50
Darauf habe ich echt gewartet super interessant! gruß
3. Quitolo schrieb am 18. April 2008 um 19:23
wow,
sehr lehrreich
solche Themen könnten hier ruhig mal öfter dargestellt werden
mfg
quitolo
4. amarillyon schrieb am 18. April 2008 um 22:39
Hmmm… ganz schön spooky…
Fast schon schade, das Ralf so "nüchtern" berichtet.Ist doch toller Stoff für allerlei Gruselgeschichten.
Naja, Spieler von "Vampire: The Masquerade" wissen aber eh, schon, dass es einen ganz eigenen Grund hat, warum die riesigen Tunnelanlagen unter der Stadt nicht mehr zugänglich sind…
Und Ralf ist nur ein "Guhl", der Desinformation streut…
Aber danke für die Fotos…
5. emma schrieb am 18. April 2008 um 22:44
Toller Berich über ein Stück Heimat
6. Tonolli schrieb am 19. April 2008 um 00:14
ja, echt Klasse, merci auch für Deine ganze Arbeit….
7. Ralf schrieb am 19. April 2008 um 00:53
Vielen Dank für das Lob.
Ich bedanke mich gleichfalls bei der Redaktion für das schnelle Setzen des Artikels.
Nun bin ich auch froh darüber, dass der Artikel online ist. Da steckt wirklich mancher Schweißtropfen und viel Zeit drin. Aber es hat auch viel Spaß gemacht.
Vielleicht kommen ja noch weitere Infos zu sammen.
8. Steffen schrieb am 19. April 2008 um 21:04
Vielen Dank für diesen sehr interessanten Artikel!
9. KSFrechdachs schrieb am 20. April 2008 um 09:44
Aha.. jetzt weiß man es mal richtig…Danke Ralf… Mfg..Kevin
10. vince schrieb am 20. April 2008 um 14:49
echt super interessant! darüber wollte ich schon immer mal nähere infos haben.weisst du noch,dass wir im letzten herbst vor dem heimatmuseum auf genau dieses thema zu sprechen kamen …? und du das thema abgewiegelt hast, mit der bemerkung,dass es ja allgemein zu gefährlich wäre, wenn zu viele leute zu genau bescheid wissen… und jetzt dieser artikel… also.. was denn jetzt?! lg vince
11. Ralf schrieb am 20. April 2008 um 17:03
@Vince Stimmt, wir hatten darüber gesprochen. Eine grobe Idee hatte ich damals schon.Der Kiekert-Stollen war in aller Munde.

Richtig Auftrieb bekam die Sache, nachdem ich wusste welche Infos im Stadtarchiv vorhanden waren. Und das war mehr als ich erwartet hatte. Hinzu kam das Glück, dass der Lageplan vom Großbunker zur Verfügung stand. Damit hatte ich nicht gerechnet. So nahmen die Dinge dann ihren Lauf. Viel Lauferei wegen der Bilder. In einem Fall auch etwas bergsteigerische Aktivität, in der alten Heimat Wassermangel und auch das Glück Grundstückseigentümer zu treffen, die mich auch auf ihre Grundstücke ließen. Vieles ging schneller als geplant……..
Am Text habe ich auch lange gesessen und ihn mehrfach geändert. Es freut mich das Dir der Artikel gefällt. Der Anfang stand wirklich auf sehr wackeligen Beinen. Aber weil so viele Infos im Stadtarchiv schlummerten, konnte ich eigene Erinnerungen mit diesen Infos kombinieren. Aufschlussreich waren auch die Broschüren des Geschichtsvereines. Es hat eben alles gut zusammen gepasst, aber das konnte ich im Herbst 2007 natürlich nicht ahnen.
"Ein Versuch macht eben klug"
LG,
Ralf.
12. vince schrieb am 22. April 2008 um 20:19
da hast du allerdings recht !
13. Ralf schrieb am 22. April 2008 um 21:06
@Alle
Ich möchte doch noch kurz etwas zu dem Artikel ergänzen. Der Bunker am Südring war als Gefechtsstand des Luftgaukommandos VI angelegt. So hatte ich es geschrieben. Ich bin neulich gefragt worden was ein Gefechtsstand ist. Viele scheinen unter einem Gefechtsstand eine Einrichtung mit schweren Kanonen zu verstehen. Das ist allerdings nicht richtig.
Ein Gefechtsstand ist ein Lage- und Befehlszentrum einer militärischen Einheit.
Hier wird die sogenannte Gefechtslage (Kampfhandlungen) analysiert und entsprechend der Lage werden eigene Truppen geführt und eingesetzt. Früher hat man dazu große Karten oder auch sogenannte Sandkästen benutzt, auf denen die militärische Lage nachgestellt wurde. Die Kommunikation lief per Funk, per Feldtelefon oder per Kradmelder. Ein großer und stationär betriebener Gefechtsstand wird natürlich gut geschützt und deshalb der Bunkerbau.
Natürlich gibt es auch mobile Gefechtsstände, die im Ernstfall ständig verlegt werden, um dem Gegner eine Entdeckung zu erschweren.
14. Ralf schrieb am 28. April 2008 um 21:14
@Amarillyon Die Stollengeister, Höhlengeister und "Kellergeister" werden es mir danken
*fg*
15. Pierre Sacher schrieb am 08. Juni 2008 um 16:01
Hallo Ralf,ich würde gerne mehr über das Thema erfahren.Meine Frau und ich haben auf Zahlreichen unserer Spaziergängen einige Bunker entdeckt.Dein Vorletztes Bild (dieses Verrostet etwas das mehr an eine Dahlbusch Bombe erinnert als an einen "EinMann" Bunker) haben wir gestern endteckt.Was mich wundert ist das du kein Bild von dem ca. 50 Meter entferten Bunkereingang hast. Der ist zugemaurt und zu ca. 50 % verschüttet bzw. einige Stein sind rausgebrochen.Ich habe gehört das es in Heiligenhaus wohl eine Fulgzeug Fabrik gab.Weisst du was dazu?Melde dich mal bitte bei mir.
