Die kalten Nächte kommen – an Winterfutter denken

Winterfutter

Der Winter naht und als ich neulich in einem bekannten Markt für Landwirtschaftswaren war, gab es dort schon Fettfutter und Meisenknödel im Warenangebot. Der Handel ist bereits jetzt auf den Winter vorbereitet. Auch die unterschiedlichsten Vogelhäuschen werden zum Kauf angeboten. In wenigen Wochen haben wir Weihnachten bereits hinter uns und der Jahreswechsel steht vor der Tür. Erfahrungsgemäß wird es in Heiligenhaus erst ab Januar anhaltendes Schneewetter geben, aber die Temperaturen gehen schon vorher in den Minusbereich. Vielleicht sogar schon in den folgenden Nächten. Nun ist es Zeit an unsere gefiederten Freunde zu denken. Obwohl wir alle gegen die Stadtsatzung verstoßen, die es uns offiziell untersagt wildlebende Tiere zu füttern, sollte man sich rechtzeitig mit Winterfutter bevorraten.

Was die Stadtsatzung angeht, hat in all den Jahren noch nie ein Hahn danach gekräht, wenn es um Fütterung der heimischen Vögel ging. Die neue Stadtwacht wird es hoffentlich tunlichst bleiben lassen, nach privaten Futterhäuschen zu spionieren. Es darf stark vermutet werden, dass die Satzungs­väter schlechthin versäumt haben die Winterfütterung als Ausnahme in der Satzung zu verankern. 

Amsel, Drossel, Fink und Star werden es uns jedenfalls danken, wenn wir Menschen für nötiges Futter sorgen. Während Schwarzdrosseln (Amseln) Weichfutter benötigen, kann man Sonnenblumenkerne, bzw. Misch-Körnerfutter an Meisen und Buchfinken verfüttern. Als besonderen Leckerbissen betrachten Meisen übrigens kleingeschnittene, naturbelassene, Haselnusskerne, die man unter das Futter mischt. 
Übrigens bedanken sich viele Vögel bei Frühlingsbeginn mit herrlichen Pfeifkonzerten für das Winterfutter. Und das sollte uns allen die Euros wert sein.   

Link zur Satzung über  > Öffentliche Sicherheit & Ordnung < unter:

www.heiligenhaus.de……

2 Kommentare

  1. Linda
    Dez 28, 2006

    ich hab kürzlich ein Interview gesehen mit einem bekannten Ornitologen, der probagiert, die Vögel ganzjährig zu füttern.
    Nach seiner Aussage geht die heimische Vogelpopulation um 1 % zurück, da die Vögel in ihrem Lebensraum hier bei uns auch im Sommer nicht mehr genügend zu fressen finden im Zeitalter von funktionierenden Stadtreinigungen, Bauernhöfen, die zu sterilen Landwirtschaftsfabriken mutieren etc.

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  2. Ralf
    Dez 28, 2006

    @Linda

    Von dieser Empfehlung hab ich auch gehört. Es wird schon etwas dran sein. Schon vor einigen Jahren hatten hier
    Vögel Mangelerscheinungen. Die Tiere setzten sich auf gekippte Fenster, knabberten die Tapeten an um an den Kalk zu kommen, der sich im Putz befindet. Hier in meiner Gegend ist das sehr häufig passiert. In der Nachbarschaft
    kauften die Leute spezielles Futter in zoologischen Geschäften und verfütterten es an die Singvögel.
    Und der Spuk hatte bald ein Ende……

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