WAHL kritisiert vorgelegten Haushalt
15. März 2010
Die Wahl Alternative Heiligenhauser Liste (WAHL) kritisiert den vorgelegten Doppelhaushalt der Stadt Heiligenhaus für die Jahre 2010/2011. Nur durch Flucht in einen Doppelhaushalt kann ein Nothaushalt vermieden werden. Dieser hätte drastische Einschnitte zur Folge, die in Zukunft nur schwer zu beheben wären. Vor diesem Hintergrund ist der Doppelhaushalt ein geeignetes Mittel. an sollte aber erwarten dürfen, dass in dem vorgelegten Haushalt dann auch alle Möglichkeiten genutzt werden, um unnötige Ausgaben zu vermeiden. Die WAHL kann diesen Ansatz nicht erkennen! Es gibt zahlreiche Ausgaben, die auch die WAHL in Zeiten, in denen die Stadt sie sich leisten kann, unterstützen würde. Angesichts der Tatsache, vor welchem Abgrund sich die Stadtfinanzen befinden, kann und darf für solche Ausgaben jedoch kein Platz im aktuellen Haushalt sein. Der Doppelhaushalt beruht ohnehin zum überwiegenden Teil auf dem Prinzip Hoffnung. Wenn man, um für kurze Zeit „Held des Tages“ zu sein, um sich für wenige Tage in diesem Jahr als vermeintliche Kulturhauptstadt Europas zu präsentieren, zahlreiche städtebauliche Maßnahmen vornimmt, die zwar chic, aber nicht unbedingt notwendig sind, dann opfert man dafür die finanzielle Sicherheit und Zukunft unserer Stadt! Steuererhöhungen sind vielleicht das einfachste Mittel für Verwaltung und Politik, treffen die ohnehin schon durch die Wirtschaftskrise gebeutelten Bürger/innen aber umso härter und könnten sich am Ende gar als kontraproduktiv erweisen. Der vorgelegte Haushalt nutzt bei weitem zu wenige Möglichkeiten zur Sicherung der finanziellen Zukunft der Stadt. Konkret sollen in 2010 für 110.000 € ein Schotterparkplatz für 40 Autos an der Abtsküche planiert werden und der Rathausplatz für 150.000 € schön hergerichtet werden. Zusammen mit den Planungs- und Umbaukosten der Hauptstraße kommt man allein damit schon auf 850.000 € für momentanen „Luxus“. Gleichzeitig stehen Steuererhöhungen i.H.v. 330.000 € an. Die WAHL ist sich sicher, dass die Bürger/innen Verständnis haben, wenn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Heiligenhaus keine Schlösser gebaut werden, könnten sich diese in Zukunft doch als Luftschlösser herausstellen.