16. Ralf schrieb am 08. Juni 2008 um 17:03
@Pierre Sacher
Vielen Dank für Deine Anmerkungen. Der Artikel hatte sehr hohe Abfragen inm der Statistik und ist vielleicht ein kleines Stückchen Heimatkunde. Wenn auch aus der dunkelsten Zeit Deutschlands.
Ich habe den erwähnten Bunkereingang natürlich auch fotografiert, aber wegen der besonderen Umstände („herausgefallene Steine“) kein Foto online gestellt. Deshalb hab ich auch den Standort der Röhre verschwiegen, damit möglichst niemand hingeht. …….;)
Behalte den Standort dieser Röhre bitte für Dich. Dort wo sie steht, steht sie gut und
wer nicht weiß wo das ist, wird weiterhin rätseln. * lächel *
Bei einigen dieser Eingänge habe ich ganz bewusst auf detaillierte Standortangaben verzichtet. Und dazu gab es die unterschiedlichsten Gründe……
In Heiligenhaus wurden keine Flugzeuge gebaut, sondern Abwurfvorrichtungen für Bomben. Die Endmontage in die Flugzeuge erfolgte aber woanders. Diese Vorrichtungen wurden bei der Firma Kiekert hergestellt. Eventuell damals auch noch in anderen Firmen.
Dem Stadtarchiv liegen meine Informationen vollständig vor, auch mit genauen Standortangaben und den neuesten Fotos.
LG,
Ralf.
17. PierreSacher schrieb am 09. Juni 2008 um 20:39
@ Ralfich werde schweigen wie ein Grab.Ich weiss wie gefährlich so was sein kann, werde mir aber trotzdem den Bunker noch mal genauer ansehen mit einer Taschenlampe.Als "Hobby Historiker / Archäologe" ist so was einfach zu Interessant
18. Holger schrieb am 17. Mai 2009 um 21:03
Hallo zusammen,
eine Frage an die Bunkerkenner
Wer von euch hat Kenntnis über Fledermäuse in diesen Bunkern..Die Hinweise besonders auf Winterquartiere dieser seltenen Tierchen sind noch sehr dürftig..Wir würden uns über Rückmeldungen sehr freuen
Vielen Dank
19. Ralf schrieb am 17. Mai 2009 um 21:27
@Holger
Ich habe mich kürlich mal genau darüber informiert. Viele Bunker sind wirklich fest verschlossen und auch für Fledermäuse nicht zugänglich. Auch ist ein Aufenthalt
für Fledermäusen nicht geeignet, weil die Bunker zu feucht
(nasskalt) sind. Fledermäuse mögen es warm und trocken – so wurde es mir erklärt. Entsprechende Untersuchungen, mit Spezialgeräten, hat es gegeben und gibt es sporadisch immer wieder. Bisher ohne Erfolg!
Fledermäuse haben wir im Stadtgebiet und es gibt dazu immer wieder Führungen, am Abtskücher Teich. Auskünfte dazu erteilt Hans Schöttler, vom NABU, der Bat.Man von Heiligenhaus. Er ist zeimlich bekannt in unserer Gegend….
LG,
Ralf.
20. Dede schrieb am 15. Juli 2009 um 23:50
Hallo Ralf
Dein Artikel ist super. Ein Thema zu dem ich auch noch eine
kleine Anekdote zu beisteuern werde.
Es war 1984. Unter meinen Mitschülern hatte sich herum-
gesprochen, daß da ein Bunkereingang existieren würde.
Undzwar genau an der Stelle hinter dem heutigen Fiat-Autohaus.
Nachmittags gingen ich und ein paar Kumpels mit Taschenlampen bewaffnet da hin. Und tatsächlich. Jemand hatte das Eisentor angesägt um einen Zugang zu schaffen. Kinder standen herum.
Die hatten es sich zum Spaß gemacht Taschenlampen an ihre
BMX-Räder zu montieren und fuhren mit ihren Bikes in den
unterirdischen Anlagen herum.
Wir sind dann auch über eine eiserne Wendeltreppe
hinabgestiegen. Ein langer, enger Gang mit Rundbogen tat
sich vor uns auf, den wir vorsichtig beschritten.
Dann kamen wir zu größeren Räumen in denen sich u.a. teilweise zerstörte Toilettenanlagen befanden.
Alles wirkte sehr alt und verrottet.
Zu unserer Überraschung kamen wir dann in einen sehr
großen Hallenähnlichen Raum mit hoher Decke.
Dort wirkte alles merkwürdigerweise sehr neu.
Man konnte sogar Licht einschalten. Und der Raum war hell
erleuchtet. Über eine neuartig wirkende Eisentreppe ging
es von dort wieder nach oben bis zu einer schweren
Eisentür. Die stellte sich dann als der Ausgang Südring
heraus. Wir verbrachten einige Zeit in diesen Gewölben,
denn das alles war Megainteressant.
Bis wir plötzlich eine Sirene heulen hörten.
Wir waren total erschrocken.
Kurz darauf gab es eine Megafondurchsage:
“Achtung, Achtung! Hier spricht das Ordnungsamt
Heiligenhaus. Bitte kommen Sie einzeln und langsam
aus der Bunkeranlage heraus und halten Sie Ihre Ausweise
bereit !”
Das taten wir alle dann auch.
Völlig eingeschüchtert verließen wir die Bunkeranlage
und wurden von den Beamten empfangen, welche unsere
Personalien aufnahmen.
