Ausbau der Fachhochschulen in NRW

Jury nimmt Standort Velbert/Heiligenhaus in die engere Wahl

Gemeinsame Bewerbung mit der FH Bochum

Die gemeinsame Bewerbung des Vereins Die Schlüsselregion e.V. und der FH Bochum im Wettbewerb „Ausbau der Fachhochschulen in NRW“ hat die zweite Runde erreicht. Dies wurde jetzt von der Wettbewerbs-Jury des Landes NRW bekannt gegeben. 22 Bewerbungen gingen ein, als das Land NRW im Sommer dieses Jahres zum Wettbewerb „Ausbau der Fachhochschulen“ aufrief. Mit dabei: Die Schlüsselregion e.V., die für die Region Velbert/Heiligenhaus gemeinsam mit der FH Bochum an den Start gegangen ist. Unterstützt wurden sie dabei von den Städten Velbert und Heiligenhaus und vom Kreis Mettmann. Am Montagabend beriet die Wettbewerbs-Jury, welche Anträge in die zweite Runde des Wettbewerbs kommen. Dabei wurde entschieden: Das Konzept der Schlüsselregion und der FH Bochum bleibt im Rennen und hat somit die erste wichtige Hürde erfolgreich genommen. Insgesamt konkurrieren nun noch 13 Bewerber in den zwei Wettbewerbskategorien „Neugründung“ und „Ausbau“: Es sollen drei neue Fachhochschulen gegründet werden, worum sich sechs Standorte bewerben.

Zudem ist der Ausbau von fünf bestehenden Fachhochschulen geplant, wofür es jetzt noch sieben Bewerber gibt. Der Heiligenhauser Bürgermeister Dr. Jan Heinisch kommentierte die Neuigkeiten hoch erfreut, auch im Namen des Vorstands der Schlüsselregion, dem er gemeinsam mit seinem Velberter Amtskollegen Stefan Freitag angehört: „Die Region Velbert/Heiligenhaus ist ein starker Industriestandort. Wenn es nun gelingt, dem Erfolgsfaktor Mittelstand auch eine Fachhochschul-Niederlassung an die Seite zu stellen, dann ist dies ein wichtiger Schritt für die Innovationskraft der Region.“ Die Zusammenarbeit der Schlüsselregion mit der FH Bochum sei dabei sehr gut gestartet. Dr. Thorsten Enge, Geschäftsführer der Schlüsselregion, gibt einen kleinen Einblick in die Bewerbung der beiden Partner: „Kern des Konzepts ist der Aufbau eines Studienzentrums der Hochschule Bochum in der Region Velbert/Heiligenhaus“. Dabei setze man vor allem auf die sogenannten „dualen Studiengänge“, bei denen die Studierenden parallel zum Studium eine Ausbildung in einem Unternehmen absolvieren. Enge erläutert die Vorzüge des dualen Studiums: „An der Fachhochschule werden den Studierenden in den dualen Studiengängen die theoretischen Grundlagen vermittelt, während sie zugleich in den Unternehmen die betriebliche Praxis kennenlernen.“ Dies sei, so Enge, ein echtes Erfolgsmodell, dessen Bedeutung in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe. Insbesondere mittelständische Unternehmen nutzen es als Instrument der Personalentwicklung, um angesichts des immer größer werdenden Ingenieurmangels qualifizierte Kräfte frühzeitig an das Unternehmen zu binden. „Die Region Velbert/Heiligenhaus mit ihrer stark mittelständischen Prägung ist daher der ideale Standort, um duale Studiengänge auszubauen“, so Enge. Gemeinsam mit der FH Bochum habe man deshalb ein tragfähiges Kooperationsmodell entwickelt, in dem Wirtschaft und Wissenschaft eng zusammenarbeiten. Für alle erfolgreichen Bewerbungen der ersten Runde steht nun in einem Monat eine Präsentation vor der Jury auf dem Programm. Die endgültige Entscheidung wird dann voraussichtlich im Dezember durch die Landesregierung getroffen.

1 Kommentar

  1. Paul
    Okt 30, 2008

    Das hört sich ja mal richtig toll an. Da ich so etwas zu schätzen weiß, drücke ich hierbei ganz fest die Daumen, dass es mit dem Ausbau und der Neugründung alles so klapp wie sich das vorgestellt wird.Viel GlückPaul

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