Es gab aber kein Nachspiel und wir waren alle sehr
erleichtert darüber.
Na, deckt sich das mit den Eintragungen im Stadtarchiv ?
Der Lageplan der Anlage deckt sich exakt mit der
Begehung, die ich 1984 als 17jähriger illegalerweise
tätigen durfte und ist ein Beweis seiner Echtheit.
Übrigens ist der Swimmingpool, der sich neben der Firma
Schlechtendahl befindet wohl undicht weil sich in dem
Gang darunter schon 1984 Tropfsteine gebildet hatten.
Und der Gulli auf dem Gelände der Grundschule ist ein
weiterer Zugang. (oh,hab ish getz wat falsches gesacht?)
Einen Augenzwinkergruß, Dede
21. Ralf schrieb am 16. Juli 2009 um 18:34
Die Legenden und Mythen werden sich halten. Auch um den verfüllten Kiekert – Stollen. Von dem Gullydeckel weiß ich natürlich, aber er ist anscheinend bestens getarnt. Selbst ortskundige Leute, die es eigentlich wissen müssten, kennen dieses Zugang nicht. Das ist auch gut so und ich selbst habe ihn auch nicht gefunden, obwohl ich wirklich gründlich gesucht habe. Vielleicht steht heute der Anbau der Schule darauf?! Das der Bunker früher oft von Jugendlichen aufgesucht wurde, hab ich mir erzählen lassen. In letzter Konsequenz wurde der Eingang hinter dem FIAT-Händler mit Beton verfüllt. Das Foto mit dem Betonsockel einem Geländer ist auch im Artikel zu sehen.
LG,
Ralf.
22. Jürgen schrieb am 30. August 2009 um 21:51
Hallo Ralph,
ich bin durch Zufall auf Deinen sehr gut recherchierten Artikel gestoßen.
Eine Ergänzung zum Bunker am Südring: Du schreibst, dass wäre ein Gefechtsstand des Luftgaukommandos VI gewesen. Sitz des Kommandeurs des Luftgaukommando VI war Münster. Seine Aufgabe bestand im Luftschutz für große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalen, insbesondere der Industrieanlagen des Ruhrgebiets.
Gemeint ist sicher, dass der Bunker eine Einrichtung der zum Luftgaukommando VI gehörenden I. Abteilung/Luftnachrichten-Regiment 233 war, von der in der Literatur berichtet wird, dass sie ihren Sitz in Heiligenhaus unter anderem in einem unterirdischen Stollensystem gehabt habe.
Diese Einheit wurde im September 1944 aufgestellt. Ihre Aufgabe war die Führung einer Reihe von Flugmelde-Einheiten im Raum Niederrhein, Westfalen und Rheinland, die mit aktiven Funkortungsgeräten (heute würde man RADAR sagen) anfliegende feindliche Flugzeuge aufspürten.
Eine dieser Funkortungsstellen, die 1. schw. Flugm.-Leit-Kompanie /LN-Rgt 233, war ebenfalls in Heiligenhaus an der heutigen Höseler Straße auf dem Gelände des heutigen Golfplatzes stationiert. Die Stellung hatte den Decknamen HEIDSCHNUCKE. Das eigentliche Funkortungsgerät vom Typ “Jagtschloss” soll aber in Isenbügel gestanden haben. Im Archiv der Stadt Heiligenhaus existiert ein Foto der “Jagtschloss” Stellung. Leider ohne genaue Ortsangabe. Aus funktechnischer Sicht wäre der Isenbügler Kopf sicher ein Kandidat für den damaligen Standort.
Eine weitere Stellung mit Decknamen MAIBAUM war ebenfalls im Raum Isenbügel/Kettwig stationiert. Auch hier ist der exakte Stndort nicht bekannt. Möglicherweise mehr in Richtung Kettwig oberhalb des Ruhrtals. Diese Stellung gehörte zur Funkmeßbeobachtung (FuMB) – einer anderen Organisatonseinheit des Luftgaukommandos VI – und betrieb zwei passive “Naxburg” Funkortungsgeräte, mit denen gezielt nach mit Hilfe des britischen Funk-Fernnavigationsverfahrens “Oboe” an ihre Ziele im Ruhrgebiet herangeführte britische Bomber gesucht wurde.
Das wird Dich interessieren Ralph: Unter den Soldaten bei der Funkmeßbeobachtung im Luftgaukommando VI war eine Gruppe von Funkamateuren tätig, denen durch den Umbau von vorhandenen “Naxos” Empfängern und Antennen des “Würzburg” Funortungsgerätes (3m Spiegel) in den Stellungen in Isenbügel und Schöppingen (Münsterland) im Laufe des Jahres 1943 die Enttarnung des “Oboe” Verfahrens gelang. In der Folge konnte 8-10 Minuten vor dem Erreichen der Bomber am Ziel Luftalarm ausgelöst werden. Daraufhin wurden auch wirksame Störsender installiert, die das “Oboe” Verfahren eine Weile außer Kraft setzten. Mit der Weiterentwicklung der Dezimeter-Funktechnik begann das Katz- und Maus Spiel dann aber später wieder von vorne.
Eine interessante Weiterführung Deiner Bunker-Aktivität in Heiligenhaus wäre es doch sicherlich, die exakten damaligen Standorte der Funkortungsgeräte “Jagtschloss” und “Naxburg” herauszufinden. Vielleicht findet sich im Stadtarchiv noch mehr Material dazu. Während die “Naxburg” Geräte mobil auf Lafetten montiert waren, gehörte zur “Jagtschloss” Stellung immer ein kleines, etwa quadratisches gemauertes zweigeschossiges Gebäude, das die sehr umfangreiche Antennenanlage trug. Ob das noch existiert? Vielleicht wird es heute zu anderen zwecken genutzt, ohne das die Geschichte dahinter bekannt ist.
Wie wär es, Ralph?
Herzliche Grüße
Jürgen EBS
23. Dede schrieb am 30. August 2009 um 23:54
Hallo Jürgen
Eine sehr aufschlußreiche Darstellung.
Vor kurzem hatte ich einen Smalltalk mit einem älteren Fahrgast auf der 772. Ich weiß, man soll während der Fahrt
nicht mit den Passagieren reden aber Sonntags Morgens ist
auf der Strecke fast nichts los. Er erzählte mir von einer
“Funkstöranlage”, die sich ungefähr zu genanntem Zeitpunkt
im Gebiet “Am Löh” befunden haben soll.
Komischerweise befindet sich dort ein Gebäude, daß Deiner
Beschreibung recht nahe kommt. Nämlich die alte Feuerwache
Isenbügel.
Könnte das vielleicht einer der Funkortungsstandorte sein ?
Ich hege auch persönliches Interesse daran weil ich
Ahnenforschung betreibe.
Möglicherweise ist ein Vorfahr von mir an dieser Stellung
tätig gewesen.
Vieles was dieser alte Herr zu erzählen hatte weist
darauf hin und deckt sich mit dem was meine leider schon
verstorbenen Großeltern so erzählten als ich noch
sehr klein war.
Ich hoffe, ich konnte brauchbare Anhaltspunkte zu
diesem Thema beisteuern.
In gespannter Erwartung grüße ich alle Beteiligten,
Dede
24. Ralf schrieb am 31. August 2009 um 09:12
@Jürgen
Hallo Jürgen,
vielen Dank für Deine Ausführungen. Der Bunker ist wohl nie so richtig in Betrieb gegangen. Bei den Angaben konnte ich mich nur auf Informationen aus dem Stadtarchiv und aus einem alten Pressebericht stützen. Dort ist vom Luftgaukommando VI die Rede, welches verlegt werden sollte. Irgendwo habe ich noch die Kopien der Unterlagen, die ich damals für den Bericht benutzt habe. Details müsste ich wieder nachlesen.
Natürlich weiß ich von den Funkstellen „Heidschnucke“ und „Jagdtschloss“. Über deren Standorte gibt es unterschiedliche Angaben und Vermutungen. Vermutlich auch deshalb, wie es räumlich getrennte Sende- und Empfangsanlagen gab. Für einen technischen Laien und unter den damaligen Kriegsumständen (auch Geheimhaltung) war es schwierig das zu beurteilen. Zeitzeugen sind heute sehr alt und ob sie sich erinnern? Viele Erinnerungen verwischen. Außerdem hat sich Heiligenhaus seit den Kriegsjahren baulich sehr verändert. Alte Luftbilder machen das deutlich.
Der Artikel hatte den Oberbegriff „Bunker und Schutzeinrichtungen“. Wir hatten hier in Heiligenhaus auch Flakstellungen und noch Mitte der siebziger Jahre war das sogenannte „Granatenwäldchen“ Heidestraße / Ecke Hülsbecker Straße Sperrgebiet, wegen Munitionsablagerungen. Ich erinnere mich noch gut an die Warnschilder. Als Schüler sind wir dort nicht reingegangen. Heute ist das Wäldchen zugänglich. Vermutlich hat man dort – irgendwann einmal – gründlich geräumt.
Ob es von diesen Funkstellen noch Fotos oder genauere Informationen und Aufzeichnungen gibt, als nur deren Lage? Ich glaube eher nicht. Die technische Ausgestaltung unterlag der Geheimhaltung. Die kommunalen Stadtarchive gibt es erst seit den 80iger Jahren. Von daher gibt es keine lückenlosen Archivaufzeichnungen. Es gibt aber mitunter Zeitzeugenberichte in den Broschüren „cis Hilinciweg“ des Geschichtsvereines Heiligenhaus. Ich meine das dort auch etwas über die Funkstellen steht. Und was dort steht, kann man als gut recherchiert betrachten. In Isenbügel gab es die Aufklärungsstelle „Maibaum“ zur Luftaufklärung. Ein Standort war der „Isenbügeler Kopf“. Bei Kriegsende wurden Munition und Einrichtungen gesprengt. Diese Broschüren kann man im Heimatmuseum an der Abtsküche kaufen. Einige Ausgaben sind allerdings bereits vergriffen.
Ob sich ein Bericht über diese Funkstellen lohnt? Vermutlich eher nicht, denn Bunker sind doch viel spannender weil sie sichtbar sind. Für diese Funkanlagen interessieren sich höchstens technisch interessierte Menschen oder eben Funkamateure und das sind eben nicht die Masse der Leser. Die Gerätebezeichnungen, die Du genannt hast, kenne ich aus alten Büchern, wo Piloten ihre Erinnerungen der Einsätze aufgeschrieben haben. Teilweise waren da auch Fotos drin. Aber auch diese Bücher habe ich nicht mehr.
Trotzdem werde ich mal im Stadtarchiv nachfragen, was übrigens alle Bürger können, die sich für die Stadtgeschichte interessieren.
Natürlich wäre es für uns Funkamateure leicht an die Funkstelle „Heidschnucke“ zu erinnern. Ob es allerdings schicklich wäre, mit einem Sonderrufzeichen auf Sendung zu gehen? Wohl eher nicht……
Mit freundlichen Grüßen,
Ralf Jeratsch
DL8RJ
25. Heidejunge schrieb am 31. August 2009 um 19:24
Tach zusammen,
habe mit großer Neugier en Bericht und die Kommentare gelesen, da meine Oma uns Enkeln viel aus dem Krieg in Velbert und Heiligenhaus erzählt hat.
Mein Kommentar bezieht sich auf den lezten Beitrag/ Abschnitt Granatenwäldchen. Meine Freundin wollte mir nicht glauben, dass es so etwas in Heiligenhaus gibt. Nach ca. einer Minute wurde ich fündig. Von gründlicher Säuberung kann eigentlich keine Rede sein, da ich letzes Jahr noch ne scharfe Patrone gefunden habe. Als ich zur Realschule gegangen bin und noch draussen spielte, hat es uns öfter auf das Feld östlich des Wäldchens gezogen und……
Grüße vom schwäbischen Meer und viel Spaß noch bei der Recherche.
26. Wuppertaler schrieb am 31. August 2009 um 21:28
Hallo Ralf,
sehr schöner Artikel,gute Recherche.
Habe meine Kindheit und Jugend im Schatten eines Hochbunkers verbracht. Der steht noch immer..ist auch heute nicht mehr so geheimnisvoll… aber trotzdem ein spannender Ort!
Danke!
27. Jürgen schrieb am 02. September 2009 um 22:32
Hallo Dede,
die alte Feuerwache in Isenbügel kann es eher nicht sein. Das gesuchte Gebäude hat eine quadratische Fundamentform von 6m Kantenlänge und eine Höhe von ca. 7m. Ursprünglich mit Türe und im ersten Stock mit einer Art Fenster. Sieht ein wenig wie ein Trafo-Häuschen aus. Ich denke, dass es der Sache näher kommt, dass die Stellung “Maibaum” mit den mobilen Radaranlagen dort oben am Isenbügler Kopf gestanden haben könnte. Das waren sozusagen Anhänger mit einer 3m im Durchmesser großen Antennenschüssel darauf. Ähnlich den heutígen Sat-Schüsseln – nur eben sehr viel größer.
Das “Jagdschloss” hatte hingegen eine 24m breite und teilweise 5m hohe kastenförmige Antennenanlage auf dem Dach, die sich 10mal pro Minute drehte. Übrigens benötigte diese Anlage sehr viel Strom – 128kVA. Es muss also entweder eine entsprechende Stromversorgung vorhanden gewesen sein oder man hat einen Diesel-Stromerzeuger benutzt.
Hallo Ralph,
für die Öffentlichkeit ist das eher kein Thema, da hast Du sicher Recht. Das interessiert sicher nur Wenige. Heute noch Zeitzeugen zu finden, wird schwierig. Die unbeteiligte Bevölkerung dürfte auch keinen Zugang gehabt haben. Allerdings müsste die sich drehende riesige Antennenanlage auch von weitem aufgefallen sein. Tarnung war ja wegen der Drehbewegung kaum möglich. Ich habe über die verschiedenen Anlagentypen von damals einiges an Fotos und Unterlagen sammeln können. Internet sei Dank! Vom “Jagdschloss” habe ich sogar vollständige Schulungsunterlagen mit allen Schaltplänen. Damals hätte das den Kopf gekostet. Gut,ich schließe das Thema hiermit ab. Sonst wird das eigentliche Thema “Bunker in Heiligenhaus” zu sehr überlagert.
Herzliche Grüße an Alle
Jürgen
28. Dede schrieb am 09. September 2009 um 00:18
@ ralf:
Ich nehme Bezug auf den Beitrag 21.
Wo sich der Gully befindet ist ganz einfach herauszufinden.
Geht noch mal am Südring in den Bunker hinein, marschiert
zu dem Gang im Norden und klettert die Eisenstiegen zum
Gullydeckel hinauf.
Aber vorsicht, schon damals war zentimeterweise Schlamm
auf den Stiegen.
Also wenn man da hochsteigt kommt man doch an der “richtigen”
Stelle aus, nicht wahr ?
Checkt das aus, Jungs.
29. Ralf schrieb am 09. September 2009 um 07:24
@Dede
Die Tür ist zugeschweißt und da kommt niemend rein
Ich warte dennoch auf eine offizielle Gelegenheit.
Aber ich habe es natürlich auch nicht so eilig…….
Sollte es diesen Kanalschacht noch geben, dann ist es aus
Sicherheitsgründen wohl besser die Lage zu verschweigen.
Sonst passiert dort noch ein Unglück…..
Und das muss nun wirklich nicht sein.
LG,
Ralf.
30. Dede schrieb am 13. September 2009 um 22:52
@ ralf:
Hast natürlich recht.
Das Thema ist aber auch nun mal so superinteressant.
Sind die Räumlichkeiten nicht anderweitig nutzbar ?
Schon damals (siehe Beitrag 20) kamen meine Freunde
und ich auf den Gedanken, daß es eine prima Location
für eine Disco wäre. ;o)
31. Ralf schrieb am 01. Oktober 2009 um 22:12
@dede
Ich bin da nicht drin gewesen und ich glaube diese Anlage wieder herzurichten dürfte sündhaft teuer sein. Abgesehen davon fehlen Notausgänge, für eine Nutzung als Disco etc.
32. milla schrieb am 01. Oktober 2009 um 22:19
Das klingt hier alles so geheimnisvoll und total interessant. Da ich ursprünglich aus Essen komme und noch nicht so lang hier wohne, würde ich gern wissen von welchen Wäldchen hier die Rede ist. Vor allem wo ist denn diese alte Feuerwache?
33. Ralf schrieb am 01. Oktober 2009 um 23:12
@Milla
Es gibt an der Langenbügeler Straße (Isenbügel) eine ehemalige Feuwerwehrwache. Dort wohnt heute ein Architekt drin. Auf dem Dach ist noch eine Sirene. Ersetzt wurde dieser Feuerwehrposten durch den Standort an der Abtskücher Straße. Vor etwa 3 Jahren…..
Welches Wäldchen Du meinst, ist mir leider nicht klar….
34. milla schrieb am 02. Oktober 2009 um 14:55
@ Ralf: Um ehrlich zu sein: Mir auch nicht, aber hier wird immer von einem Wäldchen geschrieben, welcher ist das?
Danke für die Allgemeinbildung über H’haus.
35. Nico schrieb am 03. Oktober 2009 um 09:37
Sehr interessanter Bericht.
Ein paar Bunker(anlagen) hatte ich mir auch schonmal angeguckt.
Viele Grüße,
Nico
36. Admiral schrieb am 20. Oktober 2009 um 00:30
Hallo
In den 80er-Jahren sind wir mit Geländewagen in dem Gelände einer alten FLAK-Stellung herumgefahren.
Dort war ein stilles längliches Gewässer.
Jetzt ist dort total gesperrt
Wir haben dort auch noch eine Granate gefunden.
Es war kein Blindgänger, sondern eine noch nicht abgeschosse
Der Zünder wird erst nach Abschuss durch den Drill scharf
In dem stillen “Bachlauf”? orteten wir mit Schlauchboot und starken Unterwassermagneten jede Menge schweren Metallteile.
Laut Spaziergänger sollte es sich um Munition und Granaten handeln.
Wer kann mir sagen wo das genau ist und ob dort schon geräumt wurde.
Nach meinen Infos nicht!!
Mit freundlichen Grüßen
Werner Grade
37. Eric schrieb am 22. Oktober 2009 um 13:58
Hallo,
viele interessante Dinge zu Heiligenhaus im WK2.
Zu zwei Aspekten folgendes:
Die Stellung Heidschnucke lag vornehmlich in Bereichen, die heute zum großen Teil Golfplatzgelände sind. Mir liegt eine amerikanische Aufklärungsaufnahme aus März 1945 in Kopie vor. Hier ist schön zu sehen, daß die Abschlaghütte der Driving Range heute dort steht, wo sich damals die Auswertung usw. befanden.
Zur Stellung Heidschnucke gehörte allerdings auch das bereits zuvor mehrfach erwähnte Jagdschloß >> http://de.wikipedia.org/wiki/Jagdschloss_%28Radar%29 . Aus verschiedenen Gründen standen diese Rundsichtgeräte nicht im “Kernbereich” einer Funkmeßstellung. Der genaue Standort befand sich oberhalb der Langenbügeler Straße auf einem Grundstück, welches heute von einer Baumschule genutzt wird.
Vor einigen Jahren habe ich im damaligen HStA Düsseldorf eine Archivalie der OPD Düsseldorf aus der unmittelbaren Nachkriegszeit gefunden. Darin sind u.a. die Ergebnisse einer Befundprüfung der Leitungsnetze im Raum Heiligenhaus enthalten. Hieraus ist u.a. zu entnehmen, daß das Jagdschloß eine eigene Verbindung zur Auswertung hatte.
Spannend ist auch der Aspekt, daß eine weitere Leitung zum Krummenweg bzw. der Essener Straße in Ratingen führte.
Dort muß sich damals ein Funkfeuer befunden haben. Vielleicht kennen die hier lesen- und schreibenden ja auch die Ruine südlich der Essener Straße kurz vor dem Esel.
Bis heute habe ich leider keinen Zeitzeugen finden können, der mir zu diesem Relikt weiterhelfen konnte.
Vielleicht weiß hier ja jemand mehr…
Viele Grüße, Eric
38. Eric schrieb am 22. Oktober 2009 um 17:39
@milla
Gib doch einfach mal bei Google Maps Heidestraße, Heiligenhaus ein.
Hab ich gerade probiert und sehe dort ein kleines Waldstück!
Gruß, Eric
39. Dede schrieb am 22. Oktober 2009 um 23:29
@ eric bzw. milla:
Treffer versenkt sagt man dazu wohl. Als alter (seit 13 J. nicht mehr) Heiligenhauser kenne ich die Lage des “Granatenwäldchens” ganz genau. Man wandert an der Kreuzung Hülsbeckerstr./Heidestr. Richtung Velbert und nach etwa 500m liegt rechterhand besagtes Waldstück. Das isses.
Dort befindet sich auch ein Rastplatz mit Bank.
Ob das Gebiet immer noch irgendwelche “Schätze” birgt, halte ich jedoch für höchst unwahrscheinlich.
40. Wuppertaler schrieb am 23. Oktober 2009 um 21:46
@Eric
Hat die Heidschnucke auch was mit dem “Himmelbett” zu tun oder liege ich völlig daneben. Das gehörte doch zur Kammhuber-Linie für die Nachtjagd.
Mach mich schlau….ich finde das Buch nicht mehr!
41. Wuppertaler schrieb am 24. Oktober 2009 um 20:09
Okay….habe die Wissenslücke selber geschlossen…wer googelt ist deutlich im Vorteil.
Wer sich interessiert: http://www.schatzsucher.de
Die Beiträge sind superspannend…ich wußte garnicht das ich direkt daneben wohne.
42. Ralf schrieb am 24. Oktober 2009 um 20:19
Bei den Funkstellen von damals muss man berücksichtigen das
Sende- und Empfangsanlagen oft räumlich getrennt waren.
Das hatte technische Gründe.
Übrigens gibt es im Stadtarchiv keine braucbaren Fotos davon.
Ich hatte vor einigen Tagen mal nachgefragt …..
43. Wuppertaler schrieb am 24. Oktober 2009 um 21:26
Unter http://www.Deutsches Atlantikwallarchiv.de findet man alle wichtigen Angaben zur Heidschnucke und zu Maibaum.
Ich werde jetzt mal auf meine Heimatsuche gehen!
44. Wuppertaler schrieb am 25. Oktober 2009 um 07:16
Sorry:
http://www.Deutsches Atlantikallarchiv.de
45. Wuppertaler schrieb am 25. Oktober 2009 um 07:19
Doppelmist
Das liegt an der Zeitumstellung
http://www.deutschesatlantikwallarchiv.de
46. Eric schrieb am 26. Oktober 2009 um 10:03
Moin,
was die Jungs vom Deutschen Atlantikwallarchiv da zu Maibaum und Heidschnucke zusammengetragen haben, ist leider teilweise falsch, und das obwohl sie einige Daten aus der Lostplaces Funkmeß-Datenbank “übernommen” haben.
Hier: http://www.lostplaces.de/forum/viewtopic.php?t=1464
gibt es eines etwas längeren Beitrag, der seit mittlerweile über sechs Jahren zur Stellung Heidschnucke geschrieben und diskutiert wird. Damit man lesen und schreiben kann, muß man sich glasube ich kurz anmelden. Diese Diskussion enthält mittlerweile 225 Beiträge! und zeigt die Entwicklung von den ersten marginalen Informationen Schritt für Schritt zu einem im abgerundeteren (aber leider nicht vollständigen) Bild.
Vor rund fünf Jahre hatte die WAZ einen Aufruf meinerseits zu möglichen Zeitzeugen in Heiligenhaus veröffentlicht. Daraufhin meldeten sich zwei ältere Herren, die mir – wie so häufig bei längerer Beschäftigung mit einem historischen Thema – nur kleine Ergänzungen zu meinem Kenntnisstand mitgeben konnten, aber sehr interessante: Zum Einen erfuhr ich welche Auswirkungen der Betrieb der JJagdschloßanlage auf die benachbarten Häuser hatte und wo die Anlage exakt stand. Zum Anderen erwähnte ein anderer Zeitzeuge, daß nach Ende des WK2 einige der Heidschnucke Antennenanlagen im Abtskücher See versenkt worden seien und (angeblich) bis heute noch dort liegen sollen.
Diese ganzen Informationen sind aber detaillierter als ich sie heute aus der Lameng wiedergeben kann im besagten Thread bei Lostplaces zusammengetragen. Der Schatzsucher Beitrag ist leider nicht so geworden wie ursprünglich angedacht…
Viele Grüße, Eric
47. fly schrieb am 09. März 2010 um 11:20
Ein sehr interessanter Bericht Ralf!!
)
Ich wusste auch schon viel darüber von den Erzählungen meines Großvaters aber ich bin jetzt wieder ein weing schlauer geworden.
)
LG fly
48. Ralf schrieb am 09. März 2010 um 18:13
@Fly
Der Artikel wird immer noch gerne gelesen und lebt anscheinend von der Mundpropagenda. Außerdem gibt es im Internet auch Foren die sich mit Bunkern und Stollen beschäftigen. Über Heiligenhaus findet man dort eher wenig.
LG,
Ralf.
49. fly schrieb am 09. März 2010 um 18:19
@Ralf
Die Foren habe ich auch im Internet gefunden und das stimmt leider das dort wenig Infos über Heiligenhaus gibt.
LG fly
50. peter schrieb am 21. März 2010 um 11:00
Der Bunker zwischen Kettwiger Straße und Gorstraße war Ende der 50er Jahre unser Abenteuerspielplatz. Der Eingang war bis auf 40-50 cm zugeschüttet. Es war schon eine Mutprobe,
dort hindurchzukriechen. Aber danach war es wirklich gruselig. Mit einer Kerze beleuchtet, für uns Kinder riesengroß und unheimlich. Immer wieder zog es uns dort hinein. Einmal mit einem Knäul Wolle aus Omas Nähkorb, um den Rückweg wieder zu finden. Gefunden haben wir selber nichts. Erzählt haben wir aber auch niemandem was. Später
wurden dann von den Anliegern die Deckenstürze herausgebrochen und zum Bauen verwendet. Als dann die ganze
Schlucht von der Rheinlandstraße aus zur Müllkippe wurde,
war das Abenteuer vorbei. Dafür lagern nun ebenso wie unter-
halb der Hangstraße (heute Schrebergärten) eine Menge Galvanikabfall und Industriemüll, der gern am Abend abgekippt wurde. Ein bischen Mutterboden drüber und das war´s.
Wenn die GRUBA das Gift über den Müll verspritzte, dachte sich niemand etwas dabei. Es waren wirklich unglaubliche Zeiten und dies in jeder Hinsicht.
Gruß an alle, die sich erinnern.
Peter
51. Wuppertaler schrieb am 21. März 2010 um 20:00
An alle Interessierten und heimliche Forscher:
http://www.lostplaces.de
52. Wuppertaler schrieb am 21. März 2010 um 20:11
Was nichts daran ändert das die Stadt Heiligenhaus irgendwie nicht existiert.
Boahhhhh!!!
53. Dede schrieb am 22. März 2010 um 03:57
@ Wuppertaler:
In dessen nicht existierenden Bunkeranlagen ich mich in meiner nicht existierenden Jugend hineinphantasiert hatte.
Doppelboahhh!!!
54. Wuppertaler schrieb am 22. März 2010 um 05:23
@DEDE
Mein Commi bezog sich auf das Netz im Allgemeinen. Scheinbar hat sich für HH noch keiner wirklich interessiert.
Bei Lostplaces gibt es nur einen Bericht über die “Heidschnucke” und nix anneres.
Scheißkramboaaahhhh
Ansonsten ist im Netz Fehlanzeige.
55. Ralf schrieb am 23. März 2010 um 22:15
@Wuppertaler
Nebenbei bleibe ich am Bunker-Thema natürlich dran.
Wenn es etwas Neues zu vermelden gibt, dann tue ich das….
Natürlich gibt es immer noch Gerüchte und wilde Erzählungen.
Teilweise sehr amüsant
– weil an den Haaren herbeigezogen.
56. Dede schrieb am 23. März 2010 um 22:37
@ Wuppertaler:
Mehr als meine weit vorher genannte “Begehung”(siehe 20.) und Erzählungen alter Heiligenhauser “Jungs”(so70plus) über die Funkanlagen in Isenbügel, sowie eine genaue Standortkenntnis des “Granatenwäldchens” habe ich leider nicht zu bieten.
@ Ralf:
Mein Augenzeugnis deckt sich mit den erhaltenen Plänen.
57. Wuppertaler schrieb am 24. März 2010 um 20:37
@DEDE
Du schwächelst…..
Ich habe gehört das in der Nähe des Grünen Jägers noch bis vor kurzem
Betonreste mitten im Feld gelegen haben und zwar unter der Hochspannungsleitung auf der rechten Seite Richtung Hofermühle.
Kann mich da schwach dran erinnern…sah aus wie so ein Grabhügel….wurde mir als “Flakstellung” angeboten.
Wer weis was???
THX
58. Dede schrieb am 24. März 2010 um 22:06
@ Wuppertaler:
Wie meinen ?
59. Wuppertaler schrieb am 25. März 2010 um 07:34
Soll ich das nochmal Vorlesen?
60. Dede schrieb am 25. März 2010 um 08:18
@ Wuppertaler:
Du phantsierst.
61. Dede schrieb am 25. März 2010 um 08:19
“phantasierst” sollte da eigentlich stehen.
62. Wuppertaler schrieb am 25. März 2010 um 08:47
@Dede
Du wirst mir langsam unheimlich.
Was ist denn an dieser Frage so schlimm??
Dieser Hügel war oder ist noch da und wurde mir als Rest einer ehemaligen Flakstellung erklärt.
THX bedeutet Thanks…..oder ist das jetzt auch verboten??
63. Dede schrieb am 25. März 2010 um 18:17
@ Wuppertaler:
Nee, das meinte ich alles nicht. Ich will nur wissen warum ich denn schwächele ? Nur weil ich nicht mehr weiß als da steht ?
Btw. der “Flak-Hügel” ist immer noch da. Allerdings lese ich hier zum ersten mal, daß es eine ehemalige Flak Stellung sein soll.
64. Wuppertaler schrieb am 25. März 2010 um 18:24
Eben….das war mir auch neu und ich habe weder im Atlantikwallarchiv noch bei LostPlaces was gefunden…sonst hätte ich ja nicht gefragt.
Außerdem sollten wir diese Anpamperei lassen….OKI???
65. Dede schrieb am 25. März 2010 um 21:02
@ Wuppertaler:
OKI ! Sehr vernünftiger Vorschlag.
Zum Thema “Innenstadtbunker” bin ich noch gespannt auf die Entwicklung. Immerhin hatte Ralf ja erwähnt, daß er vorhat eine Genehmigung für eine Begehung der Anlage zu bekommen.
Da wäre ich, ehrlich gesagt, sehr gerne dabei.
Wie gesagt, als ich 1984 da drin war sahen Teile davon nicht verrottet sondern, ganz im Gegenteil, sehr betriebsbereit aus.
Das ganze hat einen starken Spooky-Faktor.
66. Ralf schrieb am 25. März 2010 um 21:14
@Dede
Ich bemühe mich nicht um eine Genehmigung für eine Begehung, sonbdern ich warte genüsslich ab ob sich ein Besichtigungstermin ergeben wird. Spätestans wenn die Zargen der Eingangstür verrostet sind dürfte das der Fall sein….
* grins * Und das kann eigentlich nicht mehr so lange dauern
+ fg *
67. Dede schrieb am 25. März 2010 um 21:35
@ Ralf:
Irgendwie will sich mir nicht erschließen warum bei einer verrotteten Eingangstüre eine Gesamtbesichtigung anstehen würde. Man könnte auch einfach nur die Tür erneuern und es dabei belassen. Immerhin könnte der Abstieg über die Eisentreppenkonstruktion wegen Rost ja auch gefährlich sein.
Vorausgesetzt wir reden hier beide vom Eingang auf dem Südring.
68. MG schrieb am 25. März 2010 um 22:31
Guten Abend an alle.Auf dem unteren Teil (Schulhof) der Grundschule kuckt ein ca. 160 cm hoher 1 meterring Kanalrohr aus dem Boden (oben ist ein Vogelhaus drauf gemacht )Der gesammte Deckel ist mit einem Schweren vorhängeschloß gesichert . Das ist der eingang und sogenannte Wetterschacht dieser Bunkeranlage.
@ralf
Vorsicht beim betreten einer jahrezentenalten unterirdischen Betonkonstruktion (Radioaktive strahlung) .Das ganze Stollensystem muß erst gelüftet werden !!!
69. Ralf schrieb am 29. März 2010 um 21:43
@Dede
Die Tür ist nicht nur abgeschlossen, sondern zusätzlich zugeschweißt. Man kann sie also nicht einfach aufschließen und reingehen. Und wenn eine neue Tär eongesetzt werden muss, weil die alte irgendwann durchgesrostet ist, würde sich ein Besichtigungstermin anbieten.
@MG
Danke für die Info. Es gab immer mal Berichte über einen solchen Schacht. Ein Foto davon würde ich nicht veröffentlichen, denn sonst kommt noch jemand auf “dumme”
Gedanken. Ich kann mich nicht daran erinnern das ich auf dem Schulhof damals eine derartige Konstruktion gesehen hätte.
Vielelicht haben wir es damals auch übersehen, obwohl intensiv gesucht wurde. Vielleicht an der falschen Stelle…..
70. schlufine schrieb am 28. April 2010 um 16:10
Ganz toller spannender Bericht und gute Recherche. Endlich mal auch jemand, der sich kümmert.
Ganz großes Lob